Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. So ist es auch in der Unternehmenswelt. Insbesondere für Bewerber ist es daher entscheidend, sich gleich zu Beginn eines Bewerbungsgesprächs von ihrer besten Seite zu präsentieren. Schließlich achten Personaler genau auf mögliche Red Flags ihres Gegenübers. Welche das sein können, zeigen die folgenden Zeilen auf.

1. Verspätungen ohne gute Begründung

Sicherlich kam jeder von uns schon einmal in seinem Leben in die Verlegenheit, zu spät zu einem Termin erschienen zu sein. Das ist zwar ärgerlich, kann jedoch vorkommen. Selbst wenn Profis wie die mitarbeiter.com Digital Recruiting GmbH die Personalsuche übernehmen, lässt sich nicht auszuschließen, dass neue Talente versehentlich zu spät zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Mögliche Ursachen sind etwa ein Unfall auf der Autobahn oder eine verspätete Bahn.

Kritisch wird es jedoch, wenn dem Zuspätkommen keine gute Entschuldigung folgt. Wer nicht pünktlich ist, weil er verschlafen hat oder sich bei der Wahl des Outfits nicht entscheiden konnte, hinterlässt schnell einen unzuverlässigen Eindruck.

2. KI-generierte Bewerbungsunterlagen

Ein Anschreiben liegt einer Bewerbung nicht ohne Grund bei. Wortwahl und Formulierungen können Personalern einen ersten Eindruck des potenziellen Jobkandidaten geben. So sagen sie nicht nur etwas über dessen Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse, sondern auch etwas über seine Kommunikationsfähigkeit aus. Allerdings funktioniert das nur, wenn Bewerber ihre Unterlagen auch selbstständig verfassen.

Übernimmt dagegen eine KI diese Aufgabe, klingen die Anschreiben nicht länger individuell, sondern so gut wie identisch. Die Chance, bereits vor dem ersten Kennenlernen aus der Masse herauszustechen, ist somit vertan.

3. Ein fehlendes Anschreiben

Bewerber, die keine Lust dazu haben, ihr Anschreiben selbst zu verfassen und es weglassen, erweisen sich ebenfalls keinen guten Dienst.

Die meisten Personaler fordern zu den Bewerbungsunterlagen zwar keinen mehrseitigen Aufsatz. Allerdings achten sie darauf, ob sich ein potenzieller Mitarbeiter in einer E-Mail die Mühe macht, ein paar Zeilen zur Begrüßung zu schreiben.

Dabei sollte das Anschreiben nicht nur eine Grußformel enthalten. Vielmehr sollte es kurz und knapp erklären, warum sich der Verfasser auf die freie Stelle bewirbt und warum er die beste Wahl wäre.

Wer sein Anschreiben ansprechend und kreativ formuliert, sticht zudem aus der Masse anderer Bewerber heraus. Dadurch erhöht sich die Chance, dass Personalverantwortliche die Bewerbungsunterlagen aufmerksam lesen und den jeweiligen Kandidaten anschließend im Gedächtnis behalten.

4. Verunglimpfung früherer Arbeitgeber

Schlechte Erfahrungen mit einem vorherigen Arbeitgeber sind keine Seltenheit. Mit Familie und Freunden kann man diese nach Herzenslust diskutieren. Bei einem Bewerbungsgespräch haben despektierliche Äußerungen hinsichtlich früherer Chefs oder Kollegen jedoch nichts zu suchen.

Wer vor einem Personaler schlecht über andere redet, erhöht sich damit nicht selbst. Stattdessen offenbart derjenige einen Mangel an Einfühlungsvermögen und Social Skills. Insbesondere in Unternehmen, in denen auf Teamarbeit und ein friedliches Miteinander Wert gelegt wird, kann ein solches Verhalten den Erfolg des Bewerbungsgesprächs stark gefährden.

5. Fehlende Vorbereitung

Laden Personaler jemanden zu einem Bewerbungsgespräch ein, erwarten sie ein gewisses Maß an Respekt. Dieser äußert sich nicht nur in einer höflichen Begrüßung. Viel wichtiger ist es, dass sich Bewerber auf ihre potenzielle Rolle im Unternehmen vorbereiten. Tun sie das nicht, zeigen sie indirekt, dass sie die Zeit ihres Gegenübers nicht respektieren.

So sollte man sich vor dem Bewerbungsgespräch gründlich darüber informieren, was das Unternehmen tut und wie es sich nach außen darstellt. Ebenso ist es essenziell, die Position, auf die man sich bewirbt, zu verstehen. Erst dadurch lassen sich die individuellen Fähigkeiten, die einen für den Job qualifizieren, richtig in Szene setzen.

 

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