Eva Zils

Twitteritis – mit 140 Zeichen auf der Informationsautobahn

Während bei JobBlogger Marcus eifrig diskutiert wird, ob sich Twitter zur Kandidatensuche lohnt (habe dort übrigens auch mein Statement abgegeben -> Diskutiert mit!) und Thorsten Anleitung zum erfolgreichen Twittern gibt, möchte ich ein paar Links, Informationen und Einschätzungen zur internationalen Mitarbeitersuche per Online-Gezwitscher anfügen.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass eine Kandidatensuche über den Microblogging Dienst in unseren Gefilden (und hier spreche ich sowohl von Frankreich als auch Deutschland) momentan noch wenig erfolgversprechend ist. Persönlich nutze ich dieses Social Media vor allem, um mich mit Aktuellem rund um das Thema Online Stellenbörsen, Jobs und Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. Das geht blitzschnell und kann interessante Diskussionen lostreten. Man denke an die Wahlen im Iran, deren Ergebnis eine ganze Welle von Reaktionen auf Twitter hervorgerufen hat, beziehungsweise war dieses Medium die einzige Möglichkeit, Teherans Zensur zu entgehen (und ganz nebenbei: die derzeit grün eingefärbten Profilbilder einiger Twitter-Konten rühren daher, dass diejenigen Benutzer die Proteste im Iran unterstützen).

Zurück zum Thema:
Twitter Jobsuchmaschinen:
Zwischenzeitlich sind einige dieser Vertreter entwickelt worden. Die bekanntesten Beispiele sind das deutsche jobtweet.de, die britische TwitterjobSearch und die amerikanischen TweetMyJobs, die gerade erst ein neues Tool, SMART Tweet, gelauncht haben.

Tweeting Job Boards
Die gibt’s immer häufiger, erst heute morgen hat mich die Pressemeldung von StepStone Deutschland erreicht, dass sich die Düsseldorfer am Gezwitscher beteiligen. Willkommen an Bord! Jobware verbreitet Top-Offerten über diesen Kanal, die britische Jobsite.co.uk macht das Ganze noch schlauer: Die Abonnenten suchen sich ihre Branche aus und erhalten per Direct Message die ausgewählten Jobs zugesendet.

Unternehmen, Personaler
Auch Firmen haben die Mini-Messaging Plattform für sich entdeckt und nutzen diese teilweise als Vertriebskanal, zur internen Unternehmenskommunikation oder auch, um mit Bewerbern in Kontakt zu treten. Eine umfassende Liste zu Corporate Twitter Accounts findet sich auf talkabout.

Fazit: Auch für Personaler ist der kostenfreie 140-Zeichen Service sehr interessant. Sei es, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, was Jobbörsen, Recruiting, Recht oder auch News im Allgemeinen angeht oder auch um sich allmählich mit dem Medium vertraut zu machen, das in Deutschland immer stärkeren Einfluss in der Online-Welt gewinnt.

Und zum krönenden Abschluss noch drei Linklisten von internationalen HR-Twitterern. Zwei von Louise Triance mit britischen Recruitern und die von Jochen Mai zu Bewerbungstipps, Personalberatern, Karriereberater, etc.

Also, viel Spaß beim News versenden und einen guten Wochenanfang!

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4 Kommentare

  • Daniela sagt:

    Hallo Eva,

    schöner Artikel! Ich denke auch, dass Twitter als Tool zur Kandidatensuche noch nicht ausgereift ist, aber wie du schon schreibst, ist es schon mal eine gute Sache fürs Personalmarketing.
    Ich nutze es auf jeden Fall und bin total überrascht über den derzeitigen Hype. Ich habe deswegen gerade gestern einen ähnlichen Artikel beim BewerberBlog gepostet (http://www.bewerberblog.de/?p=1978)

    Viele Grüße aus Jena
    Daniela

  • Salut Eva,

    wir diskutieren ja ordentlich mit bei Marcus, Thorsten oder im Bewerberblog. Jetzt ist der “Hype” um Twitter offensichtlich auch in der Recruiting-Szene angekommen. Wie Jürgen bereits bei marcus schrieb, arbeiten wir mit Twitter seit einiger Zeit, insb. weil es sich verknüpft mit anderen Social Media Tools hervorragend zur Streuung von Nachrichten sowie zum Kontaktaufbau und Wissenstransfer eignet. Es ist eben schnell mal gezwitschert!

    Mit lieben Grüßen aus Stuttgart

    Johannes

  • Frank sagt:

    Stellenausschreibung oder Stellengesuch auf 140 Zeichen? Ich glaube, dass selbst “Kasse, Aldi, halbtags, 1500 Euro, schnell.” nicht reichen wird.

  • Eva Zils sagt:

    @Frank: tut es in der Tat nicht. Zum Glück kann man auf Twitter Links zur kompletten Stellenbeschreibung einfügen, sodass eine knackige Zusammenfassung den Bewerber dazu bringt, darauf zu klicken.

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