Heute findet nicht nur die Geburtstagsparty zum zweijährigen Bestehen des Bewerberblogs statt, sondern die Mädels (und inzwischen auch Jungs!) starten auch ihren BlogKarneval zum Thema Bewerben im Ausland – Andere Länder, andere Bewerbungen.

Heute ging’s los mit dem ersten Beitrag zum Bewerbungsvorgang in der Ukraine!

Hier in Frankreich läuft der Prozess auch etwas anders ab als in Deutschland: So versendet der Kandidat niemals Unterlagen wie Zeugnisse, Zertifikate oder Ähnliches. Ein einfaches Anschreiben – das kann auch ab und an mal handschriftlich verlangt werden (damit der Graphologe den psychischen Zustand des Bewerbers feststellen kann) und der Lebenslauf. Da die Franzosen aber mittlerweile auch im Zeitalter des Internets sehr gut etabliert sind, werden CV und Motivationsanschreiben per E-Mail als elektronische Anhänge versendet.

Wer seine Unterlagen per Post schickt, sollte sich nicht wundern, dass er diese nicht wieder erhält. Das ist in Frankreich nicht üblich. Und leider bekommt man in einigen Fällen noch nicht einmal eine Rückmeldung, ob die Bewerbung angekommen ist, beziehungsweise, an welcher Stelle man sich im Auswahlprozess befindet. Hier liegt es am Kandidaten selbst, beim Unternehmen nachzufragen. Französische Personaler mögen das, denn es zeigt, dass man sich wirklich für die Stelle interessiert und proaktiv an die Sache herangeht. Oder sie haben eben einfach zu viel zu tun und glauben, sich eine Nicht-Reaktion leisten zu können. Jedenfalls ändert sich dies dank des elektronischen Zeitalters, wo das Bewerbermanagementsystem im Land der Gallier Einzug hält.

Und seit kurzem ist das so genannte “anonyme CV” in der ersten Testphase. Doch dazu das nächste Mal mehr.

Ich wünsche einen guten Wochenauftakt!