Da war ich gestern doch erstaunt, als ich die Nachricht der erst im Jahre 2008 gestarteten französischen Jobbörse jobingenieur erhielt: StepStone Frankreich hat sich diesen Stellenmarkt mit samt seinen Ablegern (dem technischen Social Network Technicien und der Twitter Jobsuchmaschine Twitemploi einverleibt. Die Frage ist nur: wieso?

Mir ist dieser Schritt in zweierlei Hinsicht nicht schlüssig:

  • Wieso verkaufen David Beaurepaire und Thomas Bekkers jobingenieur nach gerade mal einem Jahr und einigen Monaten? Ist das Jahr 2009 so schlecht gelaufen? Ich erinnere mich, dass die Anzeigenschaltungen lange Zeit kostenfrei waren, dann kostenpflichtig und urplötzlich Mitte 2009 wieder gratis. Woran lag es? Kein Durchhaltevermögen, keine Investoren mehr? Wieso jetzt verkaufen, wenn die Stellenbörse und Ableger eventuell im kommenden Jahr zu einem besseren Preis an die hungrigen Norweger hätte veräußert werden können? Ich muss da mal nachhören!
  • Warum kauft gerade StepStone Frankreich diesen Anbieter? Seit Ende 2007 kauft sich StepStone vermehrt in den französischen Markt ein: Zuerst Sourcéa im Dezember 2007, dann folgt die Übernahme der Les Villages Emploi Gruppe im Juli 2008 mit Nischenseiten im Vertrieb, Buchhaltung und Technik und nun diese Ingenieurseite. Dazu verstehe ich sowieso nicht, weshalb sich StepStone so viel Mühe gibt, in Frankreich mit eigenen Seiten vertreten zu sein. Über The Network kann der französische Marktführer cadremploi oder auch Keljob.com über StepStone ganz einfach gebucht werden. Wieso also so viel Aufhebens?
    Aber vielleicht möchte StepStone in Frankreich eben auch einen großen Namen haben… Verdenken kann ich ihnen das nicht.
    Und mit Twitemploi kauft sich StepStone ja auch eine interessante technische Spielerei mit Zukunftscharakter ein. Mal sehen, was es bringt.

Schönes Wochenende!