Gestern entdeckte ich – unter anderem durch die Social Media Aktivitäten von Monster – das lesenswerte Interview von Till Kästner auf dem saatkorn.-Blog. Dabei hat vor allem die zweite Hälfte des Beitrags (nach dem üblichen Marketinggeplänkel) Aufmerksamkeit verdient.
Dort spricht Till Kästner nämlich die Problematik der Reichweitenmessung bei Jobbörsen an. Genau dies bemängele ich bereits seit knapp drei Jahren, wie es mein Blogpost zu Jobbörsen Nutzerzahlen und Reichweite belegt. Bereits hier sprach ich von einer notwendigen objektiven Messung der User, so wie es in beispielsweise in Großbritannien durch die NORAS-Erhebung seit vielen Jahren der Fall ist. Nur die britischen Jobbörsen, die sich hier prüfen lassen, werden auf dem Markt ernst genommen.
Kästners Idee, dass sich die Stellenbörsen nicht nur der IVW, sondern auch der AGOF-Messung anschließen sollten, halte ich für sehr gut. Bisher scheint Monster die einzige Jobbörse zu sein, die sich dem Verfahren unterzieht. Gute Sache, und ich hoffe, dass wir in einigen Monaten die AGOF Internet Facts für Online Recruiting Kanäle einsehen können. Diese sollten dann natürlich auch weitere Medien wie Jobsuchmaschinen und – falls das technisch umsetzbar ist – auch Social Media enthalten.
Wo wir gerade von Jobbörsen sprechen, möchte ich noch auf den heutigen Launch von jobboersenfinder.de hinweisen. Bisher wurden insgesamt 934 verschiedene Jobportale erfasst. Hier können sich Suchende eine Anzahl von passenden Online-Medien je nach Branche und Typ (Jobbörse, Social Media, Jobsuchmaschine, Universität) anzeigen lassen.
Ganz logisch erscheint mir die Ausgabe der Medien jedoch nicht zu sein. So werden z.B. bei der Suche “Regional” unter anderem Seiten wie Monster, stellenanzeigen, StepStone und JobScout24 genannt, aber nicht etwa Jobware! Und das, wo die Paderborner doch sehr gute regionale Zeitungen wie die Badische Zeitung, sueddeutsche oder Stuttgarter Zeitung im Portfolio haben. Dafür sind dann die Jobbörsen dieser Blätter gesondert aufgeführt….
Die Logo-Darstellung benötigt ein paar Verbesserungen. Es sieht so aus, als wären diese eben schnell in der Größe hochgeladen worden, wie sie der Marketingabteilung gerade vorlagen (nichts für ungut, aber viele Jobbörsen sind erst nach genauem Hingucken zu erkennen
.
Letzten Endes ist die Sache ja die, dass der Jobbörsen-Beratungsbedarf nach der Nutzung des jobboersenfinders nach wie vor besteht – was bestimmt auch der Sinn dahinter ist. Daher ist das Portal zwar eine sehr interessante, wenn auch unvollständige Zusammenstellung von Medien, die sich zur Personalsuche im Internet eignen können. Aber mehr eben auch nicht. Dennoch lasse ich mich gerne nächste Woche auf der Zukunft Personal eines Besseren belehren.
So, ich glaube, jetzt habe ich ein paar Freunde auf meinem beruflichen Facebook-Account weniger
[...] die Seite mit den ganzen Icons einmal aufgebaut hat. Wollen wir einmal schauen, ob es sich lohnt. Eva Zils hat sich schon intensiver damit beschäftigt und neben der mangelnden Logo-Darstellung auch die [...]
[...] Jobbörsen Reichweitenmessung [...]
Hier informiert Sie die Online Recruiting Beraterin Eva Zils über die neuesten E-Recruiting Trends, kommentiert das Geschehen rund um deutsche und internationale Stellenbörsen, berichtet über neue E-Recruiting Trends und sammelt in ihrem neuen Blog Social Media Recruiting alles Wissenswerte zum Thema Personalmarketing im Web 2.0!
Seit 2004 berät Eva Unternehmen bei der Auswahl der am besten geeigneten Internetmedien, um die qualifizierte Bewerber Zielgruppe anzusprechen.
Dieser HR-Blog besteht seit Juli 2007 und hat seitdem in der Branche seinen festen Platz mit einem guten Ruf. Nutzen Sie den großen Fundus an Informationen und nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt auf!
© 2012 Online-Recruiting.net. Alle Rechte vorbehalten.
Hi Eva,
Bis zum offiziellen Launch auf der Zukunft Personal hat der jobboersenfinder.de dann auch die Kinderkrankheiten überwunden. Wir freuen uns auf Deinen Besuch an unserem Stand.
freut mich, dass Dir der jobboersenfinder.de eine Nachricht wert ist. Die ganze Welt der Jobbörsen zu kategorisieren stellt sogar erfahrene Jobbörsianer vor eine erhebliche Herausforderung
Grüße
Florian
Hallo Eva,
da hat Till recht, AGOF ist ein guter Vergleich. XING ist z.B. seit 2 Monaten AGOF ausgewiesen, um eine Vergleichbarkeit zu schaffen (neben der IVW ausweisung)
Viele Grüße
Ja wirklich sehr interessant die Jungs von Monster. Jahrelang war Monster die unangefochtene No. 1 in Deutschland (was auch nicht gerade gering kommuniziert wurde) und kaum wurden sie von Stepstone überholt, sind genannte Zahlen am Markt “unseriöse Werbung” und man schreit nach einheitlichen Vergleichen.
Gleichzeitig wird auf der Monster Seite die “Nielsen Studie” veröffentlicht, auf der Monster als “mit Abstand Deutschlands bekannteste Jobbörse” bewertet wird. Dies ziehe ich nicht in Frage (auch wenn Jobscout24 was anderes behauptet), es ist aber zu einfach in den starken Bereichen nach einheitlichen Zahlen zu schreien und andere Kriterien (z.B. Quantität und Qualität der Bewerbungen) unter den Teppich zu kehren.
Bekanntheit und Reichweite hin oder her, unterm Strich zählen für einen HR-Verantwortlichen beim Recruiting zuerst: Anzahl der Bewerbungen auf eine Stelle und Qualität der Bewerbungen auf eine Stelle. Und hierzu hat der letzte Medialeistungstest von Westpress Monster nicht gerade ein Zeugnis mit Sternchen ausgestellt. Auch bei der Zufriedenheitsstudie von Crosspro-Research wird Monster wieder einmal von den Usern im hinteren Segment gewertet.
Bewerber-Quantität und Qualität als branchenweite einheitliche Messzahlen, wer macht hier mit?
@Florian: ich bin gespannt, wie Ihr das Baby weiterentwickelt. Vor allem bin ich daran interessiert, wie Ihr mit den Daten uptodate bleibt. Diese wolen ja regelmäßig aktualisiert werden
Ist es denn auch geplant, die jeweiligen Listenpreise und Laufzeiten, etc. und weitere Informationen zur Schaltung anzugeben? Damit wäre dieser Suchmotor wirklich sehr gut ausgestattet und würde zu einer zentralen Anlaufstelle für Jobbörseninformationen werden. Und das wollt Ihr ja, oder?
LG aus Straßburg
@Dan: in der Tat kommt es dem Personaler letzten Endes ausschließlich auf die Qualität der Bewerbungen und der Einstellbarkeit der Kandidaten an. Die “richtigen” Bewerber auf eine Plattform wie Monster, StepStone, etc. zu locken, sollte natürlich an oberster Stelle des Jobbörsen Marketings stehen.
Das Qualitätsempfinden bei Bewerbungseingängen ist subjektiv. Zum Beispiel kann ein Kandidat sehr gute Qualifikationen aufweisen, die aber eben unpassend für die ausgeschriebene Stelle sind. Dies kann letztlich u.A. auch damit zusammenhängen, dass das gewünschte Profil in der Anzeige selbst nicht detailliert genug geschildert wurde.
Ich denke, einen Richtwert benötigt die Branche auf jeden Fall. Nutzer- und Reichweitenzahlen sind im Internet die am besten messbaren Größen. Daher finde ich die AGOF-Untersuchung als möglichen Standard für Jobbörsen sehr gut.
Ich bin sogar eher (positiv) erstaunt, dass sich Monster dieser Prüfung freiwillig unterzieht, da gerade diese Jobbörse in der Vergangenheit mit eindeutigen Auskünften zu Zahlen eher zurückhaltend war.