Nach dem Post zu Investments in der internationalen HR Tech Startup Szene im Januar, gibt es an dieser Stelle spannende Runden aus dem Monat Februar.

Hier gibt es noch ein paar interessante Zahlen zu Entwicklungen von Finanzierungsrunden in London (vor allem, inwiefern diese in den letzten Jahren drastisch angezogen sind), und wie das HR Tech Startups aus aller Welt zum Anlass genommen haben, sich nach Großbritannien zu begeben.

Zu den Februar 2015 Investments:

  • Job Forward aus Singapur haben einen 6-stelligen Seed Investment Betrag (die Währung wurde hier nicht verraten) von COENT Venture Partners erhalten. Job Forward ist ein Startup, welches es kleinen Firmen erlaubt, (noch) kostenfreie Social Media Recruitment Firmenseiten zu gestalten und Jobs zu posten. Auch Mitarbeiterempfehlung steht im Vordergrund.
  • HourlyNerd, eine Vermittlungsplattform aus den USA für freiberufliche Top-Berater erhält 7,8 Mio USD in der Series B Finanzierung. Als Investoren mit an Bord: GE Ventures, Greylock Partners, Intuit Gründer Scott Cook, Kraft Group, Angel Investor Semil Shah, der ehemalige Etsy CEO Maria Thomas, Rent the Runway Gründer und CEO Jennifer Hyman und die Cambridge Venture Firma Suffolk Equity Partners.
  • Das indische HR Startup MyNoticePeriod sichert sich in der ersten Runde knapp 3 Millionen USD von IDG Ventures India. Das Konzept ist intelligent: Mitarbeiter, die sich noch in der Kündigungsfrist befinden, können hier mit einem interessanten Jobangebot unkompliziert und schnell “abgeworben” werden.
  • Humanity.com, ein Mitarbeiterverwaltungsprogramm, welches auch Arbeits-, Einsatz- und Urlaubsplanung kann sowie wie ein CRM und Gehaltsabrechner Tool arbeitet, darf sich über 9 Millionen USD in der Series B Runde freuen. Investoren sind u.a. MHS Capital, Point Nine Capital aus Deutschland, Klever Internet Investments, Team Builder Ventures und Boku CEO Mark Britto.
  • Interviewjet bekommt eine 750.000 USD Anschlussfinanzierung von Mitchell Martin. Interviewjet liefert Firmen (meistens kleinere IT- und Tech-Buden auf der Suche nach Software Ingenieuren) kuratierte Profile von potenziell interessierten Kandidaten. Das Aufstöbern der IT-Talente scheint jedoch auch einer der Knackpunkte des Konzepts zu sein.
  • Onfido, ein Unternehmen aus Großbritannien, welches automatisierte Background Checks für Arbeitgeber durchführt, erhält 4.5 Mio USD für die internationale Expansion.
  • Grovo (USA), eine Online Video Training Plattform, auf Unternehmen ihren Mitarbeitern bestimmte Kenntnisse in kleinen “Video-Häppchen” vermitteln lassen können, erhalten 15 Mio USD in der zweiten Finanzierungsrunde. Stichwot: Micro-Learning
  • 1-Page Ltd, ein ursprünglich 2011 in den USA gegründetes, aber an der australischen Börse gelistetes Cloud Bewerbermanagementsystem, hat sich eine Finanzierung in Höhe von umgerechnet ca. 7,5 Mio USD verschafft, indem es einige Aktien (9 Mio) veräußert hat. Dieses Unternehmen hat übrigens auch das, was von BranchOut übrig geblieben ist (Nutzerdaten), im Sommer 2014 gekauft. Damit will man einen “High Power Referral Engine” bauen.
  • M4JAM, was für “Money for Jam” steht, stammt aus Südafrika, vermittelt kleinere Jobs und Aufgaben (“Micro-Jobs”) dank Einbindung der WeChat Funktion auf allen Arten von Mobiltelefonen. Dazu wurde kürzlich ein Joint Venture zwischen M4JAM Betreibern Naspers aus Südafrika und WeChat Besitzer Tencent aus China gegründet. Dieses nennt sich WeChat Africa.
    Welche Summen geflossen sind, wurde nicht kommuniziert.
  • GuideSpark aus den USA möchten die Personalarbeit etwas aufmöbeln und modernisieren: Anhand von kurzen Videos gibt es wichtige Infos für (neue) Mitarbeiter. In der dritten Runde konnte das Startup immerhin 22,2 Mio USD einsammeln. Nice.
  • Workable aus den USA bieten cloudbasierte Bewerbermanagement Software für kleinere Firmen an. Allerdings zählen zu den bisherigen Kunden u.a. Unternehmen wie Transferwise, Intercom, Marks & Spencer oder Commerzbank. Workable schnappt sich 5 Mio USD, ist in 39 Ländern operativ und beschäftigt 20 Mitarbeiter.

Irgendein Investment vergessen? Und wann gibt es wieder etwas über Finanzierungen aus dem deutsch- oder französischsprachigen Raum zu berichten?