Online Jobbörsen in Deutschland

Alles über Jobbörsen in Deutschland und Linkverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung der Stellenbörsen und Märkte

 

Deutschland ist ebenfalls eines der europäischen Länder, das den Trend zur Vermittlung von Personal per Internet schnell aufgreift. Die ersten namhaften und heute noch präsenten Jobbörsen gehen um das Jahr 1995 an den Markt. Zunächst gründet Dr. Roland Metzger (hier zum Interview aus dem Jahre 1999) mit Jobs & Adverts die Grundfesten für den zukünftigen deutschen Marktführer. Später firmiert Jobs & Adverts in Jobpilot um, wird 2002 an die Schweizer Adecco-Gruppe verkauft und im April 2004 schließlich von Monster Worldwide übernommen.

Beinahe zeitgleich startet der Unternehmer Michael Weideneder die Münchner Jobbörse stellenanzeigen.de. Ebenfalls 1995 gründet Dr. Randolph Vollmer die Jobware Online Service GmbH. 1996 wird die zugehörige Stellenbörse Jobware gelauncht. Beide online Stellenmärkte, stellenanzeigen.de und Jobware, sind aus der heutigen deutschen Jobbörsenlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Das heutige StepStone.de entsteht zunächst in Norwegen. Dort ruft Erik Bakkejord 1994 die Website ICES ins Leben und tauft diese 2 Jahre später in JobShop um. Daraus geht schließlich die norwegische StepStone ASA hervor. In Deutschland erscheint StepStone.de aus der Fusion von Careernet und Jobshop. Heute liegt die StepStone ASA zu 100 Prozent in den Händen der Axel Springer AG. StepStone.de befindet sich überdies in der Axel Springer Digital Division ADC, die zusammen mit dem Investor General Atlantic im März 2012 angelegt wird. Bereits im April 2012 schlägt die neue ADC Division zu: Totaljobs wird in Großbritannien erstanden, im August des selben Jahres wird die allesklar.com AG, Betreiberin des regionalen Jobbörsenanbieters meinestadt.de, erworben.

1998 wird Jobsuche.de ins Web gestellt. Zwei Jahre später, 2000, wird diese Jobbörse in die Schweizer Scout24-Gruppe eingegliedert und erhält ihren heutigen Namen JobScout24.de. 2003 kauft T-Online die Scout24-Gruppe. Ende 2004 wird die Jobbörse mit der Domain jobs.de übernommen und wird sukzessive in eine Jobsuchmaschine umfunktioniert. Die in den USA führende Jobbörse Careerbuilder akquiriert JobScout24.de im Jahre 2011, nachdem die US-Amerikaner am deutschen Jobbörsenmarkt mit ihrer eigenwilligen Strategie nur schwerlich Fuß fassen können.

Interessanterweise haben sich die beiden vorab genannten Stellenbörsen ein weiteres Standbein aufgebaut, nämlich die Vermarktung ihrer Jobbörsen-Technologie an Verlage. Dieses Geschäftsfeld hat sich darüber hinaus auch bei anderen Anbietern etabliert wie beispielsweise bei den Jobsuchmaschinen kimeta und Jobbörse.com (vormals icjobs, und seit Januar 2015 im Besitz von XING).

Es gibt ebenfalls weitere Jobportal-Software Builder wie zum Beispiel Joblocal, welche Ende 2014 von der Funke Mediengruppe aufgekauft werden. Die gleiche Mediengruppe erwirbt übrigens Anfang 2015 die auf Hochschulabgänger spezialisierte Jobbörse Absolventa mitsamt deren Assets.

Der deutsche Jobbörsenmarkt zeichnet sich vor allem durch die Vorherrschaft von nationalen Marken aus. Zwar sind internationale Player wie Monster und StepStone ganz vorne, jedoch hat es vor allem Monster bei seinem deutschen Markteintritt schwer, weshalb 2004 der damalige Marktführer Jobpilot aufgekauft wird. Die StepStone Gruppe ist zwischenzeitlich zu 100 Prozent in Axel Springers und damit in deutschen Händen.

Internationale Stellenbörsen müssen sich in Deutschland auf schwierige Verhältnisse einstellen, wenn sie sich im Online Recruitment erfolgreich positionieren möchten. Eine 1:1-Übernahme eines weltweit funktionierenden Konzepts wird am deutschen Markt nicht zwingend Früchte tragen. Vor allem im Bereich Anzeigengestaltung – deutsche Unternehmen veröffentlichen ihre Jobs gerne im eigenen Unternehmenslayout – können internationale Anbieter kaum punkten, da diese oftmals nur Textanzeigen mit Logo anbieten. Stellenangebote als eigene HTML-Seiten zu veröffentlichen, stellt generell eine große Herausforderung dar, die die Anzeigenpreise erhöhen und die Handhabung der online Jobs erschweren.
Daher ist das Preisniveau in Deutschland im europäischen Vergleich sehr hoch – abgesehen von Skandinavien und einer Jobbörse in Belgien.

Der so genannte Virtuelle Arbeitsmarkt macht in den Jahren 2003 und 2004 von sich reden. Im Dezember 2003 wird das Portal des reformierten Arbeitsamtes und damit der Bundesagentur für Arbeit, wie es sich seither nennt, gelauncht. Unter www.arbeitsagentur.de sollen Arbeitslose und Jobsucher aller Art ihr Glück finden. Zum Start sind an die 350.000 freie Stellen über das Portal verfügbar. 2 Millionen Bewerber sind registriert.

Doch schon bald erweist sich das 100 Millionen Euro schwere Projekt, das von Accenture und der Agentur BBDO, umgesetzt wurde, als Flop: technische Mängel, keine effiziente Kommunikation, keine Online-Hilfe für die überforderten Bewerber.

Bereits im Vorfeld wird das ambitionierte Projekt heftig kritisiert. Print-Stellenmärkte, deren Geschäftszahlen seit dem Start der Online Jobbörsen einbrechen, bemängeln, dass sie durch das kostenfreie Angebot der BA noch mehr Umsatzanteile verlieren werden. Kommerzielle Jobbörsen befürchteten, dass durch die kostenfreien Anzeigenschaltungen auf dem Jobportal der BA der gut funktionierende und wettbewerbsstarke Jobbörsenmarkt in Deutschland gefährdet würde. Gespräche zwischen der BA und Vertretern der größten deutschen Stellenmärkte haben zur Folge, dass sich die kommerziellen Anbieter zurückziehen und sich nicht in das Projekt einbinden lassen möchten. Seither hat sich die Lage dahin gehend beruhigt und stabilisiert, dass sowohl arbeitsagentur.de und kommerzielle Jobbörsen nebeneinander existieren.

Seit einigen Jahren fällt auf – vor allem seit 2010/2011, dass immer häufiger US-amerikanische Jobportale und Recruiting-Dienstleister auf den lukrativen deutschen Markt drängen: Hier ist zum einen das Business Netzwerk LinkedIn zu nennen, die mit ihrem Markteintritt im Sommer 2011 vor allem dem Hamburger XING das Platzhirsch-Dasein streitig machen möchten. Mehr zu LinkedIn in Deutschland hier.

Zum anderen plant der US-Jobsuchmaschinen-Gigant indeed, den deutschen Online-Recruiting-Markt und die Jobsuche generell zu revolutionieren: Im September 2012 wird das Gesamtkonstrukt indeed von der japanischen HR-Firma Recruit übernommen. Mit den finanziellen Mitteln im Rücken soll die internationale Expansion vorangetrieben werden. Im Juli 2013 wird bereits das erste deutsche indeed-Büro in Düsseldorf eröffnet. Der Geschäftsführer, Frank Hensgens, hat bis 2011 elf Jahre bei StepStone Deutschland gearbeitet und dabei auch als Geschäftsführer Central Europe fungiert.


Checkliste und Info: Welche ist die beste Jobbörse?

 

Business Netzwerke in Deutschland

 

Das so genannte Web 2.0 hält ab 2009/2010 Einzug in die deutschen Personalabteilungen. XING, das führende professionelle Netzwerk im deutsch-sprachigen Raum, wird 2003 in Hamburg zunächst unter dem Namen Open Business Club (OpenBC) von Lars Hinrichs gegründet. 2006 wird die erfolgreiche Plattform in XING umgetauft und wird an der Börse notiert. Einer der Großaktionäre von XING ist seit 2009 das Medienhaus Hubert Burda Medien.

2007 wird der XING Marketplace eingeführt: nun können (in der Anfangsphase noch kostenlos) Jobs veröffentlicht werden. 2009 wird es möglich, Anzeigen im individuellen Firmenlayout zu schalten.

XING wird in vielen Studien als das am häufigsten genutzte Netzwerk für Social Media Recruiting genannt. Dabei legen Personaler vor allem Wert auf eine statische Firmenpräsenz auf XING. Für Social Media Recruiting Experten und Berater stellt dies jedoch nicht das Kernstück einer Social Media Recruiting Strategie dar.

XING erhält im Sommer 2011 stärkeren Wettbewerbsdruck aus den USA: LinkedIn eröffnet ein Büro in München für die DACH-Region. Dies scheint XING, das seit 2010/2011 die internationalen Aktivitäten in Spanien und der Türkei reduziert und diese Niederlassungen schließlich abschreibt und sich somit auf den deutsch-sprachigen Markt konzentriert, nicht daran zu hindern, sich auszudehnen. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet XING sogar mehr Neuanmeldungen in der DACH-Region als LinkedIn.

Im September 2012 präsentiert XING in Kooperation mit Promerit den „XING Connector„: eine Schnittstelle, um Bewerbermanagementsysteme an das Netzwerk anzuschließen und dabei gleichzeitig Jobs auf XING zu veröffentlichen. Bewerber können ihre Profildaten direkt über den „Bewerben mit dem XING-Profil-Button“ in das System einspeisen und sich auf eine Stelle bewerben. Kurz darauf geht der XING Talent Manager (XTM) an den Start und löst damit die vorherige Recruiter-Mitgleidschaft ab. Im Oktober 2012 wird die geplante mehrheitliche Übernahme von XING durch den Burda-Verlag angekündigt (2013 werden davon 6,6 Prozent wieder an einen deutschen Investmentfonds verkauft – die Mehrheitsbeteiligung bleibt mit 52,6 Prozent bestehen).

Im Januar 2013 kauft XING die Arbeitgeber Bewertungsplattform kununu für 3,6 Millionen Euro. Einige Monate später wird das neue XING-Employer-Branding-Profil eingeführt. Die Kosten dafür sind im Vergleich zu den vorherigen Firmenprofilen stark gestiegen, der Sinn und Nutzen wird in der Community diskutiert. Im Juli 2013 meldet XING, dass ab Mitte des Monats alle auf XING geschalteten Jobs automatisch eine kununu-Arbeitgeber Bewertung aufweisen.

Im Sommer kommen Gerüchte auf, XING könnte verkauft werden. Einer der potenziell gehandelten Käufer ist LinkedIn.

Pünktlich zur Personalmesse Zukunft Personal lanciert XING die neueste Version seines Active-Sourcing-Tool „XING Talentmanager“. Darin findet sich auch Textkernels Job-Parsing Funktion, welche Daten aus Stellenanzeigen extrahiert, strukturiert und mit möglichst passenden XING-Profilen vergleicht.

Unter dem neu amtierenden XING CEO, Thomas Vollmoeller, arbeitet XING seine Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre aus und plant, zwischen 2013 und 2016 den Umsatz zu verdoppeln. XING setzt dabei besonders auf das E-Recruiting-Segment. Der neue Claim „For a better Working Life“ ist Programm, die Strategie wird ab 2014 nach und nach umgesetzt.

Anfang 2014 können Jobsucher Anzeigen auf XING nach Mitarbeiter-Benefits filtern. Die Informationen dazu stammen aus den jeweiligen kununu Firmenprofilen.

Im Juli 2014 bringt XING ein neues Feature in das Netzwerk: Mit FutureMe sollen Karriereinteressierte ermitteln können, welche Karrierpfade sie einschlagen können und wie sie am besten dorthin gelangen.

Man erweitert schließlich die Produktpalette und kauft sich die Jobsuchmaschine Jobbörse.com. Interessant daher, weil sowohl LinkedIn als auch Monster Worldwide sich in jobsuchmaschinen-ähnliche Portale verwandeln, beziehungsweise CPC-basierte Anzeigenmodelle anbieten werden.

Das wie XING/OpenBC im Jahre 2003 in den USA gegründete Netzwerk LinkedIn ist weltweit die größte Community, die sich auf Business Kontakte konzentriert. Global gesehen sind mit Ende des zweiten Quartals 2013 insgesamt 238 Millionen Nutzerprofile in diesem Network finden.
In Deutschland führt LinkedIn über die Jahre ein Mauerblümchen-Dasein. XING ist hier vorherrschend, LinkedIn wird zur Vernetzung mit internationalen Business Kontakten, vor allem aus den USA und Großbritannien, verwendet. Daran kann auch die Einführung der deutschen Sprachversion Anfang 2009 kaum etwas ändern.

Im Mai 2011 geht LinkedIn an die Börse und legt einen Traumstart hin: Das Papier verdoppelt zeitweise seinen Wert. Das Business Netzwerk ist auch weiterhin an der Börse beliebt, weil es auf gutem Wachstumskurs ist. Analysten warnen regelmäßig vor zu großer Euphorie, die aktuellen Quartalszahlen sprechen derzeit jedoch noch eine andere Sprache: satte Gewinne und immer wieder sich übertreffende Zahlen wischen jeden Zweifel weg.

Interessant für den deutschen Markt wird es ab August 2011, als LinkedIn ein Deutschland-Büro in München aufmacht. In der DACH-Region soll vor allem der Verkauf der „Hiring Solutions“ vorangetrieben werden. Es wird der so genannte LinkedIn-Apply-Button eingeführt, der eine einfachere Übermittlung der Nutzerprofildaten in Bewerbermanagementsysteme ermöglicht.

Jedoch kommt es sehr bald zu Differenzen an der Managementspitze, welche die strategische Ausrichtung von LinkedIn am deutschen Markt betreffen. Der deutsche Geschäftsführer Kai Deininger verlässt das Unternehmen bereits Ende 2011 nach weniger als 5 Monaten. Eine neue Führungsspitze für die deutsche LinkedIn-Niederlassung in München wird erst im März 2013 – mehr als ein Jahr nach Deiningers Abgang – kommuniziert: Till Kästner, ehemaliger VP Marketing Central Europe Monster Worldwide, steuert nun die Geschicke des Business Networks. Bis dahin leitete Ariel Eckstein, Managing Director LinkedIn EMEA, die deutschen Geschäfte.

Aber auch Kaestner gibt seinen Posten nach zwei Jahren ab. So heißt es im Mai 2015 in einer Meldung, „die Trennung [wäre] in gegenseitigem Einvernehmen und aufgrund von familiären Gründen [erfolgt].

Aktuell arbeitet LinkedIn an seinem Recruiter-Produkt und an Möglichkeiten, die Mitglieder stärker an die Plattform zu binden, um die „Engagement-Rate“ zu erhöhen. Dazu wurde unter anderem der News-Reader Pulse gekauft und das Recruiter-Produkt verbessert. In den englisch-sprachigen Ländern werden aktuell Bewerbungen mit dem LinkedIn-Profil auf LinkedIn Jobs über Smartphones zugelassen – ein Feature, das in den kommenden Wochen mit Sicherheit auch in Deutschland eingeführt wird – mit allen Vor- und Nachteilen.

In der Zwischenzeit arbeitet LinkedIn sehr aktiv am Ausbau seiner mobilen Präsenzen und Angebote: Die „Sponsored Jobs“ gibt es bald auch für mobile Endgeräte. Personaler, die das „Recruiter“-Produkt nutzen, können über eine mobile App Bewerbungen steuern und direkt mit Kanddidaten Kontakt aufnehmen. Dazu wurde die „Work With Us“ Funktion ausgeweitet.

Anfang 2014 gibt es Informationen, dass LinkedIn Nutzerdaten tiefer auswerten wird und damit eine Art „Ranking“ für seine Mitglieder erstellt. Das Ziel: u.a. Recruitern besonders beliebte, „rekrutierbare“ Profile anzeigen und den geplanten „Economic Graph“ weiter ausbauen.

Im Februar kündigt LinkedIn die Übernahme der Job-Matching Jobsuchmaschine Bright an.

Darüber hinaus bietet LinkedIn seit April 2014 ein Produkt an, um die interne Mitarbeiterempfehlung in Unternehmen anzutreiben: Ein Unternehmen muss dazu jedoch mindestens 100 Job Slots erwerben, dann sehen die LinkedIn-Mitglieder auch Job-Empfehlungen aus dem Unternehmen, bei dem sie aktuell arbeiten.

Im Mai, kurz nachdem Monster Worldwide ihre neue Produkt-Strategie vorgestellt haben, gibt LinkedIn an, ebenfalls öffentlich auffindbare Jobs im Web zu aggregieren.

Juni: LinkedIn lanciert eine eigenständige, mobile Jobsuch-App.

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