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Die britische Mitarbeiter-Tauschbörse empfehlen-Mitarbeiter-Jobbörse Zubka hat diese Woche ihren Deutschlandstart begangen. Damit haben wir neben Jobleads noch einen weiteren Player, der um die Gunst tüchtiger deutscher Netzwerker buhlt.

Registrierte Nutzer, die erfolgreich einen Kandidaten vermitteln, erhalten interessante Prämien, die ab 2.000 Euro aufwärts gehen.

Die Pressemeldung spricht von einer vollständig nationalen Zubka-Version. Darunter verstehe ich, dass das komplette Angebot in deutscher Sprache vorliegt. Dem ist auch so, solange man nicht eingeloggt ist. Nach dem Login ist im Moment noch alles auf Englisch.

Darüber hinaus frage ich mich, wie und ob Nutzer die eingestrichenen Geldprämien beim Finanzamt deklarieren müssen. Gibt es dafür eine Regelung? Müssen die (Laien-)Headhunter eigentlich Gewerbe anmelden, wenn sie die Bewerbervermittlung als Nebenverdienst betreiben?

Und schließlich: Schauen Sie sich die Preise an, die für die Besetzung von Positionen anfallen: Für die Anzeigenerstellung (Fließtext mit Logo) fallen 35 Euro pro Vakanz und für jeweils vier Wochen Laufzeit an. Das ist geschenkt. Interessant wird es dann, wenn es zu einer Einstellung kommt (und das ist ja Ziel der ganzen Sache, oder?). Denn da kostet der Spaß dem Unternehmen im günstigsten Fall 2.500 €.

Ja, das ist mit Sicherheit immer noch billiger als ein Personalberater oder ein Headhunter. Damit das Ganze auch funktioniert, muss die Seite jedoch sehr gut bekannt und besucht sein, und das Konzept muss von den Nutzern angenommen werden. Laut alexa Ranking sieht das schon alleine für die Hauptdomain zubka.com nicht überragend aus. Wenn man sich dagegen beispielsweise die Zahlen und Rankings von stellenanzeigen.de oder Jobware anschaut, habe ich folgende Gedanken:

Unternehmen, die ihre Anzeigen direkt bei Jobbörsen platzieren, kommen momentan in den meisten Fällen günstiger und erfolgreicher weg. Und es gibt nun einmal Jobs, die leider nicht übers Internet zu besetzen sind und für die Presseschaltungen und/ oder Personalberatungen am besten geeignet sind. Da wird das dann aber auch eher selten über eine Internet Mitarbeiterempfehlungsseite klappen.

Am sinnvollsten ist es meiner Meinung nach, solche Job-Referral Geschichten über professionelle Netzwerke wie XING, Linkedin, Viadeo oder gar BusinessLive (?) laufen zu lassen.