Vergangene Woche hat es mich nach sechs Jahren endlich mal wieder nach Trier verschlagen. An dem Ort meines studentischen Treibens meiner altehrwürdigen Lehrstätte habe ich einige ehemalige Studienkollegen und Freunde getroffen und habe aus reiner Nostalgie auch der Universität Trier einen Besuch abgestattet.

Dabei lief mir direkt ein Prospekt zu der übermorgen stattfindenden Firmenkontaktmesse meet@uni-trier über den Weg, den ich sofort auseinander gepflückt habe, um mir die ausstellenden Firmen anzusehen. Hier sind die üblichen Verdächtigen vertreten (die gesamte Liste befindet sich beim Klicken auf den vorangegangenen Link), und dies meistens in zweifacher Ausführung: nämlich in der deutschen und der luxemburgischen Fassung. Insgesamt leider eine sehr magere Ausbeute für eine Universität, die so langsam aus den Nähten platzt (z.B. ist es offensichtlich nicht mehr möglich, in Ruhe in der Unibibliothek zu arbeiten, weil dort wesentlich mehr Studenten zugange sind als noch zu meinen Zeiten).

Die am stärksten anvisierten Studentengruppen (surprise, surprise) sind BWLer und Juristen. Die Geisteswissenschaftler gehen beinahe wieder leer aus, was ich sehr schade finde. Ursprünglich stamme ich aus den Sprach- und Literaturwissenschaften, habe es jedoch in eine Branche und einen Berufszweig geschafft, in denen diese Absolventen eher selten anzutreffen sind.

Ich denke, dass die Professoren (falls sie dies nicht bereits tun) den Geisteswissenschaftlern ans Herz legen sollten, sich an vermeintlich fachfremde Diszplinen heranzuwagen und den Austausch mit den Firmen direkt zu suchen (z.B. bei solchen Kontaktmessen oder über Facebook, XING und Twitter). Umgekehrt sollten sich Unternehmen auch Hochschulabgängern aus diesen wohl oftmals unterschätzten Fachbereichen öffnen.

Ein kurzer Blick auf die Medienkooperationspartner verriet mir, dass Jobware mit seinem Studentenableger Go!Jobware als einzige Jobbörse vertreten ist. Und das, wo doch beispielsweise stellenanzeigen.de den Trierischen Volksfreund als Print-Online-Kombi anbietet.

Gut, man kann als Jobbörse nicht überall sein, und dann muss es zugegebenerweise nicht unbedingt eine Trierer Hochschulmesse im Taschenformat sein. Dennoch hat die Region einiges zu bieten (wenn auch nicht gerade massenweise Arbeitsplätze), da sie an Luxemburg und Frankreich angrenzt und nur unweit von Belgien und den Niederlanden liegt.

Jedenfalls wünsche ich allen Teilnehmern eine angenehme Messe, und falls ein Trierer diesen Post liest, freue ich mich über einen Live-Bericht!