Angeregt durch den exzellenten Post auf dem embrander.blog zur Nutzung von Social Networks in Deutschland und durch die Online Präsentation von Serviceplan zur regionalen Nutzung eben dieser, bin ich dabei, mir einige Online Communities etwas näher zu betrachten.
Ziel ist es, herauszufinden, ob sich diese Netzwerke zur Bewerberansprache, zur online Personalsuche oder generell zum Employer Branding und Personalmarketing eignen.
Als erstes habe ich mir kwick! herausgepickt. Diese Seite wird laut Serviceplan Studie am stärksten von den Baden-Württembergern genutzt.
Die online auffindbaren, aktuellen Kwick! Mediadaten geben rekrutierungstechnisch gesehen recht wenig preis. Es werden keine regionale Aufteilung, keine Bildungsabschlüsse (außer, dass 15,68 Prozent das Abitur haben), keine Interessen, keine Werbeplatzierungen oder -formen angegeben. Das Auffallende an den Nutzerdaten ist, dass sich knapp zwei Drittel der Mitglieder in der Altersspanne unter 15 bis 21 Jahren befinden. Vielleicht wurde daher auf die Angabe weiterer Bildungsabschlüsse verzichtet…
Nachdem ich mein anonymes Profil erstellt habe, bearbeite ich zunächst die Einstellungen. Ich stelle fest, dass mein Profil standarmäßig auf “darf in Suchmaschinen gefunden werden” gesetzt wurde, obwohl ich diese Option bei der Registrierung ausdrücklich deaktiviert hatte. Auch andere Privatsphäreeinstellungen werden bei Anmeldung einfach für jeden Nutzer – selbst diejenigen, die gar nicht registriert sind – zugänglich gemacht.
“Die Community lebt durch ihre Aktivität”, heißt es in den Mediadaten. So wird weiterhin darauf hingewiesen, dass Mitglieder, die während einer Zeit von sechs Monaten am Stück inaktiv waren, gelöscht werden. So bleiben die Profile aktuell! Das ist gut.
Eine portalweite Suche mit Stichworten wie “job”, “jobsuche” oder “arbeiten” liefert eine Menge Beiträge, die mit dem tatsächlichen Arbeitsleben wenig zu tun haben. Ein Forum, das sich mit Jobs und Jobangeboten beschäftigte, wurde im August 2010 geschlossen. Ich nehme an, dass die “Stellenausschreibungen” etwas zweideutig waren.
Fazit: Dieses Network kann für bestimmte Rekutierungsthematiken im regionalen Azubimarketing, gegebenenfalls für Hochschulmarketing in Baden Württemberg für punktuelle Kampagnen während einer Laufzeit zwischen drei bis sechs Monaten eingesetzt werden.
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