Was sind Jobportale: Jobbörsen, Jobsuchmaschinen, Firmen Karriereseiten, Meta-Jobbörsen – Definition, Beschreibung und Abgrenzung

Wenn Sie weitergehende Informationen zu internationalen Stellenmärkten, Studien und Job-Posting suchen, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf. Ich berate Sie umfassend.

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Definition Jobbörsen

Jobbörsen gehören zur übergeordneten Gattung der Online-Jobportale. Jobbörsen dienen zum einen Unternehmen zur online-basierten Personalsuche über die eigene Firmen Karriereseite hinaus. Zum anderen helfen sie Bewerbern bei ihrer Jobsuche, da Jobbörsen Stellenangebote verschiedener Unternehmungen zur Verfügung stellen. Häufig können Kandidaten darüber hinaus einen Online-Lebenslauf erstellen und sich damit in eine Bewerberdatenbank eintragen, welche wiederum von Recruitern – meistens kostenpflichtig – zum Zwecke der Personalvermittlung und Personalbeschaffung eingesetzt wird.

Es wird unterschieden zwischen so genannten Jobbörsen-Generalisten, -Spezialisten (auch Nischen-Jobbörsen) und regionalen Stellenmärkten einerseits und kommerziellen und nicht-kommerziellen Anbietern von Jobs andererseits. Darüber hinaus gibt es ebenfalls “Hybrid-Modelle” oder auch “Freemium-Jobbörsen, die gewisse Basis-Produkte gratis anbieten mit zukaufbaren weiteren Optionen (s. auch Jobbörsen-Produkte).


Jobbörsen Typologien

Jobbörsen-Generalisten, allgemeine Jobbörsen, decken alle Berufskategorien, -funktionen und Branchen für alle Regionen eines bestimmten Landes ab. Jede Art von Unternehmen hat die Möglichkeit, dort Anzeigen zu veröffentlichen. Damit unterscheiden sich Jobbörsen im Wesentlichen von Firmen-Karriereseiten, auf denen ausschließlich Jobs für das jeweilige Unternehmen selbst zu finden sind.

Spezialisierte Anbieter oder Nischen-Jobbörsen, fokussieren die dargebotenen Jobs auf eine klar definierte Branche, zum Beispiel die Bio-, Chemie- und Pharmaindustrie, auf eine Berufskategorie wie beispielsweise Assistenz und Officemanagement oder Jobs für Ingenieure, auf eine bestimmte Karrierephase, z.B. Ausbildung, Management oder auch auf gewisse Fähigkeiten und Kenntnisse, z.B. Fremdsprachen.

Regionale Jobbörsen
bieten Jobs aus oder für eine oder mehrere ausgewählte Region(en) an. Hier gibt es Anbieter mit Stellenangeboten aus Regionen und Provinzen eines bestimmten Landes oder aber es handelt sich um länderübergreifende, internationale Stellenbörsen.

Kommerzielle Jobbörsen
berechnen Unternehmen die Nutzung ihrer Plattform für die online Personalbeschaffung. Meistens geht es um die Veröffentlichung von Stellenanzeigen, jedoch gibt es weiterführende Jobbörsen-Produkte. Die bezahlte Anzeigenschaltung auf Basis eines festen Anzeigenpreises nennen wir auch “Pay To Post”, da hier ein Betrag vor Veröffentlichung entrichtet werden muss. Andere Preismodelle sind erfolgsbasiert und berechnen beispielsweise ausschließlich die tatsächlichen Klicks auf ein Stellenangebot.

Nicht-kommerzielle, kostenfreie, Stellenbörsen
erlauben die Gratis-Nutzung ihrer Services. Arbeitgeber müssen in diesem Fall jedoch damit rechnen, dass sie ihre Stellenangebote selbst von Hand in das Online-Formular eingeben, kategorisieren und pflegen müssen. Diese Dienstleistung wird von den kommerziellen Anbietern im Regelfall inklusive angeboten.

Freemium-Jobbörsen
führen Basisprodukte wie zum Beispiel die eigenhändige Standard-Anzeigenveröffentlichung kostenfrei im Programm. Weitere Produkte zur Reichweiten Steigerung oder dem Hervorheben der Jobs sind kostenpflichtig. Gelegentlich können Unternehmen auch Anzeigen im Sinne des CPC-Modells veröffentlichen.

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Nutzung und Kosten

Die Nutzung von Online-Stellenmärkten, wie Jobbörsen ebenfalls genannt werden, ist für die Jobsuche normalerweise kostenfrei. Unternehmen, die ihre Stellenausschreibungen dort platzieren oder weitere Jobbörsen-Produkte in Anspruch nehmen möchten, müssen dagegen in vielen Fällen mit Anzeigenschaltungskosten rechnen. In Deutschland beträgt die Preisspanne für Stellenanzeigen-Veröffentlichungen im Corporate Layout des inserierenden Unternehmens zwischen 750 € – 1.200 € bei Jobbörsen Generalisten wie beispielsweise Monster, StepStone oder JobScout24. In der Schweiz liegen die Preise bei circa 500 – 750 €, in Österreich zwischen 600 – 800 € pro Stelleninserat.


Jobbörsen-Produkte

Das Kernprodukt der Online-Stellenbörsen ist die Stellenanzeige. Damit erinnert das Medium im Grunde an die Veröffentlichung von Stellenausschreibungen in Print-Stellenmärkten in regionalen und überregionalen Zeitungen oder Fachmagazinen. Stellenanzeigen können je nach Angebot der Jobbörsen als so genannte “gestaltete Anzeigen” im Corporate Layout des inserierenden Unternehmens veröffentlicht werden. Diese Art der Anzeigenveröffentlichung ist besonders stark im deutsch-sprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) sowie in Osteuropa vertreten.

Generell ist die am häufigsten vorkommende Anzeigenart die reine Textanzeige, eine “Standardanzeige“, die je nachdem mit dem Firmenlogo ausgestattet wird. Die Platzierung des Logos kann sich als kostenpflichtig erweisen. Die Produktpalette von Jobbörsen geht jedoch wesentlich über die reine Schaltung von Stellenangeboten hinaus.

So werden häufig neben der Anzeigenveröffentlichung so genannte Reichweitenprodukte angeboten. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um gezielte Bannerwerbung für Stellenangebote einer bestimmten Firma auf der jeweiligen Jobbörse. Diese Banner werden beispielsweise auf der Jobbörsen Homepage eingeblendet oder auf themenspezifischen Seiten, die meistens als Channel” bezeichnet werden, ausgeliefert.

Weitere Produkte zur Steigerung der Anzeigen-Reichweite sind die Einbindung des Unternehmenslogos in der Such-Ergebnisliste des Jobsuchenden. Weiterhin können Jobs durch eine besondere Positionierung, z.B. oberhalb aller Suchergebnisse, oder durch eine farbliche Markierung stärker hervorgehoben werden. Sehr beliebt sind ebenfalls so genannte Refresh-Credits”: hier wird das Veröffentlichungsdatum des Stellenangebots auf das aktuelle Datum gesetzt, die Anzeige erscheint damit automatisch wieder am Anfang der Suchergebnislisten. Diese Maßnahme ist wichtig, da Stellenanzeigen laut vieler objektiver Erhebungen nach 14 Tagen kaum noch Bewerber-Traffic aufweisen.

Viele Jobbörsen erlauben es Bewerbern, die auf Jobsuche sind, ihren Lebenslauf online zu erfassen und sich damit i.d.R. kostenlos in die Lebenslauf-Datenbank einzutragen. Die gesammelten Daten werden Unternehmen und Recruitern zugänglich gemacht. Der Zugriff auf die Online-Bewerberprofile ist häufig kostenpflichtig. Manche Jobbörsen bieten diesen Service jedoch auch kostenfrei an.

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Definition Jobsuchmaschine

Eine Jobsuchmaschine sammelt anhand eines technisch entwickelten “Crawlers” (auch “Spider” genannt) die im Internet gelisteten Stellenangebote ein und gibt diese in Form von Verlinkungen auf die Quellseite auf einer eigenständigen Plattform, der Jobsuchmaschine selbst, wieder aus.

Eine Übersicht der Jobsuchmaschinen, die Unternehmen tatsächlich für ihre offenen Jobs in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwenden können, können Sie hier bestellen.

Der Jobanzeigen-Crawler sucht die im Internet vorhandenen Karriere- und Unternehmensseiten sowie Jobbörsen und teilweise auch andere Jobsuchmaschinen systematisch nach Jobs ab. Die gefundenen Stellenanzeigen werden auf der Jobsuchmaschinen Plattform gelistet, kategorisiert, rubriziert und auf die ursprüngliche Adresse (URL) im Web verlinkt. Dank der durch die Sammelaktion entstandenen immensen Menge an Jobs und mit Hilfe von intelligenter Suchmaschinen-Optimierung (SEO), positionieren sich Jobsuchmaschinen sehr gut bei Suchmaschinen wie z.B. Google. Die Zugriffszahlen auf die Anzeigen der Jobsuchmaschine steigen.

Damit fungiert eine Jobsuchmaschine als “Aggregator” für Jobs und als Traffic-Generator für Firmen, die offene Positionen zu besetzen haben. Aber auch Jobbörsen profitieren von der hohen Reichweite. Daher kaufen sich Jobbörsen bei Jobsuchmaschinen Bewerber-Traffic ein und werten damit die eigene Anzeigen-Reichweite auf.

Das Geschäftsmodell von Jobsuchmaschinen basiert überwiegend auf dem so genannten CPC-Modell, dem Cost-per-Click: Klickt ein Bewerber auf eine Stellenanzeige in der Jobsuchmaschine und wird dadurch zu der vollständigen Anzeige auf der Unternehmensseite oder Jobbörse weitergeleitet, fällt ein gewisser Betrag (dieser liegt meistens im Cent-Bereich) an.

Ein Grundeintrag einer Firmen-Karriereseite, die Selbsteingabe von Stellenangeboten und das Aggregieren der Jobs sind je nach Business-Modell und Ausrichtung des Job-“Aggregators” für personalsuchende Unternehmen kostenfrei. Um von einer stärkeren Reichweiten-Generierung durch Jobsuchmaschinen voll zu profitieren, ist es ratsam, das oben genannte Bezahlmodell in Anspruch zu nehmen, sofern dies für direkt ausschreibende Firmen angeboten wird.

Denn es gibt Jobsuchmaschinen, die ihre Services ausschließlich Jobbörsen oder anderen Jobsuchmaschinen anbieten. Hier ist es wichtig, diejenigen Portale zu eruieren, die eine direkte Job-Veröffentlichung zulassen oder nicht. Diejenigen Jobsuchmaschinen, die sowohl personalsuchende Firmen als auch Jobbörsen als Kunden akzeptieren, werden als “Hybrid-Modelle” bezeichnet. Sehr oft lässt sich damit die Anzahl der verfügbaren Jobs in die Höhe treiben und die Jobsuchmaschine scheint besonders gut dazustehen. Ein Qualitätsmerkmal ist das jedoch nicht.
Jobsuchmaschinen, die ausschließlich Firmen-Karriereseiten absuchen und (kommerzielle) Jobbörsen außen vor lassen, gibt es viel seltener. Hier liegt in der Regel ein ganz anderes Geschäftsmodell zu Grunde.

Unternehmen müssen sich bewusst sein, dass es bei bestimmten Jobsuchmaschinen zu qualitiven Mängeln, dubiosen Anzeigen und Anzeigen-Doppelungen oder gar -Verdreifachungen kommen kann.

Qualitative Mängel können entstehen, weil die Aktualität der Stellenangebote nicht garantiert werden kann: Besetzt zum Beispiel Unternehmen X seine freie Stelle, deaktiviert aber nicht die Online-Anzeige auf den gebuchten Jobbörsen oder auf der eigenen Firmenkarriereseite, ist diese nach wie vor über die Jobsuchmaschine auffindbar. Klickt ein Bewerber auf diesen Anzeigenlink, führt der Klick ins Leere – der Bewerber ist enttäuscht.

Anzeigen-Verdoppelungen kommen auf, da viele Unternehmen ihre Stellenangebote an verschiedenen Orten im Internet verbreiten: Beispielsweise veröffentlichen sie eine Anzeige im Zuge des “Multiposting” auf drei oder vier kommerziellen und nicht-kommerziellen Jobbörsen gleichzeitig, haben ebenfalls eine Personalberatung mit der Suche beauftragt – die ihrerseits diese Stellenanzeige ins Internet stellt, eventuell sogar nochmals in den gleichen Jobbörsen unter dem Namen der jeweiligen Personalberatung – und posten diese letztlich auch in sozialen Netzwerken. Da der Job-Crawler all diese Internetorte absucht, wird ein- und dieselbe Anzeige mehrfach gefunden und wird jeweils als eigenständiges Jobangebot mehrmals ausgegeben.
Jobsuchmaschinen sind sich dieser Problematik bewusst und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Ob dies technisch einwandfrei umzusetzen ist, bleibt derzeit offen.

Eine Liste von in Deutschland operierenden Jobsuchmaschinen finden Sie hier, das Verzeichnis für die Schweiz, hier sowie Österreich, hier.

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Beispiele erfolgreicher Jobsuchmaschinen

Die aktuell bekannteste und stärkste Jobsuchmaschine weltweit ist indeed.com und stammt aus den USA. 2012 wird Indeed vom japanischen HR-Spezialisten Recruit übernommen mit dem Ziel, die internationale Präsenz auszubauen. Im Juli 2013 wird in Deutschland eine eigene Niederlassung in Düsseldorf eröffnet. Damit entsteht die erste nicht-englischsprachige indeed-Filiale außerhalb der USA. Büros in London und Dublin bestehen bereits vor diesem Schritt. 2014 eröffnet indeed eine weitere europäische Niederlassung: Nach anfänglichen Gerüchten, werden im Februar 2014 Nägel mit Köpfen gemacht.

Durch die neue und aktive Präsenz von indeed in Deutschland werden die nationalen Platzhirsche Kimeta und icjobs unter Druck gesetzt. Die bereits international aufgestellte Jobsuchmaschine Jobrapido, die seit ihrer Übernahme durch Evenbase ebenfalls am deutschen Markt interessiert ist, wird sich sputen müssen, um weitere Anteile und Relevanz zu gewinnen.

Doch Evenbase gibt es seit Anfang 2014 nicht mehr – hier mehr. Jobrapido geht an einen indischen Tech-Investor.

Kurz nach dem Deutschland-Start, wird indeed.de von Google wegen zu massivem – wahrscheinlich unnatürlichem – Linkbuilding abgestraft. Ende November des selben Jahres ist indeed wieder zurück im Google Index, unter anderem auch mit einer leicht abgeänderten URL: statt indeed.de lautet sie nun de.indeed.com.

In dem kostenfrei herunterladbaren Job Aggregator Report (in englischer Sprache erhältlich) erfahren Sie alles, was Sie zu den wichtigsten deutschen Jobsuchmaschinen wissen müssen.

In der Schweiz verfolgt der Jobagent ein sehr interessantes Jobsuchmaschinen-Konzept: es werden gezielt und ausschließlich Karriereseiten von Unternehmen und Personaldienstleistern (bzw. -beratungen) auf Jobs abgesucht, gesammelt, referenziert und gelistet. Jobbörsen oder andere Jobsuchmaschinen werden kategorisch ausgeklammert. Die gefundenen Stellenangebote geben ein nahezu vollständiges Bild des Schweizer Arbeitsangebots, das online verfügbar ist.
Zudem werden die aufgefundenen Stellen semantisch angereichert, also mit Synonymen angereichert und wichtige Informationen extrahiert und indexiert.

Viele erfolgreiche Jobsuchmaschinen – allerdings auch einige Jobbörsen – stellen ihre erprobte Technologie als “White-Label-Lösung” zur Verfügung: Meistens setzen Verlagshäuser die Technologie ein, um ihre Stellenportale auf den neuesten Stand zu bringen.

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Die erste Jobbörse

wird von Bill Warren im August 1992 unter dem Namen Online Career Center (kurz: OCC) in den USA gegründet. Warren gilt damit als Begründer des Online Recruiting. 1994 geht Jeff Taylor’s Monsterboard an den Start. 1995 wird OCC von TMP Worldwide (heute Monster Worldwide) gekauft. Zu dieser Zeit heißt Monster noch “The Monster Board”. 1998, als OCC mit The Monster Board verschmilzt, werden beide in Monster umbenannt.


Ausbreitung in Europa – Großbritannien

Das Konzept der webbasierten Personalbeschaffung schwappt schnell über den großen Teich, umrundet Großbritanniens Küste und macht Halt im südostenglischen Tiptree bei Colchester, Essex. Dort gründen die beiden Briten Robbie Cowling und John Witney mit Jobserve 1993 den ersten Online-Recruitment-Service in Europa. 1994 wird ein Jobs-per-E-Mail Service gestartet, kurz darauf die Online IT-Jobbörse Jobserve gelauncht.

Eine weitere wichtige, britische Jobbörse, ist Jobsite. Diese Jobbörse wird im Jahre 1995 von der Potts-Familie gegründet: Keith, Graham, Karen und Eric Potts starten mit dem ersten Jobs-per-E-Mail Service für mehrere Sektoren (im Gegensatz zu Jobserve, die sich auf IT spezialisieren). Zu der Zeit gibt es in Großbritannien gerade einmal 40.000 Internetnutzer. 1999 öffnet sich Jobsite für direkte Unternehmen (in UK werden viele Stellen vor allem über Personalberatungen und –agenturen besetzt). Ein Jahr später investiert Manpower in Jobsite, das zwischenzeitlich in GoJobsite umbenannt wurde, um das internationale Wachstum zu fördern.

Daraufhin wird 2001 das GoJobsite International Network ins Leben gerufen und Länderseiten für Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und Spanien gelauncht. 2003 gehen GoJobsite und Careerbuilder USA eine Kooperation ein. 2004 wird (inzwischen wieder unter dem ursprünglichen Namen) Jobsite von der Associated New Media (ANM, eine Division von Daily Mail General Trust (DMGT)), welche heute die Brands Associated Newspapers und Northcliffe Media vereinigt) übernommen.

Da die internationalen (Go)Jobsite Präsenzen keine Früchte zu tragen scheinen, verfolgt man den Weg über Kooperationen: 2005 schließen sich Careerbuilder.com, Jobsite.co.uk, Jobscout24.de, das französische cadremploi.fr, die spanische infoempleo.com, das italienische Trovojob.it (heute trovolavoro.it), Österreichische Jobfinder.at (heute StepStone.at) und Irlands recruitireland.com zur European Recruitment Alliance ERA zusammen.

Jobsite geht Anfang 2014 über an die StepStone-Gruppe / Axel Springer.

In den folgenden Jahren wird das Jobbörsen Netzwerk weiter ausgebaut, teilweise durch Zukäufe, teilweise durch neu gelaunchte Webpräsenzen, die beide sowohl Nischenseiten als auch regionale Jobbörsen betreffen.

2008 wird der Multiposter Broadbean von der Jobsite-AND-Muttergesellschaft Daily Mail General Trust für einen nicht kommunizierten Betrag übernommen.

Im Januar 2012 werden schließlich die verschiedenen Recruitment Marken des DMGT und der DMGT Digital-Unit A&N Media auf Initiative des Jobsite-Teams zu einer neuen Einheit unter dem Namen Evenbase zusammengefasst. Nur wenige Monate später wird der internationale Jobsuchmaschinen-Gigant Jobrapido akquiriert. Damit ist die zukünftige Strategie von Evenbase klar: internationale Ausdehnung im Online Recruitment Classified Markt.

Diese Strategie wird Evenbase jedoch nie umsetzen. Nach monatelanger Ruhe geht ab März 2014 alles sehr schnell: Das US-amerikanische Jobbörsen-Netzwerk Dice kauft Oilcareers von Evenbase, darauf folgt die Übernahme des Multiposting Tools Broadbean durch Careerbuilder, die Veräußerung von jobrapido an die Symphony Technologie Group, und schließlich geben Axel Springer / StepStone bekannt, dass sie Jobsite übernehmen.

2013 und 2014 interessiert sich zunehmend das aus den USA stammende Jobbörsen-Netzwerk rund um Techie-Stellenbörse Dice, die Dice Holdings, für den europäischen, vor allem den britischen, Markt: Zunächst kauft Dice im Sommer 2013 die “Jobboard Enterprise Ltd.”, zu welcher das IT Job Board gehört. Im März 2014 übernimmt Dice die spezialisierte Jobbörse OilCareers aus Evenbase’s (DMGT) Händen.

Die staatliche Jobbörse JobCentre Plus entsteht 2002. Seit 2010 werden Stellenangebote ausschließlich auf der digitalen nationalen Seite DirectGov gehostet.

Die britische Monster-Seite wird 1996 gelauncht. Die Jobbörse ist gut am Markt bekannt. Die monatlichen Nutzerzahlen sind durchschnittlich und platzieren den Stellenmarkt in der nationalen Top 5.

Im Februar 2012 wird bekannt gegeben, dass das staatliche Department of Work and Pensions einen Vertrag mit Monster abgeschlossen hat. Es werden die Services zum Job- und Kandidaten-Matching der semantischen 6Sense-Technologie eingesetzt. Darüber hinaus sollen auf der staatlichen Plattform ebenfalls Jobs von weiteren kommerziellen Jobbörsen aggregiert werden.

“DirectGov” stellt daraufhin seine Dienste ein; alle Besuche werden auf den “Universal Jobmatch“, den Monster gebaut hat, weitergeleitet. Diese staatliche Jobseite kommt schnell in Verruf, da dort viele Fake-Stellenangebote zu finden sind. Im März 2014 ist im Guardian zu lesen, dass das britische DWP (Department of Work and Pensions) die Zusammenarbeit einschränkt und die Dienste der staatlichen Jobbörse einstellen wird.

Eine weitere der führenden britischen Online Jobörsen, Totaljobs, geht im Jahre 2000 an den Start. Dahinter steckt ursprünglich Reed Business Information, ein Tochterunternehmen des großen Medienkonzerns Reed Elsevier plc.

Nach und nach entsteht die TotaljobsGroup mit einerseits dem Generalisten Totaljobs und weiteren 6 spezialisierten Jobbörsen: Careerstructure (Maschinenbau), Caterer (Gastronomie und Hotels), Catererglobal (internationale Gastronomie und Hotelwirtschaft), CWJobs (IT), RetaiChoice (Kundenservice) und Salestarget (Vertrieb).

Totaljobs steht 2002 zusammen mit StepStone am Beginn der “Network“-Gründung, einem zwischenzeitlich aus mehr als 130 Partnerseiten bestehenden internationalen Jobbörsen-Netzwerk. Bestrebungen, Präsenzen in Deutschland und den Niederlanden aufzubauen, scheitern aufgrund der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009.

Im Februar 2012 geht Totaljobs eine Kooperation mit der Facebook-Job-App BranchOut ein. Wenig später, im April 2012, wird die Übernahme von Totaljobs durch Axel Springer, vielmehr durch seine neu gegründete digitale Division ADC, bekannt gegeben.

Workthing wird im Jahre 2000 von der Guardian Media Group gegründet. Bereits 2004 wird diese Jobbörse von der Hotgroup plc übernommen. Ende September beziehungsweise Anfang 2006 gibt der heutige Besitzer, die Digital-Recruitment-Tochter der Trinity Mirror plc, bekannt, dass die Hotgroup und damit deren Jobbörsen aufgekauft werden.

Heute betreibt die Trinity Mirror Digital Recruitment Division (TMDR) eine Reihe von generellen und spezialisierten Online Stellenmärkten.

Im Mai 2012 launcht TMDR seine neue Plattform ART (Advanced Recruitment Technology), die das Jobsucher-Erlebnis optimieren soll. Dazu werden sowohl social-media als auch mobile-Elemente in die Jobsuche integriert. Workthing ist eine der ersten Jobbörsen, die damit derzeit im BETA-Stadium ausgestattet ist.

Hier geht es zu einer Übersicht zu Stellenbörsen des Vereinigten Königreich beziehungsweise Großbritannien.

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Jobbörsen, Jobsuchmaschinen und Social Media in Frankreich

In Frankreich tauchen die ersten Jobbörsen-Vorreiter im Jahre 1990 durch den Zusammenschluss einiger Personalberatungen auf. Diese veröffentlichten Stellenangebote über das in den 1970er-Jahren entwickelte und 1982 in Betrieb genommene System Minitel. 1996 geht daraus eine der heute führenden Jobbörsen, cadremploi, hervor.

Die Jobbörsenwelt ist in Frankreich sehr bunt und vielfältig: Nischenbörsen führen hier teilweise ein genauso gutes Dasein wie die “Großen”. Daher ist es unabdingbar, sich umfassend beraten zu lassen, um die geeigneten Online-Medien auszuwählen.

Die Anzeigenpreise können auf den ersten Blick als günstig erscheinen, jedoch ergeben sich schnell versteckte Kosten. In vielen Fällen muss neben der Rohanzeige, eine reine Textanzeige, jedes weitere “Add-On” – Zusatzprodukt – gesondert bezahlt werden. Hierzu gehören beispielsweise das Hinzufügen des Firmenlogos, die Aktivierung eines Bewerbungslinks oder jede weitere administrative Region (eine Region ist in der Regel im Basispreis inklusive), in der die Anzeige erscheinen soll.

Für eine Anzeigenschaltung in Frankreich gilt es, die so genannte “Loi Toubon” zwingend zu beachten! Dieses Gesetz bezieht sich auf alle Formen von Werbeschaltungen, inklusive Personalwerbung, und beinhaltet die Richtlinie, dass alle Anzeigentexte in der französischen Sprache erscheinen müssen, sowohl on- als auch offline. Anglizismen oder englische Phrasen müssen in das Französische übersetzt werden. Manche Jobbörsen machen teilweise Ausnahmen und lassen eine englische Anzeigenvariante zu, wenn sich der Arbeitsort außerhalb Frankreichs befindet. Dennoch wird zumindest eine Teilübersetzung, zum Beispiel der Firmenbeschreibung, auf französisch verlangt.

1997 werden die Internetseiten des französischen Arbeitsamtes (ANPE, seit 2008 pôle emploi) ins Netz gestellt und sukzessive mit einer Jobbörse ausgestattet. Die staatlich betriebene Jobbörse des heutigen pôle-emploi.fr (wie bereits sein Vorgänger) hat bei französischen Bewerbern einen recht guten Stand. Firmen setzen sie regelmäßig zur Personalsuche ein. Kurz vor dem Sommer 2013 kündigt “Pôle Emploi” an, die Jobs 8 verschiedener kommerzieller Jobbörsen auf seinen Seiten zu führen. Wie sich die “virtuelle Arbeitsmarkt“-Kooperation auf den französischen Jobbörsenmarkt auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Ebenso wichtig im Online Recruiting-Mix in Frankreich (aber auch für die Jobsuche!) ist das private Stellen- und Informationsportal der APEC (Association pour l’emploi des Cadres). Die Jobbörse der APEC gilt als eine der ersten Anlaufstellen bei der Jobsuche der so genannten französischen “Cadres” (Führungskräfte). Das Portal wird zum einen durch Unternehmensbeiträge, die sich der Vereinigung angeschlossen haben, finanziert. Zum anderen entrichten ebenfalls die angestellten Führungskräfte einen Beitrag an diese Organisation. In Frankreich ansässige Firmen, die Mitglied der der APEC sind, können ihre Jobs kostenfrei auf der zugehörigen Jobbörse veröffentlichen. Alle anderen – auch ausländischen – Unternehmen bezahlen eine Anzeigengebühr.

Im November 2009 kündigt die Kader-Jobbörse der APEC eine Kooperation mit dem in Frankreich vorherrschenden Business Netzwerk Viadeo. Damit wird die vormalige Netzwerk-Partnerschaft der APEC mit LinkedIn aufgegeben. Letztere war erst im März 2008 bekannt gegeben worden.

Die eingangs beschriebene Jobbörse cadremploi.fr war in ihrer Anfangszeit unter anderem im Besitz der Zeitungsgruppe “Le Figaro”. 2006 wird die Gruppe AdenClassifieds gegründet, in der die damalige Jobsuchmaschine (2011 wurde diese in eine Jobbörse umgewandelt) Keljob.com, das Immobilien Portal Explorimmo und cadremploi.fr zusammengefasst werden. Weitere Zukäufe werden getätigt. 2007 wird Keljob Nachfolger des durch Monster übernommenen emailjob.com im internationalen Jobbörsenverbund The Network. 2008 trifft cadremploi.fr ein exklusives Kooperationsabkommen mit The Network. Im selben Jahr wird ebenfalls Cadresonline samt Jobbörsen Netzwerk übernommen.

AdenClassifieds gehen 2007 an die Börse und können gute Gewinne erzielen. Nach und nach erhöht “Le Groupe Figaro” seine Anteile an der Kleinanzeigengruppe und beschließt Ende 2010, alle Aktien zu erwerben und AdenClassifieds von der Börse zu nehmen. Im März 2011 wird die Gruppe in FigaroClassifieds umbenannt.

Im Oktober 2013 besiegelt FIGARO Classifieds eine sehr enge Partnerschaft mit Google ein und wird ein so genannter “Premium KMU-Partner” für Stellen-, Immobilien und Weiterbildungsangebote.

Die französische Monster-Präsenz wird im Jahre 1999 im Internet gelauncht. Monster gewinnt Marktanteile und positioniert sich von Anfang an als eine der führenden Jobbörsen in Frankreich. Jobpilot.fr existiert ebenfalls, kann sich hier jedoch nicht wirklich behaupten. Daher wird die Domain Jobpilot.fr nach der Übernahme durch Monster Worldwide im Jahre 2004 schon bald auf Monster.fr umgeleitet. 2005 wird einer der Mitbewerber, emailjob.com, durch Monster aufgekauft. Die an sich erfolgreiche URL wird ebenfalls kurz nach der Übernahme auf die Monster-Domain weitergeleitet.

<Ein wichtiger Anbieter von kommerziellen, privaten und vor allem regionalen Jobbörsen, Régionsjob.com, startet im Jahre 2000 in Rennes. Zunächst wird dieses Portal für die regionale Jobsuche im Südwesten Frankreichs unter dem Namen OuestJob.com ins Netz gebracht. Zu dieser Zeit ist die Internetnutzung in Frankreich generell eher schwach (8,5 Mio im Jahre 2000 vs. 52,2 Mio Mitte 2012 – knapp 80% der französisch Bevölkerung sind demnach heute online). Nach und nach werden weitere regionale Jobbörsen in das Angebot aufgenommen, Kooperationen mit Medien unterstützen die lokalen Maßnahmen.

Auch StepStone eröffnet eine Internetpräsenz in Frankreich, führt aber im Gegensatz zu Monster.fr und den nationalen Jobbörsen längere Zeit ein Schattendasein. Interessanterweise findet sich in dem von StepStone und totaljobs.com 2002 gegründeten internationalen Jobbörsenverbund “The Network”, in dem normalerweise alle StepStone Länderpräsenzen vertreten sind, nicht die französische StepStone-Seite. Hier werden zunächst emailjob.com (welches 2005 durch Monster akquiriert wird) und schließlich Keljob.com und cadremploi als Partner gefunden.

Ende 2007 beginnt StepStone sich um mehr Marktanteile in Frankreich zu bemühen. Axel Springer möchte sein Frankreich-Geschäft weiter ausbauen. Hierzu wird zunächst die französische Nischen-Jobbörse Sourcéa eingekauft. Kurz darauf wird ein bekanntes Gesicht der französischen Online-Recruiting-Szene als General Director StepStone France berufen: Valérie Vaillant. Im Juli 2008 übernimmt StepStone die LVE Gruppe mit weiteren Nischenseiten in den Bereichen Marketing, Technik und Office Management (v.a. Buchhaltung). Ende 2009 folgt eine weitere Übernahme mit dem jungen Ingenieurportal jobingenieur.com, das ebenfalls die Twitter-Jobsuchmaschine twitemploi und die Community Technicien.com betreibt.

Heute ist StepStone Frankreich zwar bekannter als noch vor einigen Jahren, ist aber nach wie vor nicht in der Top 5 der französischen Jobbörsen vertreten. Alle Anzeigen werden sowohl auf der “Mutterseite” StepStone.fr als auch auf mindestens einer der Partnerseiten aus dem französischen Verbund.

Careerbuilder, in den USA bereits ein Jobbörsen-Urgestein, gönnt sich schließlich 2007 einen eigenen Markteinritt in Frankreich. Bis dahin wurde Europa über Kooperationen abgedeckt. Jedoch werden in der Anfangsphase Stellenanzeigen von anderen Karriereseiten und Jobbörsen eingesaugt (“gespidert”), um den eigenen Stellenmarkt zu füllen. Dies findet am Markt nur wenig Gefallen. 2008 übernimmt Careerbuilder den Betreiber mehrerer Nischen Jobbörsen, die Jobbörsengruppe “Les Jeudis“, um in Frankreich eine gute Marktposition zu besetzen.

Heute dehnen sich neben den traditionellen kommerziellen Jobbörsen zunehmend Jobsuchmaschinen und kostenfreie, bzw. “Freemium”-Anbieter wie beispielsweise Die Jobs-Sektion des Schibsted-Classified Portals LeBonCoin.fr oder auch Vivastreet aus. Die Statistiken entwickeln sich seit 2012 stets nach oben. Auch das neuartige Jobportal Qapa macht immer stärker von sich reden. Erst Mitte 2013 wird eine breite Kooperation mit der Jobbörse der staatlichen Agentur für Arbeit, pôle emploi, besiegelt. Sieben weitere Jobbörsen und Jobsuchmaschinen nehmen daran teil. Qapa stellt überdies den technischen Austausch bzw. die Übermittlung von Lebenslaufdaten zur Verfügung.

Das ist noch nicht alles: Der französische Posting-Software Anbieter Multiposting arbeitet seit Sommer 2013 an einem umfassenden Forschungsprojekt, mit dessen Hilfe Arbeitsangebot und -nachfrage passend zusammen gebracht werden sollen. Der Forschungsname lautet SONAR.

In aktuellen Nutzer- und Traffic-Analysen holt aus dem Lager der Jobsuchmaschinen vor allem der US-amerikanische Aggregator indeed.fr auf.

Im Januar 2014 bekommt der französische Jobportal Markt Zuwachs: Das britische Jobsuchmaschinen Startup Adzuna launcht seine Website in Frankreich.

Weitere Jobbörsen in Frankreich finden Sie auf der entsprechenden Länderseite.

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Jobsuche in Deutschland: Entwicklung der Stellenbörsen

Deutschland ist ebenfalls eines der europäischen Länder, das den Trend zur Vermittlung von Personal per Internet schnell aufgreift. Die ersten namhaften und heute noch präsenten Jobbörsen gehen um das Jahr 1995 an den Markt. Zunächst gründet Dr. Roland Metzger (hier zum Interview aus dem Jahre 1999) mit Jobs & Adverts die Grundfesten für den zukünftigen deutschen Marktführer. Später firmiert Jobs & Adverts in Jobpilot um, wird 2002 an die Schweizer Adecco-Gruppe verkauft und im April 2004 schließlich von Monster Worldwide übernommen.

Beinahe zeitgleich startet der Unternehmer Michael Weideneder die Münchner Jobbörse stellenanzeigen.de. Ebenfalls 1995 gründet Dr. Randolph Vollmer die Jobware Online Service GmbH. 1996 wird die zugehörige Stellenbörse Jobware gelauncht. Beide online Stellenmärkte, stellenanzeigen.de und Jobware, sind aus der heutigen deutschen Jobbörsenlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Der deutsche Jobbörsenmarkt zeichnet sich vor allem durch die Vorherrschaft von nationalen Marken aus. Zwar sind internationale Player wie Monster und StepStone ganz vorne, jedoch hat es vor allem Monster bei seinem deutschen Markteintritt schwer, weshalb 2004 der damalige Marktführer Jobpilot aufgekauft wird. Die StepStone Gruppe ist zwischenzeitlich zu 100 Prozent in Axel Springers und damit in deutschen Händen. Internationale Stellenbörsen müssen sich in Deutschland auf schwierige Verhältnisse einstellen, wenn sie sich im Online Recruitment erfolgreich positionieren möchten. Eine 1:1-Übernahme eines weltweit funktionierenden Konzepts wird am deutschen Markt nicht zwingend Früchte tragen. Vor allem im Bereich Anzeigengestaltung – deutsche Unternehmen veröffentlichen ihre Jobs gerne im eigenen Unternehmenslayout – können internationale Anbieter kaum punkten, da diese oftmals nur Textanzeigen mit Logo anbieten. Stellenangebote als eigene HTML-Seiten zu veröffentlichen, stellt generell eine große Herausforderung dar, die die Anzeigenpreise erhöhen und die Handhabung der online Jobs erschweren.
Daher ist das Preisniveau in Deutschland im europäischen Vergleich sehr hoch – abgesehen von Skandinavien und einer Jobbörse in Belgien.

Das heutige StepStone.de entsteht zunächst in Norwegen. Dort ruft Erik Bakkejord 1994 die Website ICES ins Leben und tauft diese 2 Jahre später in JobShop um. Daraus geht schließlich die norwegische StepStone ASA hervor. In Deutschland erscheint StepStone.de aus der Fusion von Careernet und Jobshop. Heute liegt die StepStone ASA zu 100 Prozent in den Händen der Axel Springer AG. StepStone.de befindet sich überdies in der Axel Springer Digital Division ADC, die zusammen mit dem Investor General Atlantic im März 2012 angelegt wird. Bereits im April 2012 schlägt die neue ADC Division zu: Totaljobs wird in Großbritannien erstanden, im August des selben Jahres wird die allesklar.com AG, Betreiberin des regionalen Jobbörsenanbieters meinestadt.de, erworben.

1998 wird Jobsuche.de ins Web gestellt. Zwei Jahre später, 2000, wird diese Jobbörse in die Schweizer Scout24-Gruppe eingegliedert und erhält ihren heutigen Namen JobScout24.de. 2003 kauft T-Online die Scout24-Gruppe. Ende 2004 wird die Jobbörse mit der Domain jobs.de übernommen und wird sukzessive in eine Jobsuchmaschine umfunktioniert. Die in den USA führende Jobbörse Careerbuilder akquiriert JobScout24.de im Jahre 2011, nachdem die US-Amerikaner am deutschen Jobbörsenmarkt mit ihrer eigenwilligen Strategie nur schwerlich Fuß fassen können.

Schließlich wird die deutsche Niederlassung von Monster im Jahre 2000 eröffnet. Das amerikanische Jobbörsen-Konzept kann sich in Deutschland nicht durchsetzen, da keine länderspezifische Strategie entworfen wird. Während sich am deutschen Stellenbörsenmarkt das individuelle Anzeigendesign im Corporate Layout des inserierenden Unternehmens durchgesetzt hat, hält Monster an Standard-Textanzeigen mit Logo-Einbindung fest. Darüber hinaus wird pro Bundesland, in dem die Anzeige erscheinen soll, der Preis einer neuen Veröffentlichung berechnet. Das ist für Personalverantwortliche auf dem heimischen Markt nicht akzeptabel. Das Monster-Maskottchen, der “Trumposaurus”, findet bei den eher konservativ angehauchten Personalern genauso wenig Gefallen.

Im April 2004 verkauft Adecco seine Jobpilot-Anteile an Monster Worldwide. Der deutsche Marktführer geht für 74,5 Millionen Euro an den US-amerikanischen Konkurrenten, der damit die Spitzenposition in diesem Land erlangt. Die verbleibenden Wettbewerber, stellenanzeigen.de, Jobware.de, StepStone.de und JobScout24.de wappnen sich, um den neuen Monster Widerstand zu leisten. Der Markt zieht an, die Konsolidierung unter “den Großen” hat begonnen.

Monster startet 2011 eine Facebook App namens BeKnown, die sich im Laufe der Zeit eher schwach entwickelt, obwohl sie seit 2012 ebenfalls in den Stellenmarkt integriert ist. Experten gehen davon aus, dass dieser Schritt unter anderem dazu gedacht war, das Monster für zukünftige Käufer attraktiver zu machen. Im März 2012 kündigt Monster CEO Sal Iannuzzi offiziell an, dass Monster Worldwide zu haben ist – in Summe oder in Teilen.

Anfang 2013 kehrt der Jobpilot wieder zurück – der ehemalige deutsche Marktführer, der 2004 von Monster Worldwide aufgekauft worden war, wird einer Erneuerungsoperation unterzogen und neu gelauncht. Die Jobsuche wird vereinfacht, die Stellenangebote stammen aus dem Monster.de-Fundus und werden auf die Monster-Domain weitergeleitet. Totgesagte leben länger!

Bis Juli 2013 ist Monster noch immer nicht veräußert worden. Im August 2013 kündigt Monster-CEO Sal Iannuzzi an, dass vorerst an der Weiterentwicklung des Portals und der Produkte gearbeitet wird. Ein Käufer wird nicht mehr aktiv gesucht, man bleibt jedoch offen für Angebote von außen. Für den europäischen Markt ist dies auch besser so.

November 2013 verkauft Monster Worldwide 49,9 Prozent des koreanischen Portals Jobkorea, geht ein Joint Venture mit der finnischen Alma Media Gruppe für Osteuropa ein. Dabei kündigt Monster ebenfalls an, im kommenden Jahr neue Geschäftsmodelle vorstellen zu wollen.

Ende Februar 2014 kauft Monster Worldwide den “People Aggregator” TalentBin und die Twitter Jobsuchmaschine Gozaik. Das eigene “Netzwerk-im-Netzwerk” BeKnown ist schon länger nicht mehr aktiv.

Der so genannte Virtuelle Arbeitsmarkt macht in den Jahren 2003 und 2004 von sich reden. Im Dezember 2003 wird das Portal des reformierten Arbeitsamtes und damit der Bundesagentur für Arbeit, wie es sich seither nennt, gelauncht. Unter www.arbeitsagentur.de sollen Arbeitslose und Jobsucher aller Art ihr Glück finden. Zum Start sind an die 350.000 freie Stellen über das Portal verfügbar. 2 Millionen Bewerber sind registriert.

Doch schon bald erweist sich das 100 Millionen Euro schwere Projekt, das von Accenture und der Agentur BBDO, umgesetzt wurde, als Flop: technische Mängel, keine effiziente Kommunikation, keine Online-Hilfe für die überforderten Bewerber.

Bereits im Vorfeld wird das ambitionierte Projekt heftig kritisiert. Print-Stellenmärkte, deren Geschäftszahlen seit dem Start der Online Jobbörsen einbrechen, bemängeln, dass sie durch das kostenfreie Angebot der BA noch mehr Umsatzanteile verlieren werden. Kommerzielle Jobbörsen befürchteten, dass durch die kostenfreien Anzeigenschaltungen auf dem Jobportal der BA der gut funktionierende und wettbewerbsstarke Jobbörsenmarkt in Deutschland gefährdet würde. Gespräche zwischen der BA und Vertretern der größten deutschen Stellenmärkte haben zur Folge, dass sich die kommerziellen Anbieter zurückziehen und sich nicht in das Projekt einbinden lassen möchten. Seither hat sich die Lage dahin gehend beruhigt und stabilisiert, dass sowohl arbeitsagentur.de und kommerzielle Jobbörsen nebeneinander existieren.

Seit einigen Jahren fällt auf – vor allem seit 2010/2011, dass immer häufiger US-amerikanische Jobportale und Recruiting-Dienstleister auf den lukrativen deutschen Markt drängen: Hier ist zum einen das Business Netzwerk LinkedIn zu nennen, die mit ihrem Markteintritt im Sommer 2011 vor allem dem Hamburger XING das Platzhirsch-Dasein streitig machen möchten. Mehr zu LinkedIn in Deutschland hier.

Zum anderen plant der US-Jobsuchmaschinen-Gigant indeed, den deutschen Online-Recruiting-Markt und die Jobsuche generell zu revolutionieren: Im September 2012 wird das Gesamtkonstrukt indeed von der japanischen HR-Firma Recruit übernommen. Mit den finanziellen Mitteln im Rücken soll die internationale Expansion vorangetrieben werden. Im Juli 2013 wird bereits das erste deutsche indeed-Büro in Düsseldorf eröffnet. Der Geschäftsführer, Frank Hensgens, hat bis 2011 elf Jahre bei StepStone Deutschland gearbeitet und dabei auch als Geschäftsführer Central Europe fungiert.

JobStairs
[in Bearbeitung]

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Business Netzwerke in Deutschland

Das so genannte Web 2.0 hält ab 2009/2010 Einzug in die deutschen Personalabteilungen. XING, das führende professionelle Netzwerk im deutsch-sprachigen Raum, wird 2003 in Hamburg zunächst unter dem Namen Open Business Club (OpenBC) von Lars Hinrichs gegründet. 2006 wird die erfolgreiche Plattform in XING umgetauft und wird an der Börse notiert. Einer der Großaktionäre von XING ist seit 2009 das Medienhaus Hubert Burda Medien.

2007 wird der XING Marketplace eingeführt: nun können (in der Anfangsphase noch kostenlos) Jobs veröffentlicht werden. 2009 wird es möglich, Anzeigen im individuellen Firmenlayout zu schalten.

XING wird in vielen Studien als das am häufigsten genutzte Netzwerk für Social Media Recruiting genannt. Dabei legen Personaler vor allem Wert auf eine statische Firmenpräsenz auf XING. Für Social Media Recruiting Experten und Berater stellt dies jedoch nicht das Kernstück einer Social Media Recruiting Strategie dar.

XING erhält im Sommer 2011 stärkeren Wettbewerbsdruck aus den USA: LinkedIn eröffnet ein Büro in München für die DACH-Region. Dies scheint XING, das seit 2010/2011 die internationalen Aktivitäten in Spanien und der Türkei reduziert und diese Niederlassungen schließlich abschreibt und sich somit auf den deutsch-sprachigen Markt konzentriert, nicht daran zu hindern, sich auszudehnen. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet XING sogar mehr Neuanmeldungen in der DACH-Region als LinkedIn.

Im September 2012 präsentiert XING in Kooperation mit Promerit den “XING Connector“: eine Schnittstelle, um Bewerbermanagementsysteme an das Netzwerk anzuschließen und dabei gleichzeitig Jobs auf XING zu veröffentlichen. Bewerber können ihre Profildaten direkt über den “Bewerben mit dem XING-Profil-Button” in das System einspeisen und sich auf eine Stelle bewerben. Kurz darauf geht der XING Talent Manager (XTM) an den Start und löst damit die vorherige Recruiter-Mitgleidschaft ab. Im Oktober 2012 wird die geplante mehrheitliche Übernahme von XING durch den Burda-Verlag angekündigt (2013 werden davon 6,6 Prozent wieder an einen deutschen Investmentfonds verkauft – die Mehrheitsbeteiligung bleibt mit 52,6 Prozent bestehen).

Im Januar 2013 kauft XING die Arbeitgeber Bewertungsplattform kununu für 3,6 Millionen Euro. Einige Monate später wird das neue XING-Employer-Branding-Profil eingeführt. Die Kosten dafür sind im Vergleich zu den vorherigen Firmenprofilen stark gestiegen, der Sinn und Nutzen wird in der Community diskutiert. Im Juli 2013 meldet XING, dass ab Mitte des Monats alle auf XING geschalteten Jobs automatisch eine kununu-Arbeitgeber Bewertung aufweisen.

Im Sommer kommen Gerüchte auf, XING könnte verkauft werden. Einer der potenziell gehandelten Käufer ist LinkedIn.

Pünktlich zur Personalmesse Zukunft Personal lanciert XING die neueste Version seines Active-Sourcing-Tool “XING Talentmanager”. Darin findet sich auch Textkernels Job-Parsing Funktion, welche Daten aus Stellenanzeigen extrahiert, strukturiert und mit möglichst passenden XING-Profilen vergleicht.

Unter dem neu amtierenden XING CEO, Thomas Vollmoeller, arbeitet XING seine Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre aus und plant, zwischen 2013 und 2016 den Umsatz zu verdoppeln. XING setzt dabei besonders auf das E-Recruiting-Segment. Der neue Claim “For a better Working Life” ist Programm, die Strategie wird ab 2014 nach und nach umgesetzt.

Anfang 2014 können Jobsucher Anzeigen auf XING nach Mitarbeiter-Benefits filtern. Die Informationen dazu stammen aus den jeweiligen kununu Firmenprofilen.

Im Juli bringt XING ein neues Feature in das Netzwerk: Mit FutureMe sollen Karriereinteressierte ermitteln können, welche Karrierpfade sie einschlagen können und wie sie am besten dorthin gelangen.

Das wie XING/OpenBC im Jahre 2003 in den USA gegründete Netzwerk LinkedIn ist weltweit die größte Community, die sich auf Business Kontakte konzentriert. Global gesehen sind mit Ende des zweiten Quartals 2013 insgesamt 238 Millionen Nutzerprofile in diesem Network finden.
In Deutschland führt LinkedIn über die Jahre ein Mauerblümchen-Dasein. XING ist hier vorherrschend, LinkedIn wird zur Vernetzung mit internationalen Business Kontakten, vor allem aus den USA und Großbritannien, verwendet. Daran kann auch die Einführung der deutschen Sprachversion Anfang 2009 kaum etwas ändern.

Im Mai 2011 geht LinkedIn an die Börse und legt einen Traumstart hin: Das Papier verdoppelt zeitweise seinen Wert. Das Business Netzwerk ist auch weiterhin an der Börse beliebt, weil es auf gutem Wachstumskurs ist. Analysten warnen regelmäßig vor zu großer Euphorie, die aktuellen Quartalszahlen sprechen derzeit jedoch noch eine andere Sprache: satte Gewinne und immer wieder sich übertreffende Zahlen wischen jeden Zweifel weg.

Interessant für den deutschen Markt wird es ab August 2011, als LinkedIn ein Deutschland-Büro in München aufmacht. In der DACH-Region soll vor allem der Verkauf der “Hiring Solutions” vorangetrieben werden. Es wird der so genannte LinkedIn-Apply-Button eingeführt, der eine einfachere Übermittlung der Nutzerprofildaten in Bewerbermanagementsysteme ermöglicht.

Jedoch kommt es sehr bald zu Differenzen an der Managementspitze, welche die strategische Ausrichtung von LinkedIn am deutschen Markt betreffen. Der deutsche Geschäftsführer Kai Deininger verlässt das Unternehmen bereits Ende 2011 nach weniger als 5 Monaten. Eine neue Führungsspitze für die deutsche LinkedIn-Niederlassung in München wird erst im März 2013 – mehr als ein Jahr nach Deiningers Abgang – kommuniziert: Till Kästner, ehemaliger VP Marketing Central Europe Monster Worldwide, steuert nun die Geschicke des Business Networks. Bis dahin leitete Ariel Eckstein, Managing Director LinkedIn EMEA, die deutschen Geschäfte.

Aktuell arbeitet LinkedIn an seinem Recruiter-Produkt und an Möglichkeiten, die Mitglieder stärker an die Plattform zu binden, um die “Engagement-Rate” zu erhöhen. Dazu wurde unter anderem der News-Reader Pulse gekauft und das Recruiter-Produkt verbessert. In den englisch-sprachigen Ländern werden aktuell Bewerbungen mit dem LinkedIn-Profil auf LinkedIn Jobs über Smartphones zugelassen – ein Feature, das in den kommenden Wochen mit Sicherheit auch in Deutschland eingeführt wird – mit allen Vor- und Nachteilen.

In der Zwischenzeit arbeitet LinkedIn sehr aktiv am Ausbau seiner mobilen Präsenzen und Angebote: Die “Sponsored Jobs” gibt es bald auch für mobile Endgeräte. Personaler, die das “Recruiter”-Produkt nutzen, können über eine mobile App Bewerbungen steuern und direkt mit Kanddidaten Kontakt aufnehmen. Dazu wurde die “Work With Us” Funktion ausgeweitet.

Anfang 2014 gibt es Informationen, dass LinkedIn Nutzerdaten tiefer auswerten wird und damit eine Art “Ranking” für seine Mitglieder erstellt. Das Ziel: u.a. Recruitern besonders beliebte, “rekrutierbare” Profile anzeigen und den geplanten “Economic Graph” weiter ausbauen.

Im Februar kündigt LinkedIn die Übernahme der Job-Matching Jobsuchmaschine Bright an.

Darüber hinaus bietet LinkedIn seit April 2014 ein Produkt an, um die interne Mitarbeiterempfehlung in Unternehmen anzutreiben: Ein Unternehmen muss dazu jedoch mindestens 100 Job Slots erwerben, dann sehen die LinkedIn-Mitglieder auch Job-Empfehlungen aus dem Unternehmen, bei dem sie aktuell arbeiten.

Im Mai, kurz nachdem Monster Worldwide ihre neue Produkt-Strategie vorgestellt haben, gibt LinkedIn an, ebenfalls öffentlich auffindbare Jobs im Web zu aggregieren.

Juni: LinkedIn lanciert eine eigenständige, mobile Jobsuch-App.

Für weitere Informationen und eine Liste mit relevanten Jobbörsen in Deutschland, besuchen Sie bitte die entsprechende Länderseite.

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Stellenbörsen in der Schweiz

Der Schweizer Jobbörsenmarkt ist überschaubar. Der größte und marktführende Stellenanbieter heißt dort bereits seit vielen Jahren jobs.ch, welcher im Jahre 2000 von Mark Sandmeier gestartet wurde. Neben diesem Player haben sich seit dem Aufkommen der ersten Jobbörsen in Europa noch weitere Stellenbörsen in der Schweiz dazu gesellt. Zeitgleich ist die französisch sprachige Jobbörse JobUp entstanden, die sich für eine Jobsuche in der Romandie eignet. Weiterhin existieren die Kader-Stellenbörse alpha.ch, das Schweizer Pendant des JobScout24 (welches nichts – mehr – mit dem gleichnamigen deutschen Stellenportal zu tun hat), Topjobs.ch sowie einige regionale Anbieter wie beispielsweise ostjob und die Jobbörse der Basler Zeitung, welche sich vor ihrem Relaunch “Stellefant” genannt hatte.

Ein interessantes Modell einer Jobsuchmaschine verfolgt der Jobagent, der ausschließlich Karriereseiten von Firmenwebsites und Personaldienstleistern nach Jobs absucht und diese kostenfrei abbildet. Das ist ungewöhnlich, da Jobsuchmaschinen noralerweise mit Jobbörsen zusammenarbeiten, um ihnen bezahlten Bewerber-Traffic zu liefern.

Das Besondere am Schweizer Jobbörsenmarkt ist, dass sich beinahe alles um den jobs.ch-Orbit dreht: Die Marktführerschaft wird seit Jahren konsequent ausgebaut. Bereits 2007 steigt der internationale Investor Tiger Global bei jobs.ch ein, Fühler werden auch in Richtung Österreich ausgestreckt mit einer Minderheitsbeteiligung an der Stellenbörse karriere.at. Eine Kooperation mit XING geht dem späteren Kauf von Topjobs.ch und JobScout24.ch voraus. Die Übernahme führt zum Relaunch des ehemaligen Kader-Stellenportals TopJobs, welches nun in Kooperation mit XING vermarktet wird. Diese Vermarktung wird seit dem Verkauf von jobs.ch an Ringier/Tamedia nicht mehr weitergeführt.

Im September 2012 folgt der große Coup: Tamedia (Besitzer von alpha.ch, jobwinner und jobup.ch) und Ringier (Besitzer einer kleinen Beteiligung an der Schweizer Scout24-Gruppe sowie einigen Print- und Online Medien), eigentlich Konkurrenten, planen die jobs.ch Übernahme zu 100 Prozent von Tiger Global. Der Deal wird bereits im November des gleichen Jahres vom Schweizer Kartellamt WEKO bewilligt. Jobwinner.ch wird vermutlich abgestellt, Tamedia entlässt Ende 2012 bereits einige Mitarbeiter der JobUp AG im Zuge der Fusion; weitere Entlassungen sind möglich. 2013 wird die ehemalige jobs.ch ag in JobCloud AG umbenannt.

Im Oktober 2013 wird die neue Lebenslaufdatenbank CVcloud ins Rennen geschickt: Dort werden ausschlißelich aktiv Jobsuchende gelistet. Lebensläufe, die älter als 3 Monate sind, werden automatisch entfernt.

Wettbewerber haben am Schweizer Markt nur wenige Chancen, mit jobs.ch und der JobCloud AG mithalten zu können. Monster hat eine Filiale in der Schweiz; diese wird im Zuge von globalen Sparmaßnahmen bis auf ein Vertriebsteam vor Ort aufgegeben.

Social Media Netzwerke werden von Schweizern fleißig genutzt. Im privaten Bereich dominiert hier eindeutig Facebook, im professionellen hat XING nach und nach Marktanteile an LinkedIn verloren. Es werden jedoch beide Netzwerke genutzt, wobei die Deutsch-Schweizer sowohl auf XING als auch auf LinkedIn präsent sind. Die französisch sprachigen Schweizer bevorzugen LinkedIn. Social Media Recruiting steckt in der Schweiz noch nicht einmal in den Kinderschuhen, wie meine 2012-Studie feststellt.

Weitere relevante Schweizer Jobbörsen finden Sie hier.

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Der österreichische Jobbörsenmarkt

Ähnlich wie der Schweizer Markt, weist Österreich relativ wenige Stellenbörsen auf. Während über viele Jahre hinweg Jobfinder.at der führende Anbieter für Jobs war, hat sich das Bild seit dessen Übernahme durch StepStone Ende 2006 und Umbenennung des Portals von Jobfinder.at in StepStone.at ein Jahr später verändert. 2006 und 2007 ist die österreichische Monster-Präsenz durch ihre global bekannte Marke gut in diesem Land aufgestellt. Aus diesem Grund ist auch Jobfinder zu StepStone geworden: um dem internationalen Wettbewerb wie Monster.at Paroli zu bieten. Weitere Player in AT sind in dem Moment die Jobbörse der Tageszeitung Der Standard, die im Jahre 1996 gelauncht worden ist.

karriere.at, eine im Vergleich zu den vorab genannten Stellenanbietern eher junge Jobbörse, wird 2004 an den Markt gebracht. Sie hat sich zwischenzeitlich zur marktführenden Plattform für Jobsucher entwickelt. 2009 steigt die Schweizer Nummer 1, jobs.ch, bei karriere.at ein. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: mehr Zugriffe auf Jobs und Verdoppelung des Umsatzes innerhalb eines Jahres!

2006 wird Careesma ins Netz gebracht. Careesma gehört der internationalen Grupo Intercom an, welche ebenfalls Portale mit Stellenangeboten in Italien, Indien und Polen sowie die Jobsuchmaschine JobisJob betreibt. Grupo Intercom ist seit 2001 an den Märkten vertreten.

Beachten Sie bei Veröffentlichung von Inseraten in diesem Land ebenfalls die gesetzlichen Bestimmungen für Stellenangebote, welche die obligatorische Angabe eines Mindestgehalts vorgeben.

Die österreichische Arbeitsagentur heißt “Arbeitsmarktservice Österreich” AMS.

Weitere relevante österreichische Jobbörsen finden Sie hier.

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Die Niederlande

Der niederländische Online Recruitmentmarkt ist neben den USA und Großbritannien einer der aktivsten, innovativsten und schnelllebigsten. Vor allem seit Aufkommen der Social Media und der immens starken Nutzung dieser Medien haben sich neue Jobbörsenmodelle, aber auch Recruiting-Techniken entwickelt, die in gewisser Weise als Vorreiter der modernen Personalsuche bezeichnet werden dürfen.

Über viele Jahre hinweg ist die nationalevacaturebank eine wahre Jobbörsen-Institution. Sie wird im Jahre 2000 gelauncht, der Kopf dahinter ist Jan-Peter Cruiming. 2004 wird nationalevacaturebank an den Verlag VNU Publishing verkauft. Darin befinden sich weitere, für die Jobsuche und Karriereentwicklung relevante Seiten und Medien wie z.B. intermediair oder De Volkskrant. 2012 wird das Verlagshaus VNU Media schließlich von der belgischen Mediengruppe De Persgroep übernommen. Die Konsolidierung schreitet auf dem niederländischen Markt weiter fort: Zunächst werden sämtliche Online-Stellenangebote der jeweiligen VNU Media Zeitungen ausschließlich auf intermediair gebündelt, das zugehörige Printmagazin wird abgeschafft. Die IT-Communities werden zwar separat weiter geführt, aber es wird eine neue Jobbörse, itbanen.nl, gestartet, auf denen die Jobangebote beider Seiten zu finden sind. Im Juli 2013 wird die ehemalige Wegener Jobbörse Jobtrack.nl auf nationalevacaturebank.nl umgeleitet. Jobtracks Marken- und Domainrechte sind zuvor durch De Persgroep von der britischen Mediengruppe Mecom übernommen worden.

Neben diesen lokalen Playern findet sich eine Vielzahl an weiteren Online-Stellenmärkten, Monster – allerdings unter dem Brandnamen Monsterboard.nl (die URL monster.nl war bereits vergriffen und gehört zu einer niederländischen Gemeinde) – ist dort ebenfalls anzutreffen. Totaljobs.nl, das niederländische Pendant der britischen Totaljobs.com, beides ehemalige Unternehmen von Reed Elsevier bis Axel Springer die Totaljobs-Gruppe 2012 übernimmt. Seither wird die niederländische totaljobs-URL auf stepstone.nl weitergeleitet.

2009 startet ein neues Jobbörsen Konzept, das den niederländischen Markt verändert: Job Postings sind kostenfrei, weitere Anzeigenprodukte, um die Stellenangebote besonders hervorzuheben, sind als Bezahl-Option hinzubuchbar. Die so genannten “Freemium-Jobbörsen” sind geboren. Banenmatch wird zuerst gelauncht, kann jedoch mit dem angfänglichen, üblichen, Bezahlmodell nicht landen. Erst, nachdem das “Freemium”-Modell eingesetzt wird, geht es bergauf. Weitere Anbieter kommen hinzu. Das Modell ist attraktiv. Erst 2012 wird “Jobbird” ins Rennen geschickt, vom Gründer des ehemaligen Marktführers nationalevacaturebank, Jan-Peter Cruiming. Innerhalb einiger Wochen verzeichnet Jobbird hohe Anzeigenzahlen. Die staatliche Jobbörse ist werk.nl.

Eine Auflistung von niederländischen Jobbörsen gibt es hier.

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Belgien

Die Jobsuche im belgischen Internet gestaltet sich relativ einfach, da es eine kleine Anzahl an Jobbörsen gibt. Aufgrund der Mehrsprachigkeit des Landes (französisch und flämisch/niederländisch), gibt es häufig generelle Jobbörsen, die beide Sprachvarianten abdecken. Jedoch gibt es ebenfalls rein flämische oder französisch sprachige Portale, Zu allererst seien die staatlich finanzierten Stellenportale gennant: Für “Wallonien”, den französisch sprechenden Teil, ist dies leforem.be, für den flämischen Teil ist VDAB am Start.

Als lokale “Champions” haben sich Jobat und das Jobbörsen Dreigestirn Vacature / refrences / Jobscareer positioniert, aber auch StepStone und Monster sind in Belgien stark vertreten.

Die Besitzer von Vacature/References/Jobscareer, die De Persgroep, breiten sich seit 2012 vermehrt im niederländischen Sprachraum aus.

Die Anzeigenpreise können in Belgien hoch ausfallen.

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Online Recruiting und Jobsuche in Asien: China, Japan, Hong Kong, Singapur

Der asiatische Online Recruiting Markt ist von Europa aus schwer zu überblicken. Manche Player stechen hervor, weil sie englisch sprachige Seitenversionen haben, andere sind durch Zukäufe in den “westlichen” Markt bekannt, wie beispielsweise der japanische Recruitment Spezialist Recruit, der nicht nur daijob.com/Workinjapan sein Eigen nennt, sondern im September 2012 auch den ursprünglich US-Amerikanischen Jobsuchmaschinen Giganten indeed.com übernommen hat.

In China wiederum kann sich das Veröffentlichen von Anzeigen als sehr kompliziert erweisen, da viele der lokalen Player eine chinesische Business Licence verlangen, bevor sie gewillt sind, Jobs zu posten. Dazu kommen Zeitverschiebung sowie sprachliche Barrieren. Einige der wichtigsten Jobbörsen dort befinden sich in internationalen Händen, wie beispielsweise ChinaHR, die viele Jahre zu Monster Worldwide gehörten (seit 2005, ab 2008 zu 100%), bevor sie schließlich im Januar 2013 von der irischen Saongroup übernommen wurde, die bereits über ein Städte-Jobportal-Netzwerk in China verfügt.

Ein weiteres in Europa bekanntes Jobbörsen-Eigentümer-Gesicht in Asien ist die australische SEEK Ltd, die mit ihrer ursprünglichen Stellenbörse seek.com.au seit Jahren in Australien ganz vorne mit dabei ist. SEEK hat sich im Jahre 2006 in den chinesischen Markt eingekauft und nach und nach immer mehr Anteile an Zhaopin erworben. Heute SEEK 78% Anteile an der chinesischen Jobbörse.

Ab 2008 investiert SEEK weiter in Asien, zunächst in das Netzwerk JobStreet, an dem es heute 22 Prozent Anteile besitzt. 2010 wird SEEKAsia Ltd (in der sich auch Investoren wie Tiger Global Investment, Macquarie und CMH befinden) gegründet, an der SEEK selbst 69% hält. Mit den Investoren an Bord wird nach und nach ein weiterer großer Player am asiatisch-pazfischen Markt verschluckt: JobsDB. Die vollständige Übernahme wird 2013 beendet.

Auch Careerbuilder ist in (Südost) Asien zu finden: Dort wird der Stellenmarkt JobScentral 2011 gekauft. Damit wird gleichzeitig auch Malaysia bedient. In Korea ist Careerbuilder dank einer Kooperation mit incruit vertreten.

Monster ist in der Asien-Pazifik Region z.B. mit Jobkorea (2005 übernommen) in Südkorea aktiv. Im November 2013 kündigt Monster Worldwide an, 49,9 Prozent seiner Anteile an die koreanische Private Equity Firma H&Q Korea abzutreten.

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Stellenmärkte in Südeuropa: Italien, Spanien, Portugal

Italien
In Italien ist die Internetnutzung im Vergleich zum restlichen Europa (abgesehen von Griechenland oder Portugal sowie einigen osteuropäischen Staaten) relativ schwach. Lediglich 58,4 Prozent der italienischen Bevölkerung haben laut Internetworldstats Zugang zum World Wide Web per Internetanschluss. Dabei wächst die Nutzung des Internet per Smartphone beträchtlich. Inzwischen sind über 21 Millionen Italiener zw. 11 – 74 Jahren mobil online.

Namhafte Jobbörsen Generalisten sind Monster.it, trovolavoro.it (das zum Verlag Corriere della Sera gehört) und infojobs.it, ein gemeinsames Unternehmen von Schibsted Classified Media und der Grupo Intercom.

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Linkverzeichnis Jobbörsen und Jobsuchmaschinen pro Land

Hier steht Ihnen eine aktuelle Linkliste mit internationalen Jobbörsen zur Durchsicht zur Verfügung. Die Ländernamen sind alphabetisch geordnet.

Wenn Sie weitergehende Informationen zu internationalen Stellenmärkten, Studien und Job-Posting suchen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme und berate Sie umfassend.

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Eva Zils

CEO & Analyst bei Online-Recruiting.net

Eva Zils berät seit 2004 Unternehmen bei der strategischen und inhaltlichen Konzeption ihrer (internationalen) Online HR-Kommunikation.

Auf Online-Recruiting.net kommentiert sie die globalen Online-Recruiting Märkte und Jobbörsen mit einem kritischen Blick auf Trends und Entwicklungen.