Eigentlich gibt es ja schon genügend Jobbörsen in der großen, weiten Internetwelt. Das scheint aber niemanden davon abzuhalten, mit “neuen” Konzepten an den Markt heranzutreten. Dass Nischenseiten – egal in welchem Markt – trendig sind, ist ein offenes Geheimnis (dieser Blog hier ist ein sehr gutes Beispiel dafür – gut bekannt in der kleinen Nische des internationalen Online-Recruitings). Regionalität bei Internetangeboten ist ebenfalls wichtig.

Und so startete – wie ich im exzellenten AIM-CIR Report bei den Kollegen der AIM-Group kürzlich las – das OVB Medienhaus – besser die OVB 24 GmbH mit ihrem JobLocal Network. Bisher sind einige lokale Jobbörsen in Bayern am Netz, z.B. rosenheimjobs.de. Weitere sind in Planung. Die Unternehmer peilen kleinere bis mittlere Städte als Kunden an, denen neben der Software-Lizenz auch die Rechte am “eigenen” Online Stellenmarkt übergeben werden.

Das ist als Idee ja auch gar nicht so dumm. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass diese kleinen und mittleren Städte wie derzeit Coburg, die als regionaler Teil bei oberfrankenjobs.de aufgeführt sind, so einen Stellenmarkt wirklich benötigen. Denn es gibt ja bereits einige namhafte Jobbörsen à la Jobware oder stellenanzeigen.de, die beispielsweise in Franken sehr aktiv sind. Man erinnere sich an meinen Post “Jobware betreibt Jobbörse von infranken.de oder an das Print-Online Netzwerk von stellenanzeigen.de. Ganz zu schweigen von den regionalen Platzhirschen meinestadt.de und kalaydo.de, die neben dem Jobmarkt an sich noch einiges mehr zu bieten haben als eine reine Jobbörse.
Denn schließlich ist die Verbindung Print-Stellenmarkt-Online Jobbörse eine gute (wenn diese gut umgesetzt wird) und verspricht ein Umsatzplus von 20 Prozent, wie dem AIM-Bericht (Link s.o.) zu entnehmen ist.

Richtig gut wäre ein solcher lokaler Jobservice (und hier spreche ich alle Jobbörsen an), wenn anhand von Geo-Daten auf mobilen Endgeräten (Smartphones, Tablet-PCs) den potenziellen Bewerbern beim Nutzen von “Apps” passend zum Aufenthalts- bzw. Wohnort freie Jobs angezeigt würden. Das nennt sich dann in-App Advertising, und ich stelle gerne den Kontakt her zu jemandem, der solche Dienste anbietet.

Aber zurück zum Ausgangsthema: Nette Idee, um mittelfristig mit kleineren und mittleren Gemeinden Geld zu machen, die sowieso über wenig Haushaltsbudget verfügen. Oder vielleicht hoffen die Betreiber ja auch, dass die Stellenmärkte oder gar die Software von einer namhaften Jobbörse aufgekauft werden. Mir fällt hier kein passender Kandidat ein…