Gerade eben fand ich auf Joel Cheesmans Blog einen Artikel zu Monsters innovativer, weltweiter Restrukturierungsstrategie. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst: Weltweit werden ab sofort bis Anfang 2008 insgesamt 800 Stellen abgebaut. Das entspricht einer Kürzung von 16% des bisherigen Mitarbeiterbestandes weltweit.
In einem Brief an die Monster Mitarbeiter, der heute morgen versendet wurde, rechtfertigt der seit etwas mehr als drei Monaten amtierende CEO Sal Iannuzzi die Massenentlassungen als notwendiges Übel beim Erreichen der neuen großen Ziele. Darunter folgende: Weltweit die Nummer 1 im Bereich Online Rekrutierung zu bleiben und seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihr Potenzial zu entwickeln (jedenfalls denen, die noch da sein werden.)…
Den Monster-Kunden wurde zeitgleich ebenfalls ein Schreiben zugesendet (englische Version hier), in dem die neue Monster-Strategie vorgestellt wird, z.B.: Neue Produkte und ausgedehnte Marktpräsenz. Von 800 Entlassungen wird nicht gesprochen.
Das ist wohl auch besser so. Denn wie soll eine reduzierte Monster-Mannschaft besseren, innovativen Service erbringen, wenn dieser bisher kaum geleistet wurde? Rein auf technischer Ebene gibt es gerade in Deutschland viele Probleme: Aktuelle Anzeigen werden bei Serverupdates willkürlich offline gestellt oder deaktivierte Anzeigen werden wieder mit neuem Datum veröffentlicht. Die Spiegelung von Anzeigen zwischen der Jobpilot- und Monsterplattform funktioniert nicht immer reibungslos. Und für die Veröffentlichung einer Anzeige werden oftmals die bis zu 72 Stunden Mindestzeit in Anspruch genommen.
Und wozu stärkere Marktpräsenz? Monster-Werbung ist überall zu sehen und in Frankreich wurde für 2006 ein so hohes Marketingbudget veranschlagt, dass nahezu kein Gewinn in die französischen Kassen kam.
Ich bin gespannt, was uns in der Monster-Zukunft erwartet.
Hier gibt’s weitere Infos zum Warum und Weshalb?
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Monster musste in letzter Zeit hart einstecken, weil viele Fehler im Marketing gemacht wurden. Möglicherweise könnte dies schon das Echo sein, welches durch diesen Fehler verursacht wurde. In Deutschland fahren wir nun mal andere Strategien wie in den USA. Die wirklichen Gründe wird von Monster niemand bekannt geben. Bin gespannt wie es weitergeht. Schöner Artikel!
@ Thomas: Vielen Dank für den Kommentar. In der Tat laufen die Dinge in Deutschland (sowie im Grossteil der CEE-Region) anders. Ich vermute, dass dies dem frühen Einfluss der Jobpilotler zu verdanken ist, die sich nach Übernahme durch Monster stark und erfolgreich dafür eignesetzt haben, dass weitgehend Jobpilot-Policy betrieben wird.