Das Wetter soll ja dieses Wochenende nicht so schön werden, und wer nicht zum exzellenten ORSO-Neujahrskonzert ins Freiburger Konzerthaus kommen kann (gibt noch Karten), dem liefere ich ein wenig Lesestoff.
Los geht’s:
- Es gibt eine neue empirische Studie zum Social Media Recruiting aus dem Hause embrace. Das (leider) wenig überraschende Ergebnis ist bisher, dass über Social Media Recruiting nach wie vor mehr diskutiert wird als dass das Thema angegangen wird. Ehrlich gesagt auch kein Wunder, da es zum einen im Vorfeld entweder eine Menge zu klären gibt (wer darf was, wann und wie sagen; die Geschäftsleitung hat auch noch ein paar (berechtigte) Bedenken, usw.) oder aber die Firmen durch die vielen Social Media Berater, die ihnen weismachen wollen, dass man ohne ordentliche und durchdachte Strategie sowieso nicht erfolgreich sein kann, verunsichert sind und das ganze Thema weiter auf die lange Bank schieben. Da haben wir den Salat.
- Dabei hat zum Beispiel Facebook (um mal einen der Social Networks zu nennen, aber bei Social Media Recruiting denkt sowieso jeder nur an den blauen Giganten aus Palo Alto) in Europa an die 230.000 Jobs geschaffen. Also nicht etwa Jobs für das Netzwerk selbst, sondern für die Unternehmen, die sich mit Facebook beschäftigen (App-Entwickler, Community Manager, Social Media Berater,…). In Deutschland sollen 36.000 Jobs dadurch entstanden sein, in UK 35.000 und in Frankreich 22.000 -> (übrigens tolle Infographik).
- Wo wir gerade von Frankreich sprechen: JobinTree (wegen der Anordnung der Job-Kategorien und Branchen in “Baumstruktur” und weil Branche ja auch Ast bedeutet…) konnte sich einen neuen Investor angeln, der 1,8 Millionen Euro in ein neues, noch geheimes Projekt steckt. Ich konnte der Seite noch nie viel abgewinnen, außer, dass sie mit SEM viele Kandidaten auf ihre Site lockte. Aber wer macht das heute nicht? Trotzdem ein Bravo an die Franzosen, denn wer möchte einer Jobbörse in einem Land, das von Standard & Poor’s auf AA herabgestuft wurde, schon Geld geben?
- Gerhard Kenk hat den Kai Deininger Abgang bei LinkedIn auch kommentiert und dabei eine sehr lesenswerte Analyse über die Anzahl der Stellenangebote in Jobbörsen, sozialen Netzen und Jobsuchmaschinen gepostet. Aua!
- Henner Knabenreich hat sich ein paar Gedanken zu Nutzen und Zweck des Employer Branding gemacht. Die Wollmilchsau Tobi hat dagegen argumentiert und ein Plädoyer für den Begriff Employer Branding verfasst. Wer hat Recht? Natürlich beide!
- Der DGFP hat meinen Artikel zur Effizienz von Stellenbörsen im Vergleich zu Social Media Recruiting verarbeitet, und das kam dabei heraus. Danke für die freundliche Erwähnung!
- Marcus hat StepStones Gehaltsstudie ausgewertet. Lesens und ansehenswert!
Genießen Sie das Wochenende!