Da hat sich das Team rund um Stéphanie Delestre mit ihrer neuen Social Media Recruiting Plattform QAPA ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb eines Jahres soll die französische Arbeitslosigkeit, die derzeit bei 4,3 Millionen liegt, um 10 Prozent verringert werden.
Dies soll mittels eines intelligenten Matching-Algorithmus bewerkstelligt werden. Klingt alles nach einer französischen Version des amerikanischen RealMatch. Wie beim US-Vorbild können Jobs kostenfrei geschaltet werden. Kandidaten geben ihre Qualifikationen ein, ihre Karriereziele und welche Erwartungen sie an Job und Arbeitsplatz haben. Arbeitgeber tun das selbe, und dann kommt die “Boite noire”, also die “Matching Black Box”, und listet dem Unternehmen die passenden Kandidaten. Bezahlt wird, sobald eine Firma mit einem potenziellen Bewerber in Kontakt treten möchte. Genaue Preise liegen noch nicht vor, jedoch soll die Nutzung der Seite bis Ende 2011 kostenfrei sein.
Der QAPA-Start ist im Juli. Die Nutzer sollen aus den Reihen der französischen Facebook-Nutzer gewonnen werden: Delestre sagt in ihrem Interview auf Frenchweb, dass 80 Prozent der 18- bis 34-jährigen Franzosen in diesem sozialen Netzwerk anzutreffen sind. 50 Prozent davon sind täglich aktiv. Mittels Facebook Connect können sich die Nutzer auf QAPA registrieren oder aber sich dort direkt ein Konto anlegen.
QAPA hat kürzlich ein Kapital von 1,7 Millionen Euro erhalten. Laut Delestre wird dies dazu dienen, die Job Matching Plattform ins Ausland zu exportieren. Angepeilt werden in erster Linie Spanien und England, die eine ähnliche Recruiting Struktur aufweisen. Mit der Internationalisierung von Web 2.0 Angeboten hat Stéphanie Delestre einige Erfahrung. So war sie bei Qype zwischen 2007 und 2010 für die internationale Expansion zuständig.
Damit wird es wieder einen weiteren Stern am Web 2.0- und Social Media Recruitment-Himmel geben, der das Potenzial der immensen Facebook Nutzerdatenbank anzapfen möchte. Die Schwierigkeit wird sein, tatsächlich Angebot und Nachfrage passend zusammen zu bringen: In das interessante Facebook Nutzeralter von 18-34 Jahren fallen nämlich zu einem großen Teil die “Jeunes Diplômés”, also die Hochschulabsolventen. Diese haben in Frankreich einen schwierigen Stand, da sie nur sehr selten eine Arbeitsstelle finden.
Dennoch eine verfolgenswerte Geschichte, die ich mir aus der Nähe ansehen werde!
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