Sollte jedes Unternehmen eine gewisse Social Media Präsenz zeigen? Heute morgen stieß ich auf einen Beitrag in einem australischen Recruitmentblog, der genau diese Frage mit einem lauten JA beantwortet.
Ganz pauschal würde ich das so nicht sehen, jedoch mausern sich Twitter, Facebook & Co. immer stärker zu unabdingbaren Kommunikationstools im B2B-Bereich. Also betrachte ich einige aktuelle Zahlen und Studien, um mir und meinen Lesern diese Frage am Ende nochmals zu stellen und gegebenfalls neu zu beantworten.
So erhielt ich von meiner twitternden Kollegin eine Kurz-Untersuchung von HubSpot zum “State of the Twittersphere“. Die stärkste Nutzerzunahme beim Micro-Blogging-Dienst ist ab Ende 2008 und Anfang 2009 zu verzeichnen. Seit Mitte 2009 sind die Twitterati erfahrener, aktiver, haben mehr Follower und füllen ihr Profil vollständig aus. Inzwischen haben die Europäer im Vergleich mit den USA bei der Nutzung von Twitter stark aufgeholt.
Dennoch haben 82 Prozent der User weniger als 100 Follower und folgen ebenfalls weniger als 100 Konten. Die aktivsten Zwitschertage sind Donnerstag und Freitag, und die Zeit, in der die meisten Tweets gesendet werden, ist abends zwischen 22 und 23 Uhr. Der Ort mit den meisten Accounts ist London – Europa (quasi
!
Die Schweizer Firma namics beschreibt in ihrem Blogpost die Studie von Burson-Marsteller, in der die Nutzung von Social Media in den 100 Fortune Unternehmen untersucht wurde. Twitter wird den Ergebnissen zufolge am häufigsten genutzt. Ein weiteres interessantes Resultat besagt, dass der Aktivitätslevel von “Fans” auf europäischen Facebook Unternehmens Pages sogar höher liegt als in den USA oder im asiatisch-pazifischen Raum.
Da kommen die Ergebnisse aus Thorstens Social Media Report HR 2.0 gerade richtig: Denn während die Investitionen in Print Anzeigenschaltungen stark abnehmen, haben sehr viele Firmen vor, sich vermehrt mit Social Media im Rahmen der Mitarbeitergewinnung auseinanderzusetzen.
Diese Medien sind kostengünstig, wenn auch zeitaufwendig. Dabei ist es nicht nötig, eine Unmenge an technischem Know-How mitzubringen, um sich auf Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch – hab ich ganz neu entdeckt, und finde es klasse – Posterous zurecht zu finden. Hierzu gehört eher eine Portion Mut, den ersten Schritt zu machen, auf andere zuzugehen und sich an die üblichen Kommunikations- und Umgangsregeln zu halten. Ganz easy also.
Das Gute in der deutschsprachigen Online-Recruiting Twitter-, Blogger- und überhaupt Social Media Sphäre ist, dass wir alle zusammenhalten und “Newbies” schnell und vor allem gerne in unsere Runde aufnehmen! Bloggende Personaler, eine twitternde Personalabteilung und chattende Recruiter auf XING oder Facebook können davon ausgehen, dass sie die Szene entdeckt. Und dann stellen sich die neuen Kontakte von ganz alleine ein.
Um also noch einmal auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Sollte jedes Unternehmen in gewissen Social Media präsent sein? Ja, ich denke, das ist sinnvoll. Hierbei sollte das für die Branche und Unternehmensgröße passende Medium recherchiert und ausgewählt werden. Für kleinere Unternehmen empfiehlt sich zum Beispiel ein Twitter Account, um die Web 2.0 Aktivitäten zu lancieren. Mit relativ wenig Aufwand können hier bereits gute Kommunikationserfolge erzielt werden.









