Sommer, Sonne, Sonnenschein, zieht sich gerne jeder rein!
Passend zum Thema (und da ich letzte Woche auch kurz in Urlaub war), komme ich heute sowohl auf das neue Facebook Feature “automatische Gesichtserkennung” für Foto-Uploads und auf Ruflotse zu sprechen, die eine sehr interessante Studie zu Familien Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken durchgeführt haben.

Facebook ermöglicht es nämlich Nutzern nun, nach dem Bilder Hochladen, das Foto direkt mit Namenstags aus dem Freundeskreis zu versehen. Dazu wird eine automatische Gesichtserkennung durchgeführt, und es werden die Namen der Freunde vorgeschlagen, deren Gesicht am ehesten passt. Ziemlich ätzend, wenn man als Nutzer gar nicht aktiv auf der Tag-Vorschlagliste stehen möchte… aber halt! Diese Funktion kann in den Privatsphäre-Einstellungen deaktiviert werden. Es lohnt sich immer, in den Settings vorbeizuschauen, da sich dort ständig etwas ändert. Geben Sie acht!

Eine regelmäßige Internet- und Social Media-Überprüfung des eigenen (Unternehmens-)Namens ist in der heutigen Web 2.0 Zeit sowieso Pflicht. Ob Sie Google Alerts mit Ihrem Namen einrichten, Social Media Monitoring Tools nutzen oder einfach täglich eine Google Suche durchführen, bleibt Ihnen überlassen. Aber tun Sie’s!

Kommen wir zurück zu den Urlaubsfotos: Kürzlich habe ich mich auf dem LinkedInsider Event in München sehr gut mit Mario Grobholz von myON-ID unterhalten und bin nun dabei, das Produkt Ruflotse zu testen (Bericht dazu folgt ein ander Mal). Auch hier wird beispielsweise mit Gesichtserkennungssoftware Facebook nach unliebsamen privaten Fotos durchstöbert.

In einem aktuellen Beitrag zu einer durch das Forsa-Institut durchgeführten Studie, berichtet Ruflotse, dass ein Viertel der Eltern plant, Fotos ihrer Kinder zwischen 0-6 Jahren in sozialen Netzwerken zu teilen. Vielen ist offensichtlich nicht bewusst, was sie hier genau tun! Bilder von Kindern – die noch nicht einmal entscheiden können, ob sie ihr Konterfei in Netzwerken später sehen möchten – gehören nicht auf diese Plattformen. Ich bin immer wieder schockiert zu sehen, wie leichtfertig – auch in meinem Netzwerk – mit dem Veröffentlichen von Kinderfotos umgegangen wird. Und dies von Eltern, die ihren Kindern Medienkompetenz vermitteln und sie vor möglichem “Cybermobbing” schützen sollten!

Gut zu wissen, dass diese Kompetenz allmählich Einzug in Schulen hält, wo medienaffine Lehrer ihre Schüler auf die Risiken des Internet und auf Datenschutz hinweisen. Auch Frankreich macht hier positiv von sich reden: In Zusammenarbeit mit Facebook werden Profile von mobbenden Schülern geschlossen. Daumen hoch und ein dickes Like! an die Franzosen hierfür!

Ebenfalls lesenswert ist der Ruflotse Löschreport 2011 – welche Inhalte werden gelöscht und wer hat die schädlichen Inhalte erstellt? Interessant zu sehen, dass ein Großteil der Löschaufträge Beiträge umfassen, die der Auftraggeber selbst verursacht hat…
In diesem Sinne: Denken Sie zwei Mal nach, ob Sie den Send-Button oder die Eingabetaste drücken und schützen Sie Ihre Bilder und die Ihrer Liebsten!