Eva Zils

Potentialparks neueste Ergebnisse zu Karriere Websites TEWeb, APPOLLO und Trend Studien 2011

Das brandaktuelle Potentialpark Ranking der Top Employer Web Benchmark 2011 wurde heute für Deutschland auf UniSpiegel veröffentlicht (zu den Potentialpark 2010 Top Recruitment Websites geht es hier). Auf dem ersten Platz finden wir dieses Jahr ThyssenKrupp (Vorjahr 3. Platz), auf dem zweiten die Deutsche Post DHL (aufgestiegen vom 5. Platz) und auf dem dritten Platz die Bertelsmann AG, die mit ThyssenKrupp die Plätze getauscht hat. Herzlichen Glückwunsch an die Top3!

Der Sieger für Frankreich steht seit einer Woche ebenfalls fest: Die HR-Site des französischen Supermarkt Riesen Carrefour – ist auch wirklich gelungen! Félicitations!

Neben diesem Ranking wurden ebenfalls Umfrageergebnisse veröffentlicht, die über Befragungen von mehr als 30.000 Studenten, Hochschulabsolventen und Berufseinsteigern in Europa, USA und Asien zusammengestellt wurden. Wie Torgill Lenning, CEO von Potentialpark in einem Interview mit Gero Hesse im vergangenen Jahr angekündigt hatte, wurden 2011 die so genannten ATS (Applicant Tracking Systems – zu deutsch: Bewerbermanagementsysteme) unter die Lupe genommen und den Erwartungen der Jobsucher gegenüber gestellt.

Bei der Auswertung trifft der nachfolgende Satz von Julian Ziesing, Head of Research bei Potentialpark, den Nagel auf den Kopf [Zitat]: “Warum ist es so viel einfacher, einen transkontinentalen Flug zu buchen als einem Unternehmen meinen Lebenslauf zu übermitteln?”
Die meisten Systeme mögen zwar praktisch und zeitsparend für Personalsachbearbeiter sein, aber an die Bewerberseite wurde eher selten gedacht. Das Fatale daran ist, dass ich zum Beispiel immer wieder feststelle, dass Facebook Karriereseiten großer Unternehmen von Bewerbern dafür genutzt werden, um sich über das Verbleiben und den Verlauf ihrer Online Bewerbung zu erkundigen. Dabei wurden die Social Media Präsenzen ursprünglich eher mit dem Ziel aufgebaut, mit potenziellen Kandidaten in den Dialog zu treten, als zu einer Art Hotline für technische Bewerbermanagementsystem-Fragen zu werden, oder?

So kommt es letztlich dazu, dass ein Unternehmen eine tolle Karriereseite im Internet hat, deren Erfolg von einem anwenderunfreundlichen Online-Bewerbungssystem unterminiert wird. Schade eigentlich.

Was mir jedoch diese Ergebnisse wiederum bestätigen ist, dass die Themen Kosten-Nutzen-optimierte Personalsuche – ob sie nun online oder offline stattfindet – und Personalkosten Controlling noch lange nicht auf der Geschäftsführer Ebene angekommen sind. Solange bedeutend mehr in das konsumenten-orientierte Marketing als in das Personalmarketing investiert wird – denn neue Mitarbeiter sollen ja nach Möglichkeit nichts kosten, sondern effektiv und gewinnbringend sein – können nicht die Talente gefunden werden, die von allen so heiß begehrt werden.

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