Eva Zils

Des Experteer’s Neuerungen – anonyme Bewerberprofile

Heute morgen erreichte mich eine E-Mail, in der ich von experteer-Neuigkeiten erfuhr. Diese dürften Headhunter und Personalberater alles andere begeistern. Seit gestern werden alle Kandidaten (während einer Betaphase) anonym geschaltet. Die ursprüngliche Funktionalität, dass der Kandidat auswählen kann, ob er anonym bleiben möchte oder nicht, besteht nicht mehr.

Nach einer kurzen Recherche wurde herausgefunden, dass experteer auf Feedback der Personaler abwartet. Jedoch wird weder auf diese Änderung noch auf den Wunsch nach einer Rückmeldung auf der Website hingewiesen. Benachrichtigt wurden die Nutzer offensichtlich nicht.

Headhunter und Personalberater stehen nun vor der Problematik, dass die (vormals nicht anonymen) Kandidaten nicht mehr mit ihrem Namen angeschrieben werden können. Dazu kommt, dass ein Großteil der Personen auf Experteer nur einen Basicaccount besitzt, so dass so genannte Antwortgutscheine (kostenpflichtig) vermehrt eingesetzt werden müssen, um herauszufinden, ob der jeweilige Kandidat dem Recruiter bereits bekannt ist.

Begründet wurde der Schritt durch den Wunsch vieler Kandidaten, die gerne ein wenig mehr Vertraulichkeit in der Datenbank wünschen. Da es jedoch bereits vorher die Möglichkeit gab, sein Profil anonym zu halten, ist dieses Argument nicht stichhaltig.

Was hat experteer dazu bewogen, diese Maßnahme zu ergreifen? Sollen damit weitere Geldquellen angezapft werden in diesen umsatz- und gewinnschwachen Zeiten? Ich freue mich auf Ihre Reaktionen.

Jetzt auf Xing empfehlen

4 Kommentare

  • thorstens sagt:

    das ist mal wieder typisch für experteer. das ist so ein geldgeiler abzocker laden.. das stinkt zum himmel.. die haben 8 mio von wellington bekommen und müssen jetzt auf gedeih und verderb die kohle zurück erwirtschaften… als kandidat ist man bei xing ohnehin schon verloren.. selbst als die profile sichtbar waren, hatte im schnitt jeder kandidat im jahr nur 7 headhunter besuche auf seinem profil was natürlich nix ist angesichts der ganzen kosten..

    wird zeit für einen seriösen player am markt..

  • Torben Rick sagt:

    Gut das es XING und Linkedin gibt.

  • stephan5505 sagt:

    war von experteer nicht anders zu erwarten. das die 8 mios von wellington wusste ich nicht, erklärt aber einiges.
    …und XING ist auch nicht der Heilsbringer.

  • Thorsten sagt:

    Hallo Eva,

    ich könnte mir eher vorstellen, dass man bei Experteer gemerkt hat, dass das Geschäft an ihnen vorbeiging. Ist es nicht so, dass, wenn man den Namen erst mal kennt, die Person über andere Networks wie XING, LinkedIn, Facebook unsw…ausfindig machen kann. Dann weiß man wo er/sie arbeitet und ruft an? So werden es nicht wenige machen, da sie wissen, das die schriftliche Resonanz nicht immer berauschend ist. Die Direktansprache bietet da mehr an Möglichkeiten.

    Würde mich als Betreiber auch ärgern und diese Lücke hätte ich schon längst geschlossen. Im Nachhinein ist dies nur immer schwer zu vermitteln. Es aber tonlos zu machen, dürfte einigen vielleicht sauer aufstossen.

Trackbacks and Pingbacks

Kommentieren Sie (erfordert Freischaltung durch Admin)