Ein Jobbörsenkauf jagt den anderen. Gerade mal vor einer Woche hat Careerbuilder die französische LesJeudis Gruppe erstanden (auch wenn keine offiziellen Zahlen kommuniziert wurden, schätzten Le Figaro und L’Expansion einen Transaktionswert von 50 Millionen Euro), schon legt Stepstone nach und kündigte gestern die Übernahme der LVE (Les Villages Emploi) Gruppe an. Das ist nach dem Kauf der spezialisierten Jobbörse Sourcèa vergangenen Dezember StepStones zweiter Vorstoß im französischen Markt. Dafür werden zunächst 3,6 Millionen Euro in bar hin geblättert. Weitere Zahlungen folgen 2009 und sind abhängig von den bis dahin erzielten Gewinnen. Schlau gemacht.

Nun zu Villages Emploi: Diese Gruppe vereint vor allem drei spezialisierte Jobbörsen: Marketvente für Marketing- und Vertriebsjobs, Jobtech für technische Profile und Admincompta für Office- und Buchhaltungsstellen. Laut Pressemitteilung visiert LVE einen Jahresertrag von 1,2 Mio. Euro an.

Kein schlechter Schachzug von StepStone, jedoch hätte LesJeudis besser zu den Norwegern gepasst: Mehr Technik, mehr IT, eine Bewerbermanagementsoftware und mehr Umsatz mit guten Margen (2007 wurden 10 Millionen Euro mit einer Gewinnmarge von 40 Prozent erzielt). LesJeudis suchten bereits seit einer Weile nach einem Käufer. Ich nehme an, dass der StepStone-Deal “wir machen eine Anzahlung, der Rest ist erfolgsabhängig” dem LesJeudis CEO Claude Barbier nicht wirklich zugesagt hat. Oder sie waren eben einfach zu teuer.

So, jetzt haben wir in Frankreich also Adenclassifieds, Monster, Régionsjob, Careerbuilder und StepStone. Passt da noch einer rein? Mal sehen, was da in Zukunft noch so von der Küste herüberschwappt…

Und wer etwas mehr zu Careerbuilder lesen möchte, ich habe einen Artikel für Marcus verfasst, und er hat ihn hier gepostet.