Vergangenen Freitag war ich neben einigen anderen Köpfen aus Online HR, Publishing und Internetbusiness zum ersten LinkedInsiders Event in München eingeladen. Tags zuvor hatte LinkedIn ja einen phänomenalen Paso Doble auf dem amerikanischen Parkett hingelegt und hat das Börsenbarometer ganz schön hochgejagt. Glückwunsch, auch wenn der Höhenflug auf BusinessInsider – nicht zu Unrecht – etwas kritisch bewertet wurde.

Die Vorträge und Präsentationen waren insgesamt sehr interessant, sodass ich mich wohl bald eine LinkedIn-Expertin schimpfen kann 😉 Was wir Teilnehmer an dem sozialen (Karriere-)Netzwerk zu bemängeln hatten, war, dass LinkedIn nach wie vor sehr auf die englisch sprachige (Business-) Welt ausgerichtet ist. Es wurde mehr Aktivität in der DACH-Region gefordert.

Was Vielen nicht so sehr bekannt sein dürfte (und das wird einer meiner nächsten Schritte sein), ist die Möglichkeit, sein Profil in mehreren verschiedenen Sprachen anzulegen. Damit bekommt zum Beispiel der eigene Name auf Google mehr Gewicht. Ergo: gut für die Online Reputation in den Ländern, deren Sprache man beherrscht! Ebenfalls zu beachten sind die vielen Informationen, Analysetools und Statistiken, die man dank LinkedIn einsehen kann. Schauen Sie sich mal Ihr (da bin ich mir ziemlich sicher) sträflich vernachlässigtes Nutzerprofil etwas näher an. Sie werden sehen.

So, mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur noch so viel: Anzeigen schalten ist dort auch sehr spannend mit den verschiedenen Tool- und Targetingmethoden!

Während ich also gerade dabei bin, mein Netzwerk auf der amerikanischen Social Media Plattform zu vergrößern, ist mir aufgefallen, dass Davide Villa, ehemaliger XING Senior Vice President B2B und ehemaliger Monster EMEA Geschäftsführer, nun bei der jobs.ch AG als Chairman im Board of Directors sitzt. Schön, dass dieser Branchenkenner wieder im Online Recruiting gelandet ist!

Wo ich gerade von Jobbörsen spreche, möchte ich noch kurz anmerken, dass Microsoft Anfang des Jahres ganz heimlich, still und leise seine vier Prozent Anteile an Careerbuilder abgestoßen hat. Diese waren 2007 gekauft worden. Careerbuilder in den USA geben keine Erklärung, weshalb Microsoft seine Anteile zurückgegeben hatte. Vielleicht möchte sich ja Microsoft mehr auf seinen Streetview und auf seine Suchmaschine Bing konzentrieren, die verstärkt mit Facebook die Social Search nach vorne treiben (oder um die neue Allianz mit Facebook gegen Kinderpornographie. Oder es werden die Zukunftschancen von sozialen Netzwerken eben einfach höher eingeschätzt als die von Online Stellenmärkten. Die bisherigen Anteilseigner von Careerbuilder, die sich international weiter prächtig entwickeln, sind demnach wieder als Dreigestirn vorhanden: Gannett, Tribune und McClatchy.

Vielen Dank an dieser Stelle für das gelungene Event am Freitag und für die Einladung! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Bekannte wieder zu treffen, bisherige virtuelle Kontakte persönlich kennen zu lernen und mit neuen interessanten Menschen zu netzwerken!