Jobbörse Monster

Die ursprüngliche Version von Monster wird in den USA im August 1992 von Bill Warren unter dem Namen Online Career Center (kurz: OCC) in den USA gegründet.

In Deutschland wird eine eigenständige Niederlassung im Jahre 2000 eröffnet. Das amerikanische Monster-Konzept kann sich im deutschen Sprachraum nicht durchsetzen, da keine länderspezifische Strategie entworfen wird, sprich, es wird nicht lokalisiert oder sich den dortigen Marktgegebenheiten angepasst. Ein schwerwiegender Fehler, den trotz zwischenzeitlich vieler, auch anderer, Misserfolge noch heute viele weitere US-amerikanische Player begehen.

 

monster-at-workZum Beispiel: Während sich am deutschen Stellenbörsenmarkt das individuelle Anzeigendesign im Corporate Layout des inserierenden Unternehmens etabliert hat, hält Monster an Standard-Textanzeigen mit Logo-Einbindung fest. Darüber hinaus wird pro Bundesland, in dem die Anzeige erscheinen soll, der Preis einer neuen Veröffentlichung berechnet. Das ist für Personalverantwortliche auf dem deutschen Markt nicht akzeptabel. Das Monster-Maskottchen, der „Trumposaurus“, findet bei den eher konservativ angehauchten Personalern genauso wenig Gefallen.

 

Im April 2004 verkauft Adecco seine Jobpilot-Anteile an Monster Worldwide. Der deutsche Marktführer geht für 74,5 Millionen Euro an den US-amerikanischen Konkurrenten, der damit die Spitzenposition in diesem Land erlangt. Die verbleibenden Wettbewerber, stellenanzeigen.de, Jobware.de, StepStone.de und JobScout24.de wappnen sich, um den neuen Monster Widerstand zu leisten. Der deutsche Markt zieht an, die Konsolidierung unter „den Großen“ hat begonnen.

 

In den Jahren nach der Jobpilot Übernahme erfährt Monster eine zunehmende Wettbewerbssituation: Die Konkurrenz erkennt ihre Chance, Marktanteile zu gewinnen. Vor allem StepStone, stellenanzeigen.de und Jobware nutzen die Gunst der Stunde, um sich stärker am Markt zu positionieren. StepStone gelingt es, nachdem Axel Springer die norwegische Gesamtgruppe 2009 übernommen hat, die Marktführerschaft sukzessive zu erlangen.

 

2008: 100 % an ChinaHR

 

Monster startet 2011 eine Facebook App namens BeKnown, die sich im Laufe der Zeit eher schwach entwickelt, obwohl sie seit 2012 ebenfalls in den Stellenmarkt integriert ist. Experten gehen davon aus, dass dieser Schritt unter anderem dazu gedacht war, das Monster für zukünftige Käufer attraktiver zu machen. Im März 2012 kündigt Monster CEO Sal Iannuzzi offiziell an, dass Monster Worldwide zu haben ist – in Summe oder in Teilen.

Anfang 2013 kehrt der Jobpilot wieder zurück – der ehemalige deutsche Marktführer, der 2004 von Monster Worldwide aufgekauft worden war, wird einer Erneuerungsoperation unterzogen und neu gelauncht. Die Jobsuche wird vereinfacht, die Stellenangebote stammen aus dem Monster.de-Fundus und werden auf die Monster-Domain weitergeleitet. Totgesagte leben länger!

Bis Juli 2013 ist Monster noch immer nicht veräußert worden. Im August 2013 kündigt Monster-CEO Sal Iannuzzi an, dass vorerst an der Weiterentwicklung des Portals und der Produkte gearbeitet wird. Ein Käufer wird nicht mehr aktiv gesucht, man bleibt jedoch offen für Angebote von außen. Für den europäischen Markt ist dies auch besser so.

November 2013 verkauft Monster Worldwide 49,9 Prozent des koreanischen Portals Jobkorea, geht ein Joint Venture mit der finnischen Alma Media Gruppe für Osteuropa ein. Dabei kündigt Monster ebenfalls an, im kommenden Jahr neue Geschäftsmodelle vorstellen zu wollen.

Ende Februar 2014 kauft Monster Worldwide den „People Aggregator“ TalentBin und die Twitter Jobsuchmaschine Gozaik. Das eigene „Netzwerk-im-Netzwerk“ BeKnown ist schon länger nicht mehr aktiv.

Im Mai 2014 ist es dann soweit: Monster stellt die neue Strategie und neu bzw. anders gebündelte Produkte vor. Eine der interessantesten Entwicklungen: Monster wird zukünftig neben den käuflich zu erwerbenden Stellenanzeigen performance-basierte Anzeigenschaltungen anbieten, sprich, wie eine Jobsuchmaschine fungieren. Dazu werden weitere Jobs im Internet aufgespürt, aggregiert und auf dem Jobportal indexiert.

Pünktlich zur HR-Messe Zukunft Personal präsentiert Monster Deutschland die ersten neuen Produkte und Services, vor allem die Twitter Cards für Monster Anzeigen.

Im Frühling 2015 starten die ersten Tests des CPC-Job Posting Modells in den USA. Dort befindet sich das Produkt in der Beta-Phase. In Europa soll das Produkt sukzessive ab Herbst oder Winter 2015 eingeführt werden.

Die so genannten „Social Ads“ wurden von Monster zunächst in Großbritannien gelauncht. Für die restlichen europäischen Länder ist ein Produkt-Rollout ab Sommer oder Frühherbst 2015 geplant.

Bis dato (Jahreswechsel 2015) ist davon aber noch nichts zu sehen oder zu hören.

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