Kalt wird es, und das nicht nur, weil es draußen tatsächlich Winter wird und weil sich, wie ich seit Jahresanfang feststelle, die Meldungen von unerwarteten Führungswechseln, Geschäftsaufgaben und Jobbörsensterben häufen.

Nachdem Monster Worldwide seine Erwartungen an die Q1 2012-Ergebnisse stark nach unten korrigiert hatte (aufgrund von ebenfalls schwachen Umsatzzahlen im vierten Quartal 2011) und dabei angekündigt hatte, 7 Prozent der weltweiten Stellen (400 Arbeitsplätze, davon werden in Europa mehr als 300 betroffen sein) zu streichen, purzelte die Monster-Aktie um 13 Prozent.

Die letzte Monster-Entlassungswelle fand, wenn ich meinen Blog durchforste, von Juli 2007 bis Ende 2008 statt. Damals wurden die Stellen “eingespart”, um mehr Profit zu machen.

Dieses Mal, so beschreiben Marktbeobachter, wären vor allem die schlechten Arbeitsmarktlagen in Europa verantwortlich für die zurückgehenden Umsätze im Online Recruiting. Die Krise geht weiter, auch wenn ich wie die Berater bei der AIMGroup der Meinung bin, dass die deutschsprachigen Märkte von den massiven Monster-Entlassungen weniger bis gar nicht betroffen sein werden. In Deutschland, der Schweiz und Österreich brummen die Geschäfte stärker als anderswo. Die Arbeitlosenraten sind hier im europäischen Vergleich geringer als in Spanien, Italien, Belgien, Großbritannien und Frankreich.

Möglicherweise werden in den weiter bestehenden Krisenzeiten die Plattformen verschiedener Länder zusammen gelegt oder einfach nur noch von einer zentralen Niederlassung in einem bestimmten Land betreut (wie Careerbuilder das bereits in Teilen Europas macht). Sinnvoll wäre dies natürlich nicht, aber aus Sicht der fernen USA bestimmt wesentlich kostengünstiger.