Eva Zils

Employer Branding und Hochschulabsolventen Marketing – was bringt’s?

Ich denke, eine ganze Menge, und das sogar, wenn sich Unternehmen nur ein ganz klein wenig ins Zeug legen.

Auf ein sehr effektives Beispiel bin ich auf meinem Lieblingsonline Wörterbuch LEO aufmerksam geworden: McKinsey spricht hier Studenten und Absolventen an. In der ersten Phase des animierten Banners sieht man das:

rekrutierungskampagne absolventen

Und in der zweiten Phase das:

studenten jobs

Ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle sehr gerne einen Witz gelesen hätte, denn diese Kandidatenmischung halte ich für sehr spannend ;-) Aber die Botschaft hat was. Gut gemacht!

Auf spiegel.de bin ich über ein weiteres Beispiel für gelungenes Personalmarketing gestoßen, denn Bosch hat sein PreMaster-Programm gestartet. Zum Interview mit Arbeitsdirektor Wolfgang Malchow geht’s hier: Pflichtlektüre für Personaler.

A propos spiegel.de: Thorsten von blogaboutjob hat dort ebenfalls einen sehr interessanten Artikel entdeckt, der sich mit IT-Fachkräften befasst. Sehr lesenswert.

Und die Zitrone zum Schluss, um zu zeigen, wie man sich (potenzielle) Bewerber, auch für eine eventuelle spätere Einstellung, vergrault:
Ein Bekannter hatte sich im Februar bei einer Freiburger Medienagentur auf eine freie Stelle beworben. Um den Zwischenstand seiner Bewerbung zu erfahren, rief er nach zehn Tagen an, wo ihm mitgeteilt wurde, dass seine Unterlagen noch nicht geöffnet worden waren (!). Danach gab es eine lange Funkstille, in denen sich mein Bekannter bereits anderweitig orientiert hatte. Vier Monate später, Anfang Juni, kam eine kurze Absage. Darin standen noch nicht einmal Worte wie “Wenn Sie damit einverstanden sind, behalten wir Ihre Unterlagen, um Sie bei einer passenden freien Stelle zu kontaktieren”. Da besteht definitiv Verbesserungspotenzial.
(By the way: Ich find’s lustig, denn eine der Damen aus der Personalabteilung eben dieses Unternehmens hat den Newsfeed meines Blogs per E-Mail abonniert ;-) )

3 Kommentare

  • Thorsten sagt:

    Ob es wohl ein Verfallsdatum für Absagen gibt? 3 Wochen, 4 Monate oder 9 Monate? Habe in meinem Fundus eine Absage von einem Unternehmen aus dem Bereich der textile Medizinprodukte. Nach über einem Jahr kam die Absage, immerhin mit einer “kleinen Aufmerksamkeit”: ein Päckchen Sonnenblumensamen :-) Gewissenhaft ist die Personalabteilung schon, dauert eben nur!

  • Thomas sagt:

    Jo, ich hatte mal von http://www.cisco.com ne Absage nach neun Monaten aus San Francisco per Post Karte !! auch ned schlecht, aber mit dem dezenten Hinweis, dass Sie meine Daten speichern für zukünftige Opportunitäten! LG TS

  • Finzo sagt:

    Bewarb mich mal bei der FIFA.. Nebst der HR-Verantwortlichen durfte sich noch eine HR-Praktikantin zu uns gesellen.

    Wie es sich gehörte, war ich natürlich bestens übers Unternehmen informiert. Leider. Die HR-Menschen wussten weniger über die FIFA als ich und das was man von einem Bewerber an Fachwissen voraussetzen durfte, wurde nochmals in einer Ruhe Satz für Satz erklärt. Nun, ich glaube ich konnte es nicht verbergen, dass mir dieses ganze Umfeld schon damals nicht zusagte. Egal, auf jedenfall tel ich nach 3 Tagen, um Ihnen meinen Entscheid mitzuteilen, kurz und gut…2 Monate später erhalte ich eine 0815-Email, wo mir erklärt wurde, dass man sich für jemand anderes entschieden hätte.. nun ja…

Trackbacks and Pingbacks

Kommentieren Sie (erfordert Freischaltung durch Admin)