Eva Zils

CandidateReach – 1 Mal geklickt, 50 Jobsuchmaschinen bestückt

Mit dem neuen Jobposting-Tool CandidateReach von Wolfgang Brickwedde vom Institute for Competitive Recruiting in Kooperation mit German Personnel ist es den Anbietern tatsächlich gelungen, eine Marktlücke zu entdecken: Mit Hilfe des Systems werden per einmaligem Knopfdruck Stellenangebote auf knapp 50 Partnerplattformen, hauptsächlich Jobsuchmaschinen wie beispielsweise kimeta.de, indeed.de, jobrapido, careerjet, etc. veröffentlicht.

Wolfgang Brickwedde weiß, wovon er spricht: die aktuellen Ergebnisse der CrossPro Umfrage haben wieder gezeigt (und auch ich muss mich wohl mit dem Gedanken anfreunden), dass Jobsuchmaschinen, so genannte “Job-Aggregatoren” bei den Bewerbern beliebt sind. Warum das so ist? Ganz einfach: Die Jobsuchmaschinenbetreiber sind in der Regel gute SEO-Spezialisten, sodass bei einer Jobsuche über Google die ersten Suchresultate von Aggregatoren stammen. Das bedeutet wiederum, dass Jobsucher nicht zwingend auf eine Jobbörse gehen, um sich eine neue Stelle zu suchen, sondern zuerst Google anstrengen.

Daher haben Firmen nun die Möglichkeit, über CandidateReach durch einen Knopfdruck an die 50 Jobsuchmaschinen auf einmal zu beschicken.

“Ja halt!” werden Sie sagen, “solche Kooperationen haben doch auch die Jobbörsen, die ich nutze”. Stimmt, aber bei diesen müssen Sie zunächst einmal dem Anzeigenpreis entrichten, um dann eventuell auf einer oder zwei Jobsuchmaschinen (je nach Kooperation) dabei zu sein. CandidateReach ist zwar auch nicht kostenfrei, aber derzeit besteht ein Testangebot über drei kostenfreie Anzeigenschaltungen während eines Monats. Und da mich vor allem die Klickzahlen nach dieser Testphase interessieren, kündige ich das gerne hier an (und hoffe, dass ich meinen Bloglesern im August ein paar Statistiken zeigen darf).

Eine Sache noch: Das Produkt CandidateReach ist bewusst auf maximal 500 Kunden limitiert, um den Reichweiteneffekt beizubehalten. Es eignet sich gut für KMUs, die darüber hinaus ein Bewerbermanagementsystem mitbenutzen können, um die eingegangen Bewerbungen zu bearbeiten – oder sie können ihr bestehendes System mittels Schnittstelle integrieren (oder umgekehrt).

Ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt!

Noch eine kurze Beobachtung zum Schluss: Besteht die Kooperation zwischen XING und kimeta nicht mehr? Ich finde weder auf XING noch auf kimeta irgendwelche Hinweise, geschweige denn gegenseitige Jobs…

28 Kommentare

  • Kramer sagt:

    Hallo Frau Zils,

    die Kooperation mit XING besteht weiterhin. Sofern XING keine passenden Jobs findet, können die Interessieten auf den Kimetabutton drücken und bekommen dann die Ergebnisse von Kimeta angezeigt.

    Einfach mal Koch und Ulm eingeben, davon hat XING jetzt nicht so viele :-)

  • CandidateReach klingt sehr ähnlich wie Broadbean, aber auf Jobsuchmaschinen beschränkt. Oder gibt es da grössere Unterschiede?

  • Marc Drees sagt:

    Perhaps I’m missing something, but this is nothing more than a job multiposting engine, and then only towards job aggregators. So what is so special about that? Or is this functionality that didn’t exist in Germany before?

  • Sven sagt:

    Erst mal kann ich nur bestätigen, das die Weiterleitung auf Xing.com zu Kimeta.de perfekt funktioniert. Gut zu sehen ist diese auch, wenn man “Maler Berlin” eingibt. Wobei dies ein sehr lustiges Ergebnis auswirft “Praktikum: bei einem Reiseveranstalter”. Hat ja eigentlich nix mit einem “Maler-Job” zu tun, aber man kann ja darunter auf das “Kimeta-Logo” klicken und bekommt dann die guten Ergebnisse. :)

    Jetzt mal zu diesem Beitrag:

    Wobei ist hier die Innovation? Es gibt bereits etablierte Dienste, welche solche Dienste übernehmen und bei weitem mehr Möglichkeiten zur Schaltung auf mehr Jobsuchmaschinen und Jobbörsen anbieten. Da wäre z.B. “1000Jobboersen.de”.

    Dies ist einfach nur ein weiterer Schritt, mit denen ein Unternehmen versucht, seine eigenen Anbindungen an verschiedene Jobsuchmaschinen, Jobbörsen und anderer Portale, doch noch irgendwie zu Geld zu machen. Das aber die wenigsten Anbindungen zu Jobsuchmaschinen die eingetragenen Jobs übertragen, sollte hier auch mal erwähnt werden. Dies wird durch die Überschrift falsch dargestellt. So viele Jobsuchmaschinen gibt es ja auch in Deutschland gar nicht. :)

    Die pure Zahl von 50 Portalen bedeutet doch überhaupt nichts, solange bei diesen einige dabei sind, welche kaum selbst über die 100 Besucher am Tag kommen. Laut Alexa.com kommen zudem allein über 20% der Besucher des Kooperationspartners Germanpersonnel.de von Arbeitsagentur.de.

    Da kann es dann durchaus sinnvoller sein, die eigene Stellenanzeige direkt bei der Arbeitsagentur kostenlos, und/oder in einer Jobbörse mit entsprechender Anbindung zu schalten.

    Für mich hört sich das nicht nach einer Innovation oder einem super Angebot an, sondern wie der Versuch einer Reichweitenvermarktung von “Germanpersonnel”, welche man aber erst mal an den Mann/Frau bringen muss. Da hilft es natürlich einen Namen wie “Institute for Competitive Recruiting” in die Waagschale bei Verkauf werfen zu können.

    Die Frage dürfte am Ende nur sein, wer denn am Ende der sein wird, welcher am wenigsten davon haben wird, “Germanpersonnel”, das “Institute for Competitive Recruiting” oder die Kunden, welche für den Dienst zahlen und vielleicht nicht das gewünschte Ergebnis erzielen.

  • Cornel sagt:

    Hallo Eva
    Auf Deine Frage, weshalb Stellensuchende Job-Aggregatoren bevorzugen, würde ich – statt (nur) dem SEO-Argument – meinen, dass es v.a. die Menge der offenen Stellen ist, die für Job-Suchmaschinen sprechen. Beispiel Schweiz: jobagent.ch hat etwa doppelt so viele Stellen wie jobscout24 und 3 bis 4x mehr als jobs.ch (welche beides Jobbörsen sind).

    CandidateReach scheint mir ein sinnvolles Tool für Recruiter zu sein. Gibt es das auch für die Schweiz?

    Beste Grüsse vom Zürichsee

  • Eva Zils sagt:

    Hallo Herr Kramer,
    vielen Dank für die Information.
    Ich habe die Keywords wie von Ihnen beschrieben in XING eingegeben, kann aber immer noch nichts finden, von einem kimeta Button keine Spur.
    Auch auf kimeta finde ich keine XING-gesponserten Anzeigen mehr, allerdings die von anderen Jobbörsen.
    LG, Eva Zils

  • Eva Zils sagt:

    @Etienne – man könnte das in etwa (in sehr viel kleinerem Stil) mit Broadbean vergleichen, allerdings verdient Broadbean seine Brötchen vor allem mit Jobbörsen Jobpostings. Die Jobsuchmaschinen sind eher ein Add-On, um Kunden zu finden und binden. Broadbean hat im deutsch-sprachigen Raum (noch?) keine wirkliche Bedeutung, wobei sich das mit dem neuen Zusammenschluss unter Evenbase in Zukunft ändern könnte.

    Man könnte CandidateReach eventuell auch mit 1000jobboersen.de vergleichen, die auch einige Jobsuchmaschinen, aber längst nicht so viele, im Angebot haben. Hier gilt das Gleiche wie für Broadbean: Aggregatoren sind ein Add-On, Geld verdient wird mit den Jobbörsen-Schaltungen.

    Auch wird die Kundenanzahl nicht auf 500 beschränkt (kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen), und große Unternehmen werden durch entsprechende Mengenabnahmen sehr willkommen sein, während sich CandidateReach auf KMU konzentriert.
    LG, Eva

  • Eva Zils sagt:

    @Marc – true, something like this did not really exist in Germany. Please see my comments above. From a technical point of view you’re right, there are players that offer a bigger variety. But the point is that this is a nice tool that could help smaller companies invest some interesting online-recruiting-space.
    That’s why I’m so curious to see the stats after the testing period. We’ll see then if it works.

  • Eva Zils sagt:

    @Sven – vielen Dank für Ihre Einschätzung. 1000jobborsen habe ich in einem Kommentar oben beschrieben. Wenn ich mir die Anzahl der Jobsuchmaschinen auf 1000jobboersen ansehe, zähle ich aktuell 25 (wobei hier auch ein paar Nischenseiten dabei sind, die nicht zu den Jobsuchmaschinen zählen).

    Wie oben bereits erwähnt, das Ziel von CandidateReach ist nicht, auf kommerziellen Jobbörsen Anzeigen zu veröffentlichen, sondern ausschließlich auf Jobsuchmaschinen.

    Es gibt in Deutschland mehr als 50 Jobsuchmaschinen, eine schöne Liste hat Gerhard Kenk hier zusammengestellt: http://www.crosswater-job-guide.com/jobboersen_verzeichnis_040_jobsuchmaschinen/jobboersen_jobsuchmaschinen_list.php?goto=1

    Das mit den fehlerhaften Anbindungen und Übertragungen werde ich näher im Auge behalten. Danke für den Hinweis. Es muss natürlich sichergestellt werden, dass hier alles technisch einwandfrei klappt!

    Dass nicht alle 50 Jobsuchmaschinen tonnenweise Traffic pro Tag haben, ist weniger wichtig. Die wichtigsten Aggregatoren sind dabei und weisen gute Zahlen auf: http://trends.google.com/websites?q=kimeta.de%2Cindeed.de%2Cjobrapido.de%2Cicjobs.de%2Ctrovit.de&geo=DE&date=all&sort=0

    Auch gibt es eine direkte Anbindung an die Jobbörse der BA, was den Aufwand der Anzeigen-Eingabe optimiert: Die Anzeige wird einmal eingegeben und dann automatisch verteilt. Darüber hinaus hat z.B. die BA ebenfalls noch weitere Kooperationen mit beispielsweise meinestadt.de, sodass die Anzeigen dann noch zusätzlich gestreut werden.

    Da Ihre Jobbörse ebenfalls mit Serverabgleich arbeitet, wäre es für Sie eventuell von Interesse, mit CandidateReach Kontakt aufzunehmen? Oder gibt es hier Bedenken wegen des gemeinsamen Sektors Zeitarbeit mit GermanPersonnel?

    Wie oben beschrieben, werde ich die Zahlen und Klickstatistiken auf die Anzeigen abwarten, bevor ich zu einem abschließenden Urteil (Empfehlung oder nicht) zu CandidateReach komme.

    Im Moment finde ich das Konzept jedenfalls nach wie vor interessant und beobachtenswert.

    Viele Grüße,
    Eva Zils

  • Eva Zils sagt:

    Hallo Cornel,

    in der Tat, die auffindbare Datenmenge bei Jobsuchmaschinen ist natürlich auch ein wichtiges Kriterium.
    Wobei da leider auch sehr viele Doppelungen dabei sind, sodass es häufig zu einer ungewollten, wundersamen exponentiellen Job-Vermehrung kommt.

    Für die Schweiz gibt es so ein Tool meines Wissens nach nicht.
    Das lässt sich bestimmt mit den Betreibern besprechen. Wenn Du die Kontaktdaten möchtest, stelle ich gerne die Verbindung her.

    Viele Grüße,
    Eva

  • Hallo Kommentatoren,

    es freut mich, daß so viele eine Meinung zu CandidateReach haben! Vielleicht kann ich ein paar zusätzliche Infos beitragen, um die Diskussion noch ein bißchen anzufeuern?

    @Marc Drees: MCP is so far quite unknown and uncommon in Germany in the corporate area. On the other hand it is very much in place in the contingent workforce area (were GermanPersonnel is originated). A few big companies are working with MCP like Equest, but mostly for their international postings. And big companies could rely a lot on the own career site as source of hire. SMB are not in such a position. With CandidateReach we try to level the field for the SMB a little and take the functionality that works for the contingent workforce area into the corporate area (plus an integrated ATS, which most of them don’t have yet, plus the possiblity to post their jobs on their facebook site). CandidateReach partner portals are not limited to or contain only jobaggregators (you could find a list here http://www.candidatereach.de/ListederCandidateReachPartnerportale.html). To sum it up, yes for the corporate area this didn’t exist before in Germany!

    @sven

    So weit ich das Businessmodell von 1000Jobbörsen verstehe, helfen die einem, die passende Jobbörse aus den 1000 Jobbörsen zu finden und verkaufen einem dann eine Schaltung dort. Bei CandidateReach gibt es die fast 50 Jobportale nur als Block zu kaufen, was dann zu der besseren Platzierung bei der Googlesuche führt.

    Und die Favoriten der Bewerber laut “Deutschlands Beste Jobportale” http://www.deutschlandsbestejobportale.de/DiebestenJobportalefuerBewerber.html
    sind auch unter den Partnerportalen

    Zur Idee hinter CandidateReach s.a. die Anmerkungen zu Marks Beitrag oben.

    @Cornel

    Für die Schweiz gibt es CandidateReach leider noch nicht, aber wer weiß, vielleicht bald?

    Schöne Grüße

    Wolfgang Brickwedde

  • Marc Drees sagt:

    Eva, Wolfgang,

    Thanks for clearing that up for me. Have too much of a Dutch-centric look apparently… I’ll check CandidateReach out to understand it fully.

  • Marco sagt:

    Liebe Kommentatoren,

    grundsätzlich sollte man zwischen Mulitposting-Technologie und Multiposting-Service unterscheiden…die meisten sogenannten Multiposter verdienen ihr Geld ohnehin mit den Services. Und dann gibt es noch die Portale die davon leben, fremden Content im eigenen Namen zu verteilen um möglichst viel Traffic auf das eigene Portal zu lenken. In diesem Fall geht es nicht um Personalbeschaffung im eigentlichen Sinne, vielmehr um die eigenen Interessen der Portalbetreiber. Die Bewerberansprache als Teil der Personalbeschaffung besteht eben nicht nur aus SEO, sondern eben auch aus Personalmarketing. Die Stellenanzeige wird zunehmend zur Werbebotschaft und nicht nur zum SEO-optimierten Textblock!!!

    Bei dieser Diskussion fehlt mir die Ergebnisbetrachtung. Um was geht es denn eigentlich. Schnell Bewerber mit einem attraktiven Angebot (wobei attraktiv Inhalt und Design betrifft) ansprechen und die Stelle besetzen. Das Posting-Tool von GermanPersonnel ist 1000fach in der Zeitarbeit erprobt und erfolgreich im Wirkbetrieb. Zudem kann die Arbeitsagentur direkt über eine Schnittstelle angesprochen werden und zwar sowohl die Jobbörse als auch das Verbis!! Bedeutet noch mehr Reichweite!
    Und für die die dann noch Premium-Boards oder Nischenportale/ Expertenportale ansprechen wollen, können dies ebenso ganz einfach über diesen Weg!!

    @ Brickwedde
    Ich finde Candidat Reach eine sinnvolle Ergänzung für KMUs. Durch die Reichweite und die Limitierung ergeben sich für die Unternehmen echte Wettbewerbsvorteile im Wettstreit um die richtigen Bewerber.

  • Christian sagt:

    Den Vergleich CandidateReach vs. 1000jobboersen.de von Sven kann ich so nicht ganz stehen lassen wie er geschrieben wurde.

    1000jobboersen.de bietet umfangreiche Agenturleistungen und Services wie z.B. Anzeigentextoptimierung und -gestaltung, Designvorlagen für Anzeigen, etc. an, durch die ein nicht unwesentlicher Teil des Umsatzes mit der Veröffentlichung von Stellenanzeigen generiert wird und dadurch die Recruitingkosten und auch der zeitliche Aufwand erhöht werden. Zudem wird wie von Wolfgang bereits geschrieben nur die Schaltung auf bestimmten Jobbörsen verkauft.

    CandidateReach spricht kleine und mittlere Unternehmen an, die einfach und schnell den passenden Mitarbeiter finden möchten. Ohne großen Aufwand aus einem System die Stellenanzeige mit der größtmöglichen Reichweite veröffentlichen und dadurch mehr Bewerber bekommen. Das sind die Argumente die zählen.

  • Frank sagt:

    Da frage ich mich doch, ob hier 1000Jobbörsen Werbung macht oder das neue Tool von Herrn Brickwedde geht. Zu beiden Optionen gibt es Einiges anzumerken: Das Geschäftsmodell „Multiposting“ gibt es seit zehn Jahren, etablierte Dienstleister wickeln das souverän und sinnvoll ab. Außerdem: Auch wenn man großzügig rechnet, gibt es am deutschen Markt inklusive Metajobsuchen und Fachstellenbörsen keine 100 Portale, auf denen eine Anzeigenschaltung etwas bringt – geschweige denn 1000.

    Ein Blick auf die Logos der Metajobsuchen von CandidateResearch zeigt auch hier, dass zwar einige sinnvolle vertreten sind – aber auch viel Murks. Der Traffic-Bringer wird klar die Arbeitsagentur sein. Dort kann man seine Anzeige allerdings auch selbst einstellen. Eine Stellenanzeige „irgendwo“ auf facebook zu veröffentlichen, ohne etablierten Kanal mit entsprechenden „Fans“ bringt gar nichts. Ähnliches gilt für Twitter und auch für das Verlinken einer Stellenanzeige in irgendeinem Forum auf Xing.

    Metajobsuchen durchsuchen Firmenwebseiten nach Stellenanzeigen und veröffentlich diese kostenfrei. Dafür soll ich bezahlen? Wenn meine Anzeigen durch eine Dienstleister zur Metajobsuche geleitet wird, hängt der Erfolg bei vielen der Metajobsuchen davon ab, wie viel Traffic durch den Dienstleiter eingekauft wird – die reine Weiterleitung bringt also herzlich wenig. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind nach meiner Einschätzung gut beraten, sich ihre Anzeigen professionell Gestalten, Texten und Kategorisieren/Verschlagworten zu lassen und sie auf einer oder mehreren etablierten Stellenbörse/n zu veröffentlichen – sind also bei einer Agentur gut aufgehoben. Damit gehen die Anzeigen dann auch auf die wichtigen Metajobsuchen – aber eben nicht nur. Schließlich ist die Besetzung einer freien Stelle auch eine Frage der Zeit.

    Grundsätzlich gilt für die Anzeigenschaltung: Nicht von Aufzählungen, Logos und Namen blenden lassen, sondern genau hinschauen, was man eigentlich bekommt.

  • Marco sagt:

    Mulitposting als Service ist ein langjähriges Geschäftsfeld der Mediaagenturen. Wie bereits durch einige Kommentatoren beschrieben auch ein sehr lukratives. Mit den manuellen Services, der Beratung, dem Texten und Designen der Stellenanzeigen, und der Margendifferenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis der Anzeigen(pakete) wird hier das Geld verdient. Trotzdem sollten man sich gerade vor diesem Hintergrund genau die Transaktionskosten ansehen und über mögliche Prozessautomatisierung nachdenken, denn darin liegt neben den personalwirtschaftlichen Benefits der betriebswirtschaftliche Nutzen.

    Natürlich wird Multiposting von den Premium-Jobboards auch als Reichweitenverstärker genutzt. Wenn man sich die Entwicklung auf dem Jobbörsenmarkt der letzten 10 Jahre ansieht, tun sie auch gut daran. Ansonsten würde sie das gleiche Schicksal ereilen wie die Rubrikenmärkte der Tageszeitungen.

    Als Innovation sehe ich stets die Weiterentwicklung und Optimierung von bestehenden Prozessen in Sinne des Kunden. Daher macht aus meiner Sicht eine optimierte, automatisierte Form des Multiposting extrem viel Sinn. Ich verstehe darunter die Bündelung vieler Traffic starker Portale (Jobsuchmaschinen, Jobboards, Branchenportale, Städteportale, Kleinanzeigenportale, Soziale Netzwerke und natürlich auch Arbeitsagentur), eine automatisierte Rubrizierung und Verschlagwortung der Stellenanzeigen und eine JEO (Jobboard-Engine-Optimierung). Das Thema des Designs der Stellenanzeige ist heute doch trivial über Templates zu lösen und Standardausstattung einer jeden Software. Das Gesetz der großen Zahl gilt aus meiner Sicht auch für die Personalgewinnung.

    Ich denke aber, dass beide Wege des Multiposting (Service und Technologie/Automatisierung) separat und parallel ihre Daseinsberechtigung haben und genutzt werden. Welcher Weg am Ende wichtiger ist, wird sich zeigen und vom Kunden sicherlich wahrgenommen?! Dazu beitragen werden personalwirtschaftliche ebenso wie betriebswirtschaftliche Interessen.

  • Sven sagt:

    Ok, da sich nun gleich der Geschäftsführer und der Marketingleiter von Germanpersonnel und auch Wolfgang Brickwedde zu Wort gemeldet haben, geb ich gern nochmal meinen Senf dazu. :)

    1. Vielleicht kam das falsch rüber, aber es ist nicht so, dass ich das Prinzip einer zentralen Verteilung von Stellenanzeigen, schlecht finde. Es ist eher so, dass ich dies generell sogar als gute Ergänzung zu anderen Aktivitäten bei der Online-Personalsuche sehe.

    2. Ja, ich hätte mal wieder bei 1000Jobboersen.de vorbei schauen sollen, denn da hat sich offensichtlich das Prinzip geändert. Wenn mich nicht alles täuscht, konnte man sein Stellenangebot zu einem Festpreis von ca. 50€, in alle kostenfreien angeschlossenen Jobsuchmaschinen und Jobbörsen, übertragen. Also genau das, was jetzt durch den hier vorgestellten Service erfolgen soll. Also entschuldigen Sie bitte meinen Fehler.

    3. Auch in Deutschland gab es bezüglich solcher Tools Versuche, diese zu etablieren (z.B. JoPoFlower – http://www.online-recruiting.net/jopoflower-softgardens-job-posting-tool-for-recruitment-sites-in-germany/ -, wobei sich dies eher auf Jobbörsen bezog). Auch schreibt jede zweite, meist auch kostenlose Jobbörse, dass diese die Stellenanzeigen auf allen möglichen Jobsuchmaschinen veröffentlicht und präsentieren dazu eine große Übersicht (z.B. Stellen-Online.de).

    So macht es auch ein direkter Konkurrent von Germanpersonnel, welcher diesen Service über eine ausgelagerte Jobbörse, kostenlos für die eigenen Kunden anbietet und nicht wirklich schlechter angebunden scheint.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass es schon Standard ist und man dies als Kunde auch sieht, wenn man sich mal eine Webseite etwas genauer anschaut.

    So, jetzt mal zu den einzelnen Kommentatoren.

  • Sven sagt:

    @Wolfgang Brickwedde
    “Bei CandidateReach gibt es die fast 50 Jobportale nur als Block zu kaufen, was dann zu der besseren Platzierung bei der Googlesuche führt.”

    Ich denke, das ist ein sehr schlechtes Argument, denn die Stellenanzeigen der Kunden sind dort nicht zu finden, sondern die Ergebnislisten der Jobsuchmaschinen und Jobbörsen.

    Ich skizziere mal den Weg eines Jobsuchenden:

    1. Suchbegriff bei Google eingeben (z.B. Maler Berlin Jobs)
    2. Er klickt auf ein Ergebnis in der Ergebnisliste von Google & Co.
    3. Er landet auf der Ergebnisliste einer Jobsuchmaschine, auf der als Erste Ergebnisse in der Regel der “Google-Werbeblog” zu finden ist, dann die “Sponsored-Jobs” (welche meist von den großen Jobbörsen sind) und erst darunter bzw. teilweise zwei drei und mehr Seiten weiter, finden sich die kostenlosen importierten/ausgeschriebenen Stellenangebote.
    4. Der Jobsuchende klickt auf eines der hier angepriesenen Ergebnisse
    5. Er wird entweder durch das Laden der Job-URL in einem Frame direkt zu der Jobanzeige geführt, oder es kommt zuvor noch eine Zwischenseite, auf welcher die Jobsuchmaschine auch nochmal Werbung drauf hat, sowie einen etwas längeren Auszug aus der betreffenden Stellenanzeige. Erst wenn der Jobsuchende dann dort auf den Link klickt, wird dieser zu der betreffenden Stellenanzeige weiter geleitet.

    Zusammengefasst heißt dies, das man keinesfalls eine bessere Platzierung in den Google-Ergebnissen hat. Denn die haben nur die Jobsuchmaschinen, sowie die Jobbörsen und nicht die einzelne Stellenanzeige.

  • Sven sagt:

    @Marco
    “Liebe Kommentatoren, grundsätzlich sollte man zwischen Mulitposting-Technologie und Multiposting-Service unterscheiden… die meisten sogenannten Multiposter verdienen ihr Geld ohnehin mit den Services.”

    Also Sie bieten im Gegensatz zu den anderen alles kostenlos an? Ist bei Ihnen das Designen der Stellenzeigen und andere Services kostenlos?

    “Und dann gibt es noch die Portale, die davon leben, fremden Content im eigenen Namen zu verteilen um möglichst viel Traffic auf das eigene Portal zu lenken. In diesem Fall geht es nicht um Personalbeschaffung im eigentlichen Sinne, vielmehr um die eigenen Interessen der Portalbetreiber.”

    Da das ja ein kleiner verdeckter Angriff auf mich sein soll, muss ich dazu natürlich etwas schreiben. Genau das, was Sie da oben schreiben, machen Sie. Denn Sie veröffentlichen die Stellenanzeigen in Ihrem Namen. Überall ist der Hinweis auf Germanpersonnel zu finden, sowie meist noch das Logo von Ihnen inkl. URL (wobei diese URL dann nicht auf die Stellenanzeige des betreffenden Unternehmens der Stellenanzeige leitet, sondern auf die Startseite oder Produktseite von Germanpersonnel.de, welche rein gar nichts damit zu tun haben dürfte). Für diese Eigenwerbung zahlen Ihre Kunden, denn Sie machen Ihre Paket-Gebühren ja nicht günstiger, nur weil da Werbung für Germanpersonnel.de drin ist, auf welche dann neue Kunden aufmerksam gemacht werden sollen, oder?

    “Die Bewerberansprache als Teil der Personalbeschaffung besteht eben nicht nur aus SEO, sondern auch aus Personalmarketing. Die Stellenanzeige wird zunehmend zur Werbebotschaft und nicht nur zum SEO-optimierten Textblock!!!”

    Da dies wieder gegen mich gerichtet sein sollte, kann ich nur sagen, dass wir rein gar nichts an den Stellentexten ändern. D Wolf sollte sich nicht selbst in den Schwanz beißen, Marco.

    Warum schreiben Sie dann auf Ihrer Internetseite “Job SEO, Damit Ihre Stellenanzeigen im Netz gefunden werden z.B. über Google”? Steht das nur so dort, ist es ein Verkaufsargument, oder machen Sie genau das, was Sie im vorherigen Absatz so anprangern? Erklären Sie uns doch mal die Begriffe “Job SEO” und “JEO (Jobboard-Engine-Optimierung)”. Für mich hört sich das einfach nur nach ausgedachten Marketingbegriffen an, mehr nicht. Zudem kann man hier anmerken, wenn eine Jobbörse schlechte Daten übermittelt bekommt, kann diese auch keine Wunder vollbringen. Gern würde mich auch interessieren, wo denn bei der Veröffentlichung in Jobsuchmaschinen die Werbebotschaft sein soll? Es wird der Stellentitel und ggf. noch ein kleiner Auszug aus dem Stellentext angezeigt. Da ist keine Werbebotschaft sichtbar.

    “Bei dieser Diskussion fehlt mir die Ergebnisbetrachtung. Um was geht es denn eigentlich. Schnell Bewerber mit einem attraktiven Angebot (wobei attraktiv Inhalt und Design betrifft) ansprechen und die Stelle besetzen.”

    Na dann präsentieren Sie doch mal ein paar Zahlen, welche die Kritiker vor Neid erblassen lassen werden und alle sofort die Meinung ändern lässt. :)

    “Ich finde Candidat Reach eine sinnvolle Ergänzung für KMUs. Durch die Reichweite und die Limitierung ergeben sich für die Unternehmen echte Wettbewerbsvorteile im Wettstreit um die richtigen Bewerber.”

    Natürlich finden Sie das. Es ist ja auch Ihr Unternehmen, welches daran mitverdient. :)

  • Sven sagt:

    @Christian
    “Den Vergleich CandidateReach vs. 1000jobboersen.de von Sven kann ich so nicht ganz stehen lassen wie er geschrieben wurde.”

    Wie in einem oben stehenden Kommentar geschrieben, habe ich meinen Fehler eingestanden, dass 1000Jobboersen.de, nicht mehr den mir bekannten Service anbietet.

    “1000jobboersen.de bietet umfangreiche Agenturleistungen und Services wie z.B. Anzeigentextoptimierung und -gestaltung, Designvorlagen für Anzeigen, etc. an, durch die ein nicht unwesentlicher Teil des Umsatzes mit der Veröffentlichung von Stellenanzeigen generiert wird und dadurch die Recruitingkosten und auch der zeitliche Aufwand erhöht werden. Zudem wird wie von Wolfgang bereits geschrieben nur die Schaltung auf bestimmten Jobbörsen verkauft.”

    Ehrlich gesagt verstehe ich den Absatz von Ihnen gar nicht. Das passt alles irgendwie nicht zusammen, auch nach mehrmaligem lesen mit und ohne Brille. :)

    Was wollen Sie uns damit sagen? Dass 1000Jobboersen.de Geld mit der Textkorrektur und -änderung und des Designens von Stellenanzeigen, Geld verdient? Wenn ja, das ist natürlich so. Wie schon geschrieben, verlangen Sie doch auch Geld dafür, oder haben Sie das in Ihrer Kalkulation für Ihre Pakete eingerechnet, oder nicht?

    Auch verstehe ich nicht, was “durch die ein nicht unwesentlicher Teil des Umsatzes mit der Veröffentlichung von Stellenanzeigen generiert wird und dadurch die Recruitingkosten und auch der zeitliche Aufwand erhöht werden” bedeuten soll.

    Natürlich wird Geld mit der Veröffentlichung der Stellenanzeigen verdient. Sie möchten ja auch damit Geld verdienen, sonst würden Sie dies als Marketingleiter nicht unterstützen. Wie wird dabei der zeitliche Aufwand erhöht? Ich mein, da sitzen ja keine Anfänger, die schaffen es schon, an einem Tag das Design für eine Stellenanzeige umzusetzen und diese zu verbreiten.

  • Sven sagt:

    Zusammen gefasst möchte ich damit nur sagen, dass ich einen solchen Service grundsätzlich wirklich interessant und gut finde, jedoch nicht verstehen konnte dass es als die große Innovation hier gefeiert wurde. Es ist vielmehr so, dass ich dies einem Kunden halt nur als Ergänzung empfehlen würde. Denn wie oben am “Weg eines Jobsuchenden” erläutert, wird dieses Tool wahrscheinlich allein, nicht ganz ausreichend sein.

    Kombiniert man dies mit dem kostenpflichtigen Posting in Jobbörsen, welche man kostenlos nicht erreicht und/oder dem “Sponsored Posting” in Jobsuchmaschinen, dann macht das durchaus Sinn, denn die Reichweite wird ja, je nach Anzahl der Jobs (wenig Jobs, noch weniger Traffic, viele Jobs, relativ guter Traffic), durchaus erweitert.

    Trotzdem wünsche ich natürlich viel Erfolg, denn wenn sich der Gedanke das sich Unternehmen generell mehr dem “Online-Recruitment” zuwenden, durch ein solches Tool und den dazugehörigen Vertrieb erhöht, kann das nur im Interesse der ganzen Recruitingsoftware-, Jobbörsen- und Jobsuchmaschinen-Landschaft sein.

    Deshalb hätten die Reaktionen der Verantwortlichen von Germanpersonnel auch weniger angreifend, als eher kritikfähig sein sollen. Schließlich wollen diese ja einen Dienst mit etablieren, da können solche Reaktionen auch falsch gedeutet werden.

  • sven sagt:

    Hallo mir gefällt der Blog und das damit beschrieben Tool CandidateReach sehr gut. Werde das Ganze mal beobachten und testen. Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass die Jobsuche über Google sehr gut funktioniert.

    Gruß Sven

  • Matthias sagt:

    Hallo an Alle :-) ,

    hier mal eine erste Erfahrung: Wir haben dort eine Testschaltung gemacht (zumindest wurde uns mitgeteilt das die Stelle veröffentlicht wurde).

    Wir haben also die alle notwendigen Unterlagen per Mail angeliefert.

    Erst nach Rückfrage wurde uns mitgeteilt das die Stelle „wohl“ veröffentlicht wurde (wir konnten sie aber leider nirgends finden).

    Bei der Rückfrage wurde uns direkt mitgeteilt, dass auch schon eine Bewerbung vorliegen würde. Daraufhin wurde uns ein Lebenslauf zugesendet (ohne weitere Anschreiben)

    Das war vor 6 Wochen….. mehr kam nicht.

    Gesucht haben wir einen Vertriebler

    Gruß
    Matthias

  • Sven sagt:

    Hallo,

    ich wollte mal fragen ob wir nach nunmehr 3,5 Monaten schon eine Auswertung Ihres Testes bekommen können, wie Sie in Ihrem Kommentar geschrieben hatten.

    “Wie oben beschrieben, werde ich die Zahlen und Klickstatistiken auf die Anzeigen abwarten, bevor ich zu einem abschließenden Urteil (Empfehlung oder nicht) zu CandidateReach komme.”

  • Eva Zils sagt:

    stimmt, die steht noch aus – ich werde das mal anleiern.
    Danke für die Erinnerung!

  • Sven sagt:

    Ich will ja nicht drängeln, aber es ist jetzt 10 Monate her, das in diesem Beitrag von Folgendem die Rede war:

    “Und da mich vor allem die Klickzahlen nach dieser Testphase interessieren, kündige ich das gerne hier an (und hoffe, dass ich meinen Bloglesern im August ein paar Statistiken zeigen darf).”

    Mich und andere interessieren die Klickzahlen wirklich immer noch… :)

  • Eva Zils sagt:

    Hallo Sven,

    Du hast Recht – die wollte ich liefern. Ich hatte im Sommer bei Candidate Reach Zahlen angefragt. Bisher noch keine erhalten. Ich hake nach.

    Viele Grüße,
    Eva

  • Sven sagt:

    Danke… :)

    Wäre schön wenn es mal Ergebnisse geben würde, denn es wurden ja große Erwartungen geweckt (siehe Kommentare: angebliches “Job-SEO”, etc.). Nun ist ja langsam die Zeit gekommen, um den Erfolg der Marketingerfindungen (eben z.B. “Job-SEO” oder “JEO (Jobboard-Engine-Optimierung)”) in Zahlen zu belegen.

    Ein Verteiler ist eben ein Verteiler und jetzt sollen die Herrschaften einfach mal in “nachprüfbaren” Zahlen belegen, das mehr hinter den Marketingbegriffen steckt, als schöne neue Begriffe. :)

    Viele Grüße aus Berlin
    Sven

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