Was haben Sie in den letzten zwölf Minuten während der Arbeit getan? Haben Sie sich auf eine einzige Sache konzentriert oder haben Sie, so wie es vielen Franzosen (aber bestimmt auch den meisten anderen Erdenbürgern) ergeht, ungefähr fünf verschiedene Dinge erledigt?
Laut einer Anfang September veröffentlichen Studie von Sciforma können französische Büroarbeiter lediglich zwölf Minuten konzentriert arbeiten, bevor sie unterbrochen werden. Die Unterbrechung kann durch eingehende E-Mails verursacht werden (durchschnittlich 34 Mails pro Tag, manche erhalten bis zu 60 davon), durch Telefonanrufe, SMS (im Schnitt ebenfalls alle zwölf Minuten), Instant Messaging und Social Networking am Arbeitsplatz, durch ein Schwätzchen mit Kollegen, und so weiter.
Trotz der häufigen Unterbrechungen behalten die französischen Angestellten stets das Arbeitsziel im Auge und konzentrieren sich vor den wichtigen Dingen zunächst auf die dringenden Angelegenheiten, die anfallen. 25 Prozent bestreiten ihren Tag damit ausschließlich auf Dringlichkeiten zu reagieren.
Alles in allem wird, wie die Ergebnisse der Studie zeigen, sehr viel Zeit am Büroarbeitsplatz damit verbracht, sich dank Internet zu informieren (ein bis zwei Stunden, wobei hier nich näher darauf eingegangen wird, ob es sich um relevante Informationen für die Arbeit oder um Anderweitiges geht…). Pausen werden angeblich nur wenige gemacht. Hier ist erfreulicherweise zu berichten, dass immer weniger Raucherpausen gemacht werden. Dagegen tauschen sich die Arbeiter gerne mit ihren Kollegen auf dem Flur aus (der Flurfunk also…), holen sich einen Kaffee in der Küche, sind häufig in internen Meetings (57 Prozent) und verlassen ihren Arbeitsplatz für eine Besprechung (42 Prozent) oder um einem Kollegen zu helfen (49 Prozent).
Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie eher Multitasking-Junkie oder können Sie auch mal abschalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren?
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