Braucht Gigajobs Geld? Da hat wieder mal ein Jobbörsen-Vögelchen gezwitschert und hat mir eine Informationsmail weitergeleitet. Die Neuerungen gelten ab 1. August und betreffen nicht nur Jobbörsen, die dort ihre Anzeigen weiter verbreiten möchten, sondern auch Endkunden.
In Kürze: Nur die Anzeigen der geprüften (=zahlenden) Mitglieder sind es wert, den Bewerbern als qualitativ hochwertig untergejubelt zu werden. Um dieses Gütesiegel zu erhalten, müssen vorab 49 Euro berappt werden. Als Begründung werden Anfragen der Jobsuchenden genannt, die sich wünschen, dass die “Qualitätsanzeigen” besonders hervorgehoben werden, da diese sonst in der riesigen Auswahl der Anzeigen (es sind nach eigenen Angaben knapp 100.000 Stellenangebote online. Zum Vergleich: Bei kimeta sind es mehr als 800.000) untergehen würden. Ich denke, eine Verbesserung der Suchmaschinentechnologie könnte das auch erledigen – aber die will eben finanziert werden.
Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ausschließlich Jobangebote von zahlenden Mitgliedern ernstzunehmend sind? Und was ist mit Stellenausschreibungen von zahlenden Kunden, die zwar besetzt worden sind, aber immer noch über Gigajobs zu finden sind? Zeugt das von Qualität? Ich sehe ja ein (und finde das auch gut), dass es Zusatzprodukte gibt, um die Visibilität von Anzeigen zu erhöhen. Dennoch finde ich es übertrieben, dass eine Gebühr gezahlt werden muss, um in den “Kreis der Auserwählten” aufgenommen zu werden. Das ist so, als würde Google zur Aufnahme einer neuen URL in seinen Index ein paar hundert Euro verlangen.
Nee, nee, dann verkauft lieber ein ordentliches Reichweitenprodukt oder bietet ein auf CPC-basierendes Modell an (auch wenn ich immer noch kein Fan von CPC im E-Personalmarketing bin).
Nun zum Gesamttext:
Sie haben ab sofort die Moeglichkeit, “geprueftes Mitglied” bei Gigajob zu werden:
Die Pruefung kostet nur einmalig 49,- Euro und bringt Ihnen viele Vorteile. Ab dem 1. August werden zum Beispiel alle Stellenanzeigen von ungeprueften Mitgliedern und auch deren Kontaktversuche mit Warnhinweisen versehen – waehrend die Beitraege der geprueften Mitglieder ausdruecklich als qualitativ
hochwertig gekennzeichnet werden. Als geprueftes Mitglied erscheinen Ihre Anzeigen ausserdem auf Suchergebnisseiten vor denen der ungeprueften Mitglieder. Das bringt Ihnen dann viel mehr Aufmerksamkeit und interessante Bewerbungen.Warum wir Ihnen jetzt diesen neuen Service anbieten?
Nun, inzwischen gibt es bei Gigajob rund 100.000 aktive Stellenangebote. Taeglich erreichen uns Wuensche der Bewerber, wir moegen doch in dieser grossen Masse die Qualitaetsanzeigen hervorheben. Eine gute Idee! Davon profitieren die Bewerber, denn sie finden schneller die serioesen Angebote. Und davon profitieren auch die Qualitaetsunternehmen, deren Anzeigen und Nachrichten von Gigajob entsprechend gekennzeichnet und vorrangig behandelt werden.Wir geben Ihnen als “Gigajob-Bestandsmitglied” jetzt die Moeglichkeit, VON ANFANG AN zum exklusiven Kreis dieser Qualitaetsunternehmen zu gehoeren. Unser heutiges Angebot fuer Sie: Beantragen Sie noch in dieser Woche eine gepruefte Mitgliedschaft bei Gigajob (Kosten: nur einmalig 49,- Euro) und wir werden von unserer Seite aus alles tun, damit Sie ganz schnell von uns geprueft werden und
noch vor dem 1. August das Guetesiegel “geprueftes Mitglied” erhalten.Uebrigens: Sie koennen Gigajob weiterhin voellig kostenlos nutzen – auch als ungeprueftes Mitglied. Aber bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir ab dem 1. August unsere geprueften Mitglieder bevorzugen werden.
[...] aggregators, which can easily be found out when reading all the comments on my German article about Gigajob in July. I will discuss this in detail in a separate [...]
[...] Meinung zur kostenpflichtigen Verifizierung [...]
Hier informiert Sie die Online Recruiting Beraterin Eva Zils über die neuesten E-Recruiting Trends, kommentiert das Geschehen rund um deutsche und internationale Stellenbörsen, berichtet über neue E-Recruiting Trends und sammelt in ihrem neuen Blog Social Media Recruiting alles Wissenswerte zum Thema Personalmarketing im Web 2.0!
Seit 2004 berät Eva Unternehmen bei der Auswahl der am besten geeigneten Internetmedien, um die qualifizierte Bewerber Zielgruppe anzusprechen.
Dieser HR-Blog besteht seit Juli 2007 und hat seitdem in der Branche seinen festen Platz mit einem guten Ruf. Nutzen Sie den großen Fundus an Informationen und nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt auf!
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Ich glaube, wenn man die Branche kennt, muss man diesen “Qualitäts-Vorwand” gar nicht so ernst nehmen.
Gigajob hat es einfach geschafft, die Plattform in die richtige Richtung reifen zu lassen. Und das erlaubt ihnen nun, einen zusätzlichen Revenue-Stream in das System zu integrieren, der kaum zusätzlichen Pflegeaufwand mit sich bringen wird.
Die Voraussetzng dafür war natürlich, dass man die Jobbörse zum Laufen bringt; d.h. nicht nur massenhaft Anzeigen zur Verfügung hat (wie Kimeta, Jobs.de, icjobs, …) sondern auch kostengünstig und ausreichend Traffic auf die Stellenangebote bringt.
Dass letzteres gelungen sein muss, zeigt die Tatsache, dass kommerzielle Jobbörsen dort gerne gut konvertierenden Traffic kaufen.
Gigajob hat also seinen eigenen Anzeigenkunden bisher gratis Leistung in Form von Rücklauf geliefert. Nach dieser Phase der Vorleistung dürfte es nun vergleichweise leicht werden, zumindest einen kleinen (aber spürbar€n) Teil dieser Kunden zum zahlen zu bewegen. Zudem auch noch ein tatsächlicher Mehrwert in Form eines ‘Uprankings’ geliefert wird.
Ich denke, ein solches vergleichsweise günstiges Produkt könnte im Fall von Gigajob ein echter Selbstläufer werden.
Nur Google Adsense und Trafficverkauf an andere Boards wird nicht reichen. Man ist aus den Kinderschuhen raus und muss Geld verdienen um die Plattform weiter nach vorne zu bringen. Die Idee finde ich übrigens sehr gut, da hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Erstens ist es ein überschaubarer Preis um die Kunden überhaupt mal an das Zahlen einer Dienstleistung bei Gigajob heranzuführen und zweitens kann es tatsächlich die nervigen Anzeigen dubioser Unternehmen vielleicht ein wenig aus den Ergebnislisten verbannen. Welches seriöse Unternehmen möchte schon zusammen mit einem Telefonsexanbieter gelistet werden?
Eva Zils vergleicht hier Äpfel mit Birnen.
Die rund 100.000 Stellenangebote bei Gigajob wurden manuell von registrierten Gigajob-Nutzern eingegeben. Demgegenüber ist Kimeta eine Meta-Jobsuchmaschine mit nur wenig eigenem, originärem Content; es handelt sich dort vor allem um “geharvestete” Inhalte anderer Webseiten.
Dieser strukturelle Unterschied spiegelt sich auch im Traffic, den die beiden Sites aggregieren können: Während kimeta aktuell einen Alexa-Traffic-Rank von 48,526 hat, spielt Gigajob mit einem Traffic-Rank von 11.891 ein paar Klassen höher.
Nun verlangt Gigajob von seinen Unternehmenskunden eine einmalige Prüfungsgebühr von 49,- Euro, was im Falle einer erfolgreichen Prüfung dazu führt, dass ALLE Stellenanzeigen des betreffenden Unternehmens bei Gigajob für 1 Jahr lang besser gerankt werden.
Eva Zils scheint das weder zu gefallen noch einzuleuchten. Viele Gigajob-Kunden sind da anderer Ansicht: Das Angebot, sich prüfen zu lassen, wird eifrig genutzt. Denn die Alternativen der Unternehmen sind von zweifelhaftem Nutzen und hohem Preis: Damit sind noch nicht einmal die Qualitätsjobbörsen (von denen aktuell nur Monster und Stepstone mehr Traffic als Gigajob haben) gemeint – selbst bei dem vergleichsweise schwach besuchten Anbieter Kimeta kostet EINE EINZIGE Stellenanzeige für 4 Wochen derzeit stolze 250 Euro (http://www.kimeta.de/Unternehmen.aspx). Bei Gigajob hingegen: gar nichts! Und zwar unabhängig davon, ob man sich registrieren läßt oder nicht.
Da sollte die Wahl nicht allzu schwer fallen. . .
Ich finde die Seite zwar ganz hübsch, habe aber den allgemeinen Mehrwert von Gigajob immer noch nicht verstanden. Sinnvolles zu finden ist dort schwierig, die Textanzeigen sexen mich nicht an und sind mir in Zeiten von Employee Branding und Arbeitgebermarken auch unverständlich. Beeindruckend (und sicher auch sehr teuer) war, wie man sich in kürzester Zeit bei google nach vorne verlinken lassen kann – was in diesem Context mal wieder die allmächtige Sinnlosigkeit von google aufzeigt. In der letzten Zeit tauchte gigajob allerdings wesentlich seltener vorne auf, was mich schon über Geldmangel spekulieren ließ… Selbiges müsste aber doch eigentlich über den Traffic-Verkauf an die Top-Stellenbörsen reichlich sprudeln – bei den Zugriffszahlen. Wenn die großen Stellenbörsen aufhören würden dort Traffic einzukaufen, würde sich am Ende zeigen, ob das Portal auch noch für irgendetwas anderes taugt – es doch noch einen allgemeinen Mehrwert gibt.
Vermintes Gebiet
Ein Prüfsiegel ist ein Qualitätsversprechen. Trafficstärke ist nicht alles, Wertschöpfung benötigt qualitative Merkmale.
Den Nutzern und Kunden wird suggeriert, mit dem Prüfsiegel einen Baustein von vorzeigbarer Identität zu kaufen.
Attraktive Marken entwickeln sich wohl kaum durch leicht durchschaubare Marketingmätzchen mit vordergründigem Wertschöpfungsaspekt. Gradlinigkeit kann man in dem Vorgehen schon gar nicht entdecken. Denn Anbieter können wie z.B. unten angeführt Gigajob weiterhin voellig kostenlos nutzen – auch als ungeprueftes Mitglied.
Zu den vorrangigen Aufgaben eines Stellenmarktbetreibers darf man doch wohl im Vorfeld der Veröffentlichung die Pflege bzw. Freigabe nur solcher Stellenangebote zählen, die eine “Qualitätsoffensive” auch konsequent und durchgängig verfolgen.
So finden sich bei gigajob folgende Hinweise:
Ab dem 1. August werden zum Beispiel alle Stellenanzeigen von ungeprueften Mitgliedern und auch deren Kontaktversuche mit Warnhinweisen versehen !
Weiterer Auszug:
Welche Vorteile haben Sie als geprüftes Mitglied?
Ihre Stellenanzeigen und Nachrichten an Bewerber wirken exklusiver und seriöser.
Was heisst denn da “wirken seriöser”, wenn neben dem Stellenangebot “Devote Chefsekretärin”
das grüne Häkchen leuchtet? Warum zieht man nicht die Konsequenz und schließt solche Jobangebote strikt aus.
Dazu 3 Beispiele aus dem Sortiment von gigajob:
Assistentin, Sekräterin, Sklavin
Ort: D-72070 Tübingen
Firmenname:G—-
Ort:D-72070 Tübingen
Vorgesehenes Arbeitsverhältnis:Festanstellung
Erforderlicher Bildungsabschluss:Abitur
Alter der Anzeige: heute vor 25 Minuten
Der angebotene Job
Stellenbezeichnung
Assistentin, Sekräterin, Sklavin
Jobbeschreibung
Ich suche eine persönliche Assistentin, Sekräterin mit ausgeprägter devoter Neigung sowohl für den Geschäftlichen als auch für den Privaten Einsatz. Eine gewisse Bildung wird vorausgesetzt ebenso ein entsprechendes Äußeres.
Arbeitszeit max. 4 Stunden täglich, Dienstzeit 24/7
Entgelt: Lohn, zzgl. Taschengeld, Firmenwagen, Kost und Logie inkl. Urlaub
Nur aussagekräftige Bewerbungen werden beantwortet bzw. kommen in die engere Wahl.
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Stellenbezeichnung
Devote Chef-Sekretärin
Jobbeschreibung
Devote Sekretärin für realen Job halb oder ganztags für Wien 23 gesucht. Nur schriftliche Bewerbungen mit aussagekräftigen Foto.
Gigajob-Kategorie
Dienstleistungen
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oder wie wär es gleich mit einem job als Sklave….
Biete Job als
Sklave/ Sklavin
Ort: D-10… Berlin
Der angebotene Job
Stellenbezeichnung
Sklave/ Sklavin
Jobbeschreibung
Ich suche einen Sklaven/Sklavin, der/die mir rund um die Uhr zu meiner ganz persönlichen Verfügung steht.
Du hast finanzielle Sorgen und kommst nicht mehr klar?
Gut, ich kümmere mich um alle deine Angelegenheiten und du tust was ich will. Noch Fragen?
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Noch Fragen?
@Axel
ich finde es sehr wohl wichtig, den Qualitätsvorwand ernst zu nehmen, und dies ganz besonders in unserer Branche. Sollte man als Profi (sowohl als Jobbörsenbetreiber als auch als Anbieter) nicht immer darauf aus sein, seinen Kunden Qualität anzubieten und qualitativ hochwertige Medien zu empfehlen?
Wenn eine Jobbörse seinen Job gut erledigt, dann ist es logisch, dass Preise erhöht werden. Die Kunden verstehen das. Dann soll das aber bitte auch den Kunden gegenüber entsprechend kommuniziert werden und nicht hinter scheinbaren Nutzeranfragen nach besserer Qualität versteckt werden. Wenn man die o.g. Formulierung von Gigajob umformulieren würde, dann würde das bedeuten: “Unsere Nutzer haben sich beschwert, dass sie auf unserer Jobbörse zu viele unpassende (Sklaven???) Anzeigen finden.”
@Thorsten
Ja, und was geschieht wenn sich ein Telefonsexanbieter dazu entschließt, die 49 Euro zu bezahlen, um als seriöser Anbieter gelistet zu werden? Wieso wird nicht ein Kundenservice (oder besser noch – da billiger – ein automatisches System) eingerichtet, der/ das kurzerhand alle dubiosen Anzeigen entfernt? Wer seine Kunden Anzeigen von Hand selbst eingeben lässt und diese anschliessend nicht überprüft, der läuft natürlich Gefahr, dass sich eine Reihe Halunken und Spassvögel mit der Eingabe von solchen Texten vergnügen.
Von den Jobbörsen, die dort Traffic einkaufen, habe ich in einigen Suchläufen lediglich JobScout24, StepStone und einige vereinzelte Anzeigen von Jobware entdeckt. Bei Jobturbo sind beispielsweise viel mehr Jobbörsen angehängt.
@Gigajob-Insider
Das Alexa-Ranking sagt in der Regel nicht viel über deutsche Seiten aus. DIe Alexa-Bar ist ein Tool, das vornehmlich in den USA genutzt wird. Bei Gigajob wird zudem die Domain gigajob.com gemessen, die verschiedene Subdomains enthält. Möglicherweise hat das Einfluss auf das Ranking. Aber hierzu sollen sich die Traffic-Spezialisten äussern. Gut, gigajob ist vielleicht ein Apfel und kimeta eine Birne, aber für mich wird der Apfel sehr birnig, wenn Traffic von externen Jobbörsen und sponsored Links auf eine Jobbörse/ Jobsuchmaschine draufgepackt werden. Ich meine, welche reine Jobbörse (ausser meinestadt.de, und die können sich das von der qualitativen Warte aus gesehen wirklich leisten) verkauft Traffic an seinen Konkurrenten?
Und danke auch an den Gigajob-Insider für die kleine Zusatzinformation: In der Informationsmail stand nicht dabei, dass die Prüfung und die “Zertifizierung” auf ein Jahr beschränkt war…
In diesem Sinne: Happy fruit
@Eva Zils
Ihre überaus kritische Haltung Gigajob gegenüber hat nicht zufällig damit zu tun, dass Sie oben rechts auf dieser Seite eine (bezahlte?) Kimeta-Werbung zeigen?
@Gigajob-Insider
Sie kommen von der konstruktiven Diskussionsebene ab. Das ist sehr schade. Sollte ich etwa mit meinen oben stehenden Ausführungen richtig liegen?
Meine Meinung ist nicht käuflich.
@Eva
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Bei einer kommerziellen Jobbörse (die vom Anzeigenverkauf lebt) ist es natürlich wichtig, die Qualität im Auge zu behalten.
Gigajob war (ursprünglich) jedoch kein solches Jobbörsen-Modell. Etwas überspitzt dargestellt würde ich es “Traffic-Generierung mit anschließender Reichweite-Vermarktung” nennen. Und dass tatsächlich jede Menge Traffic vorhanden ist, zeigen neben dem vorgenannten Alexa-Ranking auch die etwas vertrauenswürdigeren Nutzerwerte von comScore und Nielsen.
Letztendlich ist es eine Frage der Perspektive:
- Als Recruiter oder HR-Dienstleister, der einen Service wie den von Gigajob oder anderen free boards nutzt, hat man natürlich ein nachvollziehbares Interesse an der Qualität und Seriosität der Datenbank.
- Als Website-Betreiber (häufig SEO), der durch Traffic-Monetarisierung Geld im Internet verdienen möchte, interessiert einen dieser Aspekt der Qualität erst nachgelagert. Warum? Weil der Erfolg des Projekts in erster Linie durch den generierten Jobsuchenden-Traffic definiert wird.
Meine ursprüngliche Bemerkung im ersten Kommentar, man solle diesen “Qualität-Vorwand” nicht so ernst nehmen, ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass ich Gigajob eindeutig dem zweiten Typus zuzuordnen ist.
@Axel
Wir haben uns richtig verstanden. Mir ist klar, dass Jobsuchmaschinen et al. dazu da sind, dank SEO und Kooperationen, Traffic zu generieren und durch Weiterleitung auf andere Internetangebote Gewinne zu erzielen. Aus Sicht eines Link-Webportal-Betreibers kann ich sehr gut nachvollziehen, dass das grösste Interesse darin liegt, möglichst viele Klicks zu generieren, egal von wem diese getätigt werden.
Ich argumentiere jedoch vom Standpunkt einer Agentur aus, die Personal suchenden Unternehmen bei der Optimierung der Online Rekrutierung behilflich ist. Die Suchergebnisse und die Qualität der Umwandlungen, die ich momentan bei Jobsuchmaschinen feststelle, überzeugen mich (noch) nicht.
Weiterhin sehe ich, dass Jobbörsen ihren Traffic bei mehreren Jobsuchmaschinen einkaufen. Das bedeutet, dass die Margen für die Monsters & Cie. geringer werden. Dies schlägt sich wiederum in (teilweise unnötigen bzw. ungerechtfertigten) Preiserhöhungen nieder. Und letzten Endes spiegelt sich das auch in sinkenden Agenturprovisionen wider, was seit einigen Jahren vermehrt vorkommt.
Als Beraterin einer Agentur kann mir diese Entwicklung natürlich nicht gefallen. Sollten Jobbörsen und/ oder Jobsuchmaschinen ein gutes Agenturvergütungssystem entwickeln, berichte ich hier gerne darüber.
@Gigajobs-Insider:
Eigentlich schade, daß Ihr Kommentar etwas unsachlich ist:
“Gigajob-Insider sagte, am July 23rd, 2008 um 16:41 @Eva Zils
Ihre überaus kritische Haltung Gigajob gegenüber hat nicht zufällig damit zu tun, dass Sie oben rechts auf dieser Seite eine (bezahlte?) Kimeta-Werbung zeigen?”
1. Erwarten Sie eigentlich, daß HR-Blogger bei ihren Recherchen und Kommentaren immer in Lobhudelei ausbrechen? Das kann Ihre PR-Abteilung doch viel besser, schicken Sie doch häufiger eine “Schulterklopf-mer-san-guad” raus, wie es gelegentlich die Bundesagentur für Arbeit macht.
2. Wenn Sie den e-Recruiting-Markt kennen, sollten Sie nicht Kimeta (eine Jobsuchmaschine) mit Gigajobs (eine Jobbörse) durcheinander bringen.
3. Mit dem Vorwurf der “bezahlten Meinung” zu Gunsten von Kimeta disqualifizieren Sie sich doch selbst. Hat Eva denn einen direkten Vergleich zwischen Gigajobs und Kimeta gezogen? Ein “Kostenlos-Geschäftsmodell” mit einem kostenpflichtigen Modell zu vergleichen bringt doch wirklich nicht viel, das wissen doch schon alle Obsthändler, die sich auf Äpfel und Birnen spezialisieren…..